Inthronisation der neuen Tollitäten

Nun fehlt dem CVB noch ein Kinderprinz

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Babenhausens neues CVB-Prinzenpaar Marie I. (Malingriaux) und Christoph I. (Pöschl) fuhr standesgemäß in einer Kutsche zu seiner Inthronisation vor. Vorgestellt wurden die Regenten narrischer Zeiten durch Hofmarschall Roland Keil (rechts).

Babenhausen - Eins der bestgehüteten Geheimnisse in Babenhausen ist seit gestern gelüftet: Das neue Prinzenpaar des Babenhäuser Carnevalvereins (CVB) heißt Marie Malingriaux und Christoph Pöschl. Von Petra Grimm 

Bei der Fastnachtseröffnung um 11.11 Uhr auf dem Schachbrett neben der Stadthalle wurden sie offziell in ihr närrisches Amt eingeführt und erhielten von ihren Vorgängern Ralf I und Ilka I die Insignien ihrer Macht, den Bajazz und die Krone.

Auf Wunsch der neuen Prinzessin, die ein mitreißendes Lachen hat, fuhren die beiden neuen Tollitäten gestern mit ihren Pagen Annika und Alicia Blümler standesgemäß in einer von Ralf Geißler gelenkten Pferdekutsche vor ihr feierndes Narrenvolk, um sich zu präsentieren. CVB-Hofmarschall Roland Keil stellte die neuen Regenten vor: „Unsere Prinzessin ist Marie I. aus dem französischen Adelshaus derer von Malingriaux. Sie ist 21 Jahre alt und geboren in Groß-Umstadt. Von Beruf ist sie Gärtnerin und in ihrer Freizeit in unserer Feuerwehr aktiv. Schon als Kind hat sie in der Kindergarde getanzt und ist seit diesem Jahr Mitglied bei unseren Prosecco-Mädchen.

Darf beim närrischen Aufmarsch nicht fehlen: Die Garde des Prinzen.

An ihrer Seite ist Prinz Christoph I. aus dem Rittershaus derer von Pöschl und Wächter des Hanauer Tores. Er ist 31 Jahre alt und der Name Pöschl ist wohl untrennbar mit dem Hanauer Tor verbunden, das von seinen Eltern jahrelang sehr erfolgreich geführt wurde. Wenn er mal kein Prinz ist, arbeitet er als Erodierer, also Werkzeugbauer. Unser Prinz ist sehr sportlich als Schwimmtrainer beim TVB und hat schon einige Triathlons hinter sich gebracht. Seit letztem Jahr tanzt er bei den Bawwehaiser Bembelbuuwe und hat schon einige Fastnachtsumzüge beim TVB, der SG Rot-Weiß und bei der Gruppe Rothermel als Aktiver mitgestaltet. Kennengelernt haben sich die Beiden auf dem Schlossgrabenfest in Darmstadt und sind seit eineinhalb Jahren ein Paar. Sie verbringen gerne Zeit in der Natur, beim Wandern, auf dem Wasser und beim Motorrad fahren. Außerdem sind Sie gerne in ihrem Garten, den sie selbst kreativ gestalten“. Begeistert wurden die beiden jungen, fröhlichen Babenhäuser von ihren Untertanen mit dreifach donnerndem „Helau“ begrüßt.

Zuvor hatte Hofmarschall Roland Keil die aus dem Amt scheidendenden, Langstädter Regenten Ralf I. und Ilka I. mit ihrer Hofdame Victoria verabschiedet. Auch Lena Laureen I. und Tom III., die Kinderprinzen der jetzt endenden Kampagne, hatten ihren letzten Auftritt und zeigten noch einmal ihren Tanz zu dem Hit „Despacito“.

DJ Jochen Reinheimer sorgte für Schunkelrunden und die Prinzengarde schwang auch ihre hübschen Beine für das närrische Volk, das von CVB-Präsident Klaus Fengel zur Kampagneneröffnung begrüßt wurde. Dass der Startschuss in diesem Jahr mit einer Freiluftveranstaltung am 11.11. vormittags um 11.11 Uhr gegeben wurde, war neu. Und dass beim Übergang in die fünfte Jahreszeit quasi Frühling war, den Temperaturen nach zumindest, war auch eine Premiere und sorgte für zusätzliche Partylaune. Mancher Narr kam bei strahlendem Sonnenschein in seinem Kostüm sogar ohne zu schunkeln richtig ins Schwitzen.

Bilder zur Fastnacht: Sitzung in Babenhausen

Die Fastnachtsvereine aus Harreshausen und Langstadt unterstützten die fröhliche Fete, die passend zum CVB-Kampagnenmotto „Ein Italiener sagt Ciao – ein Bawwehaiser ruft Helau“ mit vielen bekannten Hits aus dem Land in Stiefelform und natürlich Fastnachtsklassikern untermalt war. Ein Wermutstropfen fällt aber doch in den Sekt und das Bier zum ausgelassenen Fastnachtsstart. „Wir haben für diese Kampagne noch keinen Kinderprinzen gefunden“, bedauert der Hofmarschall und ruft interessierte Jungs zwischen elf und 14 Jahren auf, sich beim CVB zu melden. Eine Prinzessin wurde bereits ausgewählt. Da gibt es eigentlich nie einen Mangel an Bewerberinnen. Aber es ist meistens schwierig, einen Jungen in dieser Altersgruppe zu finden. „Es wäre doch schade, wenn wir zum ersten Mal eine Kampagne ohne Kinderprinzenpaar hätten“, sagte CVB-Präsident Fengel.

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