„Leben ist Gewinn, obwohl ich 70 bin“

Bunter Egerländer Kappenabend im Emil-Renk-Heim

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Witzige Hutkreationen führten die Frauen des Sing- und Tanzkreises vor.

Offenbach - Mit flottem „Hallau“ begrüßte Gertraud Hirsch die Narrenschar zum Egerländer Kappenabend im Emil-Renk-Heim. Als Erster wagte sich Leo Hauer in die Bütt. Er gab das Lied „Ein Hoch auf die Fosnat“ in Egerländer Mundart zum Besten. Und alle sangen mit!

Elly Budny erzählte von ihrem alten Hut, den sie vor dem Krieg für 2,95 Mark gekauft und mit dem sie einiges erlebt hat. Musikalisch hatte sich Peter Alexander (Simon Hirsch) angekündigt mit dem Lied “Wie Böhmen noch bei Österreich war“. Der Saal tobte, das weibliche Publikum dankte ihm mit roten Rosen. Weiter ging’s mit der Ehrenjungfrau. Thea Lutz erzählte, wie sie den Feuerwehrkommandanten unter den Tisch soff. Für eine Rollkur hatten sich Ursula und Werner Wirth entschieden. Gesanglich wollten sie mit dem Publikum den Wohlstandsspeck abtrainieren.

Mit einer Aufführung vom „Schwanensee“ gab die Gmoitanzgruppe ihr Bestes. Zum Schulunterricht traf sich die Egerland-Jugend und stellte der Lehrerin manch knifflige Frage. In ihrer Hut-Show präsentierte Madame Françoise de Creation (Michaela Roth) neue Modelle, käuflich zu erwerben und von Frauen des Sing- und Tanzkreises vorgeführt. Nach der Pause ging es mit Marianne und Michael (Simon Hirsch und Freundin Anne) weiter. Sie sangen „Der Bub passt nur in die Lederhosen nei“ und ernteten viel Applaus. Was man mit 70 noch alles kann, berichtete Gerlinde Adam aus der Bütt. Motto: „Das Leben ist ein Gewinn, obwohl ich schon 70 bin.“

Es folgte eine Klatscheinlage. Alica, Claudia und Uli Winkler zeigten dem Publikum, wie man zu „Bim Bam, Billy Billy, Bim Bam“ richtig klatscht. Noch einmal ging Elly Budny in die Bütt und erzählte, was es mit der Himmelsordnung auf sich hat. Mit einem Sketch zeigte die Egerland-Jugend den Unterschied beim Duschen von Mann und Frau. „Heut sin wir lustig“ gab nochmal Leo Hauer ein Lied auf seiner Gitarre zum Besten. Aus dem Ruhestandsprogramm einer Rentnerin berichtete Gertraud Hirsch in der Bütt.

Gemaa-Sitzung in Offenbach

Die Männer vom Sing- und Tanzkreis gingen als Großmütter mit „Vileda“ auf große Reise. Erste Station war Mallorca. Von dort zogen sie weiter nach Honolulu, wo sie ihre Bademodenkollektion zum bekannten Lied „Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu Strandbikini“ vorführten. Zum großen Finale kamen noch einmal alle Mitwirkenden auf die Bühne und sangen gemeinsam „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ und „Offenbach, mei Offenbach“, letzteres komponiert von einem echten Egerländer, Hubert Wolf. Fazit: Es war wieder ein schöner, geselliger Abend.

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