Mit Elite-Partner Burlon glücklich machen

Bremser: Vierstündiges handgemachtes Karnevalsprogramm vom Feinsten abgeliefert

Die Funkengarde tanzt auf der Bühne der Bremser groß auf (links). Und das Männerballett hüpft zu „Tulpen aus Amsterdam“ als fesche Holländerinnen. Fotos: Jost
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Die Funkengarde tanzt auf der Bühne der Bremser groß auf (links). Und das Männerballett hüpft zu „Tulpen aus Amsterdam“ als fesche Holländerinnen

Was für eine grandiose Gartenparty! Die Buchschlager Narren laden in den Bremser-Garten in die SKG-Halle ein und liefern vier Stunden unter ihrem Gieskannen-Himmel ein handgemachtes Karnevalsprogramm vom Feinsten.

Dreieich –  Den Auftakt im Gartenparadies machen die Tanzmariechen: Sarah Klee und Linnea Jost begeistern mit ihren Solotänzen. Die Minettes und die Präsidentengarde rocken das Haus mit einem Chearleadertanz und zu „Somewhere over the rainbow“, die Showtanzgruppe liefert einen rasanten FBI-Tanz mit Verbrecherjagd. Nachwuchssorgen haben die Bremser nicht: Die neun Jahre alte Lene Bieber zeigt, wie ein Auftritt in der Bütt funktioniert. Als Zauberin kann selbst sie keine Wunder vollbringen: Um den Sitzungspräsidenten Christoph Ebert in einen hübschen jungen Prinzen zu verzaubern, würden ihre Kräfte nicht ausreichen, erklärt sie dem lachenden Publikum.

Schon im ersten Teil glänzt das Männerballett: Herrlich, wie die nicht mehr ganz jungen Holländerinnen zu „Tulpen aus Amsterdam“ beim Werfen der haarigen Beine die Rüschen-Höschen blitzen lassen. Die Herren sind reichlich außer Atem, manch eine Schweißperle tropft ins üppige Dekolleté, aber die Jungs sind tapfer und geben die geforderte Zugabe. Ein Zwiegespräch am Bahnsteig treibt Tränen vor Lachen in die Augen. Die gebildete und auch ein bisschen eingebildete Yvonne Wiederstein versucht ihrer eher einfältigen Zufallsbekanntschaft (Petra Scheer) die Werke Friedrich Schillers nahe zu bringen. Ob die Jungfrau von Orleans, Wilhelm Tell oder Maria Stuart – ihre Bemühungen sind vergebens.

Corina Vollhardt klagt ihr Leid: Sie kann es nicht leiden, wenn sich Gäste in ihrem Garten nicht benehmen. Fotos: Jost

Die Grashüpfer Uwe Vonderlehr und Christian Klementz nehmen sich das vergangene Jahr vor. Ob Trump, Greta oder die Frankfurter Awo – die Hüpfer kennen kein Pardon. Auch in Dreieich ist einiges im Argen: „Am spitzen Eck in Götzenhain, der Kreisel ist ne echte Pein“, lassen die Protokoller verlauten und richten den Blick auch auf die schließenden Banken in der Stadt oder das Sprendlinger Brücken-Desaster. Und das Lieblingsthema dieser Tage: „Der Wahlausschuss sollt’ es erkunden, ein neuer Stadtrat – nicht gefunden! 61 Kandidaten, keinen sie zur Arbeit baten, der Burlon immer noch allein, die Suche muss echt schwierig sein.“ So raten Vonderlehr und Klementz, es doch mal mit Elite Partner oder Tinder zu versuchen, um die Liebesheirat endlich einzufädeln.

Fotos: Jost

Richtig in Fahrt sind auch die Bremsbacken, ihre Darstellung vom Fest der Liebe endet in einem Besäufnis und in einer Ehrlichkeit, die so wohl auch keiner will. Corina Vollhardt steigt als Gärtnerin in die Bütt und Elvira Möchtegern berichtet, wie anstrengend die Suche nach ihrem Mr. Right ist. Die Starlights bringen Bewegung im Saal, ehe die „Bremser Märchenstunde“ mit ihrer amüsanten Version von Hänsel und Gretel das Publikum vom Bremser Garten in die Bremser Märchenwelt entführt. Jürgen Vollhardt berichtet als Plattbabbler Neuigkeiten aus dem Leben und die Showtanzgruppe reist mit fantasievollen Kostümen ins Land der Pharaonen. Zum großen Finale bringen die Babbelschnuten in witzigen Kostümen mit schwungvollen Parodien zu Liedern rund um den Garten, wie „Rose Garden“, „Ein Bett im Kornfeld“ oder “Butterfly“, die Gäste zum Mitsingen und in die richtige Stimmung, um später bei Livemusik mit den Capones auf der Tanzfläche und an der Sektbar weiterzufeiern.

VON NICOLE JOST

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