Fastnachtsfreunde St. Wendelinus Hainstadt

Eine Gala mit Debütanten

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Die „Spirits“ unter der Leitung von Tanja Winkler und Stephanie Harrer mit geballter Power: 20 junge Damen gaben einen tänzerischen Grundkurs in Sachen „Magie“ - und erhielten tosenden Beifall.

Hainstadt – Stehende Ovationen für 250 Aktive waren der Lohn für das närrische Engagement beim farbenfrohen Feuerwerk in den Galasitzungen der Fastnachtsfreunde St. Wendelinus Hainstadt.

Nicht nur floskelhaft „bis auf den letzten Platz“, sondern voll besetzt schien die Sporthalle. Sitzungspräsident Jürgen Harrer und Fastnachtsfreunde-Vorsitzender Oliver Möser kreierten ein Fünf-Stunden-Programm aus Show- und Gardetänze auf höchstem Niveau sowie Büttenreden, närrische Schauspieleinlagen mit einigen Debütanten und aktivem Prinzenpaar. Viel einbilden dürfen sich die Fastnachtsfreunde auf ihre Tanzgruppen. Die Mini-Garde „blue flames“, die von Marina Magnapane trainiert wird, eröffnete die Sitzung mit Bravour. Stephanie Harrer und Tanja Winker trainieren die „Schlawiner“ der Fastnachtsfreunde, die als Drachen und Drachenreiter die Narrhalla zum Beben brachten. Beide Trainerinnen verantworten auch die Choreografie der „Spirits“. 20 junge Damen gaben einen tänzerischen Grundkurs in Sachen „Magie“ - und erhielten tosenden Beifall.

Die Damen der Hainstädter Harmonie unter der Leitung von Silke Bartke brachten mit ihrem Songmix die 60er auf die Bühne.

Die Garde „Blue Fire“ und die Solos Milena Stock, Lena Ruiner und Annika Schenkel zeigten Gardetanzkunst auf höchstem Niveau. Das Männerballett zauberte als Kosaken russische Stimmung in die Halle und so manchem Narr ob „perfekter“ tänzerischer Leistung die Lachtränen auf die Backen. Prinz Roland und seine Jungs waren von Maryse Mahler und Sandra Gensert perfekt eingestimmt.

Die Golden Girls, die reiferen Damen der Fastnachtsfreunde, marschierten als Gardisten in wunderbaren Phantasieuniformen auf die Bühne und legten nach anfänglichem Marsch eine heiße Sohle zu aktuellen Hits aufs Parkett. Trainiert wird die Gruppe von Claudia Troha. Tanzrausch, die Showtanzgruppe der Fastnachtsfreunde, verwandelte die Bühne in eine Westernkulisse und zeigte mit Prinzessin Sina in ihren Reihen einen Tanz, der selbst John Wayne in seinen besten Westerntagen begeistert hätte. Die Gruppe, trainiert von Nadine Roth und Tanja Winkler, erhielt mit tosendem Applaus den verdienten Lohn.

Die Rolle des Mannes gegenüber der Frau nahm Büttendebütant Leif Catherey unter die Lupe.

Auch die befreundeten Tanzgruppen brachten die Menge zum Toben: „Footloose“ der Sportvereinigung ließen als Eisprinzessinnen die Temperaturen in der Halle kurzfristig fallen, um sie dann tänzerisch wieder aufzuheizen, was die Mädels um Trainerin Julia Maikranz spielend gelang. Die Damen der Harmonie brachten mit ihrem Songmix die 60er auf die Bühne. Trainerin Silke Bartke und ihre Tänzerinnen verwandelten die Bühne in bunten Tüllröcken in eine „Rock and Roll“-Zone. Auch die Gruppe „Petra Müller“ ließ mit spanischen und lateinamerikanischen Klängen das Publikum toben. Die gut zwei Dutzend Tänzerinnen und Tänzer um die Trainerinnen Tina Bauswein, Selina di Falco und Verena Lukas verwandelten die Bühne zunächst in eine Stierkampf-Arena, dann in eine Samba-Schule. Das Prädikat „hervorragend“ erhielten auch die Skydancers der Sportvereinigung. Die 13 Showgirls rissen als Höhepunkt der Sitzung das Publikum von den Sitzen und brachten Glanz, Glamour und tänzerische Höchstleistung gekonnt auf die Bühne. Trainerin Claudia Troha war zurecht stolz auf diese Leistung.

Auch die Zukunft der Büttenreden und närrischen Schauspiele der Fastnachtsfreunde scheint nun gesichert. Denn die Debütanten in der Bütt gaben sich die Klinke in die Hand: Los ging es mit Leif Catherey, der als Nachwuchs-Redner von zu Hause berichtete und wie er die Rolle des Mannes gegenüber der Frau sieht.

Stehende Ovationen für das gelungene Debüt gab es für ihn genauso wie für Jannik Rachor, der gemeinsam mit Sven Rachor das Vater-Sohn-Verhältnis betrachtete. Aus Kättche und Settche wurde plötzlich Kättche und Sophiesche, denn die etatmäßige „Settche“, Uta Bäuerle, lag mit Fieber im Krankenbett und wurde kurzfristig von der nächsten Debütantin vertreten. Eva Lieblein als Sophiesche brillierte mit „Kättche“ Angelika Baier, die resümierte: „Es Sophiesche is mindestens so bleed wie es Settche.“ Die beiden trieben der Narrenschar so manche Lachträne in die Augen.

Galasitzung der Fastnachtsfreunde St. Wendelinus Hainstadt

Wieder einmal sehr stark war das närrische Schauspiel der Combo um Büttenstar Ralf Hillerich. Mit Matthias Hofmann, Jonas Rachor, Klaus Ruiner und Max Krammig verwandelte er die Bühne in eine Baustelle und nahm so manche Baustelle der Gemeinde auf die närrische Schippe. Natürlich durften da auch drei Haaschter Mädels alias Gabi Ruiner, Isabell Rossmann und Ute Baier nicht fehlen, die jedes „Anbaggern“ der Jungs abwehrten.

Kättche (Geli Baier, links) und die kurzfristig eingesprungene Eva Lieblein als „Sophiesche“. Fotos:

Zeit für das nächste Debüt: Dekan Dieter Bockholt gab sich als Peppone die Ehre! Und er zoffte sich närrisch erfrischend mit Don Camillo alias Sitzungspräsident Jürgen Harrer, um sich am Ende unter tätiger Mitwirkung von „Herrgott“ Karlheinz Habermann zu versöhnen. Das Ehepaar Nachtigall alias Angelika Baier und Gundolf Lukas gab sich mit seinem herrlich-närrischen Auftritt mit Gastchor und Cordula Grün alias Falco Schenkel die Ehre. Und natürlich durfte am Ende „Nur noch aaner, Anneliese, nur noch aaner“ nicht fehlen. Den Reigen närrischer Fastnachtsfreunde-Büttendebütanten komplettierte Oliver Möser als „etwas genervter“ Protokoller, der von den Büttendebütanten Markus Gurzawski und Tobias Kaiser gekonnt wieder „in die Spur“ gebracht wurde und die sich köstlich über den Unterschied zwischen einer „Wanne, Maane und Brenke“ austauschten. Selbst Häuptling Silberlocke Bernd Krebs brachten die drei auf die Bühne und glossierten Highlights aus dem Orts- und Weltgeschehen. (zte)

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