Staatsbesuchetour des Prinzenpaares

Frohsinn geht auf Rundfahrt in Rodgau

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Machen den Bus zum Narrenschiff: Das Prinzenpaar und sein Gefolge.

Rodgau – Gerne beehren Rodgau-Prinzenpaar und Hofstaat während der Kampagne andere Vereine mit einem Auftritt. 2018 musste die Staatsbesuchetour wegen der Kürze der Saison ausfallen. Dafür gab es diesmal dabei gleich zwei Premieren. Von Bernard Pelka

Küsschen hier, Umarmung dort, ein Selfie da: Das Prinzenpaar wird schon bei der ersten Station der Staatsbesuchetour geherzt und gedrückt, wann immer es in der Menge zu greifen ist. Die närrische Fangemeinde ist eben groß. Und begeistert.

Noch kurz am Sektglas genippt, Kleid und Orden geradegerückt – dann ertönt von JSK-Sitzungspräsident Peter Otto auch schon das Kommando: „Aufstellung“. Sarah II, ihr Prinzgemahl Holger II und der Hofstaat aus etwa 100 Begleitern formieren sich zum Einzug ins Haus der Begegung, um die Fassenacht bei „Gemeinsam mit Behinderten“ (GmB) noch bunter zu machen als sie eh schon ist. Eben noch ein wuseliger und munterer Haufen, steht die Mannschaft nun konzentriert bereit. Trommeln hämmern, Trompeten tönen: Das Prinzliche Orchester für Staatsbesuche (PROST) spielt, was Finger und Lungen hergeben: Einmarsch.

Kusshände, Popcorntütchen und Konfetti fliegen. Füße stampfen im Takt, Hände klatschen rhythmisch. Rund 200 Gäste sind aus dem Häuschen, freuen sich über Prinzenpaare, Gugisheimer, Garde, Alt-Gugisheimer, Till und Elferrat. Eine Premiere wird gleich zum Einmarsch gefeiert: Diesmal zieht auch das Kinder- und Jugendprinzenpaar, Robin I. und Amelie I., mit in die Narrhalla ein.

Einer im Publikum dirigiert begeistert mit, andere setzen sich auf dem Fußboden vor die Tisch- und Stuhlreihen, um der Bühne ein bisschen näher zu sein. Und alle singen: „Oh, wie ist das schön!“ Freude, die aus dem Herzen kommt – und im Kopf schöne Bilder hinterlässt.

Doch weil die Busse nicht warten, muss Rodgaus Herrscherpaar weiterziehen, als es am schönsten ist. Busfahrer Gary Romine und sein Kollege stehen an der Eisenbahnstraße bereit. Der frühere TGS-Wirt ist zwar schon in Rente. Trotzdem lässt er es sich nicht nehmen, die Busse für die Narrenfuhre zu organisieren und selbst ins Steuer zu greifen.

„Narrisch Singstunn“ in Dudenhofen: Fotos

Die fröhlichste Bustour des Jahres macht ihrem Namen dann auf dem Weg zur Turnerschaft nach Ober-Roden alle Ehre. Der Wagen wird zum Spaßmobil. Singen, lachen, Witze machen, anfeuern, sich necken und Giesemer Fastnachtslieder schmettern. Schunkellaune auf jedem Platz. Frohsinn steckt an! Später wird’s obendrein ein lautstarkes Geburtstagsständchen für die Frau des Sitzungspräsidenten, Nicola Otto, geben. Und auf dem Weg zur Knallkeppsitzung in Dudenhofen natürlich die legendären Runden durch den Kreisel an der Feuerwehr. Die Schräglage dabei ist nichts für empfindliche Mägen!

Während Romine das Narrenschiff besonnen nach Rödermark kutschiert, geben die Fahrgäste richtig Gas. Man merkt, dass die Staatsbesuchetour immer jener Moment ist für die Aktiven, an dem sie in der von Terminen gefüllten Kampagne durchatmen können. Die eigenen Sitzungen sind vorbei, jetzt ist man selbst weitgehend in der Rolle des Gastes und kann gelöst genießen.

Fastnachtssitzung der SG Hainhausen: Fotos

Ovationen im Stehen begrüßen die Tollitäten und ihr Gefolge dann in der Roten Scheuer der Ober-Röder Turner. Prinz und Prinzessin reimen Nettigkeiten, die Sitzungspräsidenten tauschen Orden aus und PROST bringt den Saal zum Kochen. Premiere Nummer zwei folgt bei der Sportgemeinschaft Hainhausen. Dort waren die Tollitäten noch nie – und feiern dennoch ein Heimspiel, weil sie eine Zeit lang in Hainhausen gewohnt haben. Wieder kocht die Stimmung bis zum Siedepunkt und alle sind sich einig im Chor: „Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Fastnacht nicht!“

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