Kaninchen, gut gefüllt

„Für sein Leben gern“ isst Erwin Diel an Weihnachten mit Hackfleich und Innereien gefüllte Kaninchen. Dazu gibt es beim Hanau-Redakteur Klöse und Rotkraut und - auch wenn er hier nur schwer zu bekommen ist - Wein aus dem Südtiroler Grauvernatsch. Und er schiebt noch ein „PS“ hinterher: Die Reste des Hasen werden von den Knochen gelöst, zu Soße verkocht und am zweiten Feiertag mit Spagetti verspeist. Mahlzeit.

Das muss man haben:

Ein Kaninchen oder einen Stallhasen gibt es auf dem Wochenmarkt oder bei Kaninchenzüchtern. Salz, Pfeffer, Zwiebeln, Knoblauchzehen, Gemüsebrühe Würfel, ca. 500 Gramm Hackfleisch vom Schwein, ein Ei, ein trockenes Brötchen, Fett, Nadel und Faden oder Fleischnadel.

Und so wird das Kaninchen zubereitet:

Das Hackfleisch mit Salz Pfeffer und Muskat würzen. Das trockene Brötchen in Wasser einweichen, mit den Händen gut ausdrücken und zum Hackfleisch geben. Nierchen, Leber und Herz des Hasen, falls vorhanden, mit dem Ei hinzugeben und alles kräftig durchmischen.

Das Kaninchen oder den Stallhasen waschen, trocknen und eventuelle Fett an Bauch und Rücken wegschneiden. Kopf und Läufe können abgetrennt werden, wenn für das ganze Tier kein ausreichend großer Bräter vorhanden ist. Mit Salz einreiben und die Bauchhöhle mit der Hackfleischmasse füllen, anschließend zunähen oder mit einer Fleischnadel schließen. Fett in einen Bräter geben und das Kaninchen von allen Seiten anbraten.

Knoblauch und Zwiebeln, eine Kartoffel, eine Möhre, ein Stück Sellerie und eine Stange Lauch dazu geben und alles zusammen anbraten. Wenn das Kaninchen und die Zwiebeln eine bräunliche Farbe annehmen, halb mit Wasser halb mit Weißwein ablöschen und einen Würfel Gemüsebrühe hinzugeben. Den Bräter für zwei Stunden in einen 200 Grad heißen Backofen schieben und das Kaninchen immer mal wieder mit dem Fond übergießen. Die letzte halbe Stunde kann der Bräterdeckel abgenommen werden, um den Braten nachzubräunen. Der Stallhase ist durch, wenn an den Läufen sich das Fleisch von den Knochen löst. Als Beilage eignen sich Klöse und Rotkraut, dazu schmeckt ein kräftiger Rotwein. Bleibt Braten übrig, kann das Fleisch von den Knochen getrennt und mit der mit Wasser oder Brühe verlängerten Soße am nächsten Tag mit Spagetti verspeist werden.

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