„Sir Christian“ und „Lady Do“

Narrenschiff „MS Harmonia“ auf aufregender Kreuzfahrt

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„Kalimera“: Der Harmonie-Frauenchor präsentierte das antike Griechenland in Reimen, aber auch mit Gesangsbeiträgen.

Hainstadt - Eine aufregende Kreuzfahrt erlebten die Besucher am Wochenende bei der Fastnachtsgala der Harmonie Hainstadt. Natürlich war eine Rettungsübung für alle Pflicht, und auch das Prinzenpaar Tina und Robney kam nicht um die Trockenübung herum.

Kapitän Gerhard (Fertig) und Chefstewardess Erika (Merz) navigierten das Narrenschiff „MS Harmonia“ souverän und mit viel Esprit durch die Gewässer. Die nervige Passagierin (Christa Fertig) sorgte zwar immer wieder für Unterbrechungen, aber auch dieses Problem löste die Führungscrew bravourös, unterstützt von vielen Prominenten, die für Spaß und Abwechslung in den Abendshows zuständig waren. Für tolle Tanzeinlagen sorgten die Tanz-Girlies der Fastnachtsfreunde und die „unsichtbaren“ Sängerinnen des Jungen Chors.

Von der Unterwasserwelt mit der Tanzgruppe „Footloose“ (Birgit Maikranz) über ein Knieballett - mit Aktiven aus dem Frauenchor und einem einheimischen Tänzer - bis hin zur Schwerelosigkeit mit „Major Tom“ von der Harmonie-Tanzgruppe, entführten die Akteure alle Gäste in traumhafte Abenteuer. Ganz abgesehen von den „Golden Girls“ mit der „Gypsy-Flamingo-Nummer“, für den die TV-erfahrenen Tänzerinnen gebührenden Applaus erhielten. Ein Gesangstrio (Beate Sommer, Sonja Lowe und Gisela Andres) hegte die Hoffnung, dass Abnehmen musikalisch vielleicht besser gelingt.

Schon 100 Lenze, aber stets fidel: Gisela Schwarting.

Aber auch die wortgewandten Redner sorgten für Furore und entlockten dem Saal jede Menge „Ui-jui-jui-au-au-au“. Angefangen mit Roswitha Funk als Preisausschreiben-Gewinnerin, die endlich einen Grund fand, ihrem Angetrauten jede Menge neuer Kleider und Goldgeschmeide zu entlocken. Dass Senioren, obwohl sie schon 100 Lenze zählen, noch Spaß und Freude haben, bewies Gisela Schwarting. Als Hochbetagte strapazierte sie die Lachmuskeln der Gäste. Geschichten vom Bau erzählte Bertram Funk mit dem Fazit, dass er weiterhin seine Mietwohnung favorisiere. Ellen Mühlhauser und Helma Hock verkörperten als „Karl und Lisbeth“ ein durchschnittliches Ehepaar, das seine Normalität urkomisch präsentierte. „Kalimera“ hieß es für den Frauenchor, der Griechenland als Thema für seine Präsentation wählte. Von der Faschingsbühne direkt zur Show auf die „MS Harmonia“ - das erschien wie ein Sechser im Lotto. Gesangsbeiträge, eingebunden in eine gereimte Geschichte mit einzelnen Einlagen, wurden vom Publikum mit viel Applaus belohnt.

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Auch vom Männerchor hörten die Passagiere bekannte Lieder, die zum Mitsingen inspirierten. Bevor das Narrenschiff wieder im Heimathafen landete, stand eine Audienz in London an. Prinz Charles (G. Fertig) und Queen Elizabeth II. (E. Merz) schlugen den Vorsitzenden Christian Blümel zum Ritter. Ab sofort darf er sich „Sir Christian“ nennen. Seine Gattin trägt dann selbstverständlich den Titel „Lady Do“. Die Audienz wurde von einer ehemaligen Schulkameradin der Queen unterbrochen. Agnes Zaja lud sich mal eben in den Buckingham Palast ein, und Elizabeth musste sie wohl oder übel beherbergen. Nicht schlecht staunten die Passagiere darüber, dass die Queen aus dem Berliner Ring, gleich vorne links, stamme.

Nach dem Finale ließen die Besucher noch lange das Erlebte bei Musik und Tanz nachklingen. (mho)

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