Teddys und Monster trotzen Wind

Gut gelaunte Narren lassen zweite Babenhäuser Gassefastnacht hochleben

Als grüne Monster feierten die Handballer der SG Rot-Weiss in der Bummelgasse. Fotos: Petra Grimm
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Als grüne Monster feierten die Handballer der SG Rot-Weiss in der Bummelgasse.

Nebelmaschine, Partymusik und jede Menge närrische Gäste: Viel mehr brauchte es nicht, um auch die zweite Auflage der Babenhäuser Gassefastnacht, zu der der CVB gemeinsam mit den Langstädter, Sickenhöfer und Harreshäuser Karnevalsvereinen in die Bummelgasse eingeladen hatte, zum Erfolg zu machen.

Babenhausen –  Gut gelaunte Jecken aller Generationen genossen die Freiluft-Fete, mit der der vorher eher ruhige Fastnachtssamstag in der Gersprenzstadt im vergangenen Jahr zum ersten Mal belebt wurde. .

Einen nicht unerheblichen Beitrag zur guten Stimmung leistete die Druffkapell aus Jügesheim, die „Giesemer Guggemusik“, die bei Einbruch der Dunkelheit laut und fröhlich musizierend aufmarschierte. Auch der bekannte Babenhäuser DJ Jochen (Reinheimer) zeigte sich in Bestform und lieferte eine bunte Mischung an Party- und Fastnachtshits zum Abtanzen, Mitsingen und natürlich Schunkeln.

„Mit der Musik steht und fällt so eine Fete“, sagten Rita Klein und Nicole Sydlik, die in einer Gruppe bunter Paradiesvögel mitfeierten. Die beiden Babenhäuserinnen waren schon bei der Premiere dabei, und weil „letztes Jahr so super war und tolle Stimmung“, kamen sie wieder. „Es ist ungezwungen und locker. Das gefällt uns“, sagten die beiden, die in der Gruppe „Querbeet“ auch seit vielen Jahren beim Babenhäuser Fastnachtszug mitlaufen.

Neben dem Organisationsteam vom CVB, an der Spitze Vorstandsmitglied Anke Bernhardt, hatten auch die Fastnachter aus den Nachbarorten beim Aufbau am Samstagmittag geholfen. Ein Zelt mit Stehtischen, ein Pavillon und die lange Theke standen dank der 15 Helfer recht schnell, erzählte Anke Bernhardt: „Aber wir mussten gegen starken Wind arbeiten“.

Rita Klein (links) und Nicole Sydlik genossen die Open-Air-Narretei als kunterbunte Paradiesvögel. © Petra Grimm

Auch die drei an die Partyzone angrenzenden Lokale, „Frau Antjes Pfannkuchenhaus“, der „Rote Hahn“ und das Bistro „Garfield“ beteiligten sich mit Ständen und speziellen Angeboten. Ab etwa 22.30 Uhr war in der Bummelgasse dann Schluss. Auch, um die Geduld der Anwohner nicht zu lange zu strapazieren. Einige der Fastnachter verlegten die Fete dann von der Fußgängerzone ins Hanauer Tor, um dort noch weiterzufeiern.

Die vier Gaststätten, dank deren Unterstützung der Aufwand für den CVB überschaubar bleibt, stiegen wieder bereitwillig ins Narrenschiff ein. „Schon letztes Jahr, als wir sonntags nach der Party hier die Gasse gekehrt haben, haben die Wirte gesagt, dass sie wieder mitmachen. Als ich sie jetzt nochmals angesprochen habe, waren sie gleich dabei“, sagte Bernhardt.

Von einem frischen Lüftchen abgesehen war das Wetter straßenfastnachtstauglich. Und wie bei allen Aktivitäten im Freien, ob Fastnacht oder nicht, war auch hier die richtige Kleidung das A und O. Die meisten Narren hatten ihre Outdoor-Kostüme angelegt oder trugen mehrere Schichten Klamotten übereinander. So waren eher plüschige Overalls als Pailletten-Minis und Netzstrümpfe zu sehen. Eine Gruppe Handballer mit Anhang schunkelte im wärmenden Ganzkörperanzug als grüne Monster und auch eine große Horde bunter Teddybären feierte kuschelig verpackt.

Die Idee, eine Straßenfastnacht in Babenhausen zu etablieren, damit die Jecken auch auf heimischem Boden feiern können und nicht in die benachbarten Narrenhochburgen ausweichen müssen, war am runden Tisch der Karnevalsvereine im Stadtgebiet entstanden. „Wir treffen uns ungefähr vierteljährlich zum Austausch. Es sind immer so etwa zehn Leute dabei“, erzählte Bernhardt. Die Kampagneneröffnung werde gemeinsam geplant und eben auch diese Gassenfastnacht.

VON PETRA GRIMM

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