Sechs-Stunden-Galasitzung bei Fastnachtsfreunden Sankt Wendelinus

En Haaschter im Rathaus in Krotzeborsch

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Haaschtadt Helau! Finale einer Sechs-Stunden-Sitzung in der Sporthalle.

Hainstadt - Sechs Stunden Sitzung, Disharmonie, „Drei Jahreszeiten“, Skydancers, Schlawiner, Gesang, Musik, Tanz und Hainstädter Jungs inklusive. Die Galasitzungen von Sankt Wendelinus mit Sitzungspräsident Jürgen Harrer an der Spitze ließen wieder einmal nichts zu wünschen übrig.

Den Höhepunkt setzten die Fastnachtsfreunde Sankt Wendelinus ans Ende. „Hart in der Analyse, aber jederzeit treffend und fair“: der Protokoller und inzwischen Vereinsvorsitzende Oliver Möser, freilich unterstützt von seinen Freunden und das sehr zur Freude der Narren im Saal der Sporthalle, die beim Nachhausegehen wie im vergangenen Jahr mit Eisregen zu kämpfen hatten. Aber erst mal wurde gefeiert, gelacht und Stimmung gemacht. Zuerst noch vom Generalhofmarschall (Sven Rachor) eine Urkunde für „Jotjot“ alias Jürgen Junker, der als Gründungsvorsitzender sieben Jahre lang wirkte und den Verein der Fastnachtsfreunde von 23 auf inzwischen mehr als 200 Mitglieder gebracht hat. Dann starteten die Jüngsten, die „Schlawiner der Fastnachtsfreunde“, mit ihrem Tanz, gefolgt vom Einzug der „knackigsten Kerle im Ostkreis“, dem Elferrat. Dank an die jüngsten Schäfchen unter Leitung von Stephanie Grenouillet und Tanja Winkler, sowie die Musikgesellschaft Eintracht und nach dem Einzug von Prinzenpaar Ingo und Vanessa sowie Kinderprinzenpaar Julian und Ilenia.

Als „Bananen-Pflückerinnen“ begeisterten die „Girlies“.

Als Bananen-Pflückerinnen begeisterten die „Girlies“, Peter Meier berichtete als „idealer Gatte“ von seiner Zweisamkeit mit Moni, die Gruppe „Lady Violetts“ präsentierte unter Leitung von Lisa Eyrich einen mexikanischen Totentanz, und Sabine Redanz begeisterte einmal mehr mit toller Stimme und Songs von Beatrice Egli. Nach den Tanzkünsten der Garde (Leitung Marina Magnapane) erfuhren die Narren im Saal, wie sich Opa Ralf (Hillerich) sein Rentner-Dasein vorstellte, die Rechnung allerdings erst mal ohne seine Frau Moni (Meier) und die beiden Enkelkinder Jonas (Rachor) und Melina (Redanz) gemacht hatte. Mit Cowboys und Indianern von der Tanzgruppe der Harmonie mit Silke Bartke an der Spitze und Winnetouch Josh Gensert im Anhang ging’s pünktlich in die Pause. Großeinsatz für die Stimmungsband „The Ants“, Dank an alle Helfer hinter der Bühne und Auftritt der Solos mit Lena Ruiner, Alicia Bräutigam, Anika Schenkel und Milena Stock sowie den „Golden Girls“ der Wendelinuspfarrei (einstudiert von Claudia Troha), die aus vier gleich fünf Jahreszeiten zauberten und die erste Zugabe des Abends einheimsen konnten.

Begeisterung pur danach beim gesanglichen Auftritt der Rodgauer Gruppe „Disharmonie“ (Chef Frank Eser) mit der Aufklärung, dass „Shoppen nicht gleich Schoppen“ und „Kaufrausch“ nicht nur „auf der Straße nach Wertheim-Village“ möglich ist. Weiter ging’s mit der Dirty-Dancing-Crew der „Haaschter Jungs“, dem Männerballett, einstudiert von Maryse Mahler und Sandra Gensert, sowie dem „Elfer-Test“ mit viel Humor und Ironie von den „Drei Jahreszeiten“ Maik Daimling, Stephan Lukas und Jürgen Junker, gefolgt von den Skydancers der Sportvereinigung unter Leitung von Meike Bergmann und dann der Höhepunkt des Abends, der Protokoller zum Schluss vor dem Showtanz „Tanzrausch“ (Leitung Nadine Roth und Tanja Winkler) mit einer Dschungel-Expedition, an der sich auch Sitzungspräsident Jürgen Harrer aktiv beteiligte.

Bilder: Galasitzung von Sankt Wendelinus in Hainstadt

Vorsitzender Oliver Möser ließ als Protokoller kaum ein Ereignis aus, glossierte mit spitzer Feder das Jahr in Reimen und wurde lediglich (geplant) unterbrochen von „Helene“ (Alexander Blobner), Nacktschnecke Marco Moro und einer Combo der Skydancers. Absolut stark dann der gesangliche Auftritt innerhalb des Protokolls von Isabell Roßmann als „deutscher Michel“ („Hallo Frau Merkel, hör mir zu!“).

Politik, Wetter („keiner hat’s mitkrieht, weil’s die Deutsche ins Ausland zieht“) und Bayern München waren ebenso Themen des Protokollers wie das Auto des Bürgermeisters, das ehemalige Kloster im Tebartz-van-Elst-Stil („So schlecht kann’s dene net geh, haste net des kupferne Vordach geseh!“), der neue Seligenstädter Bürgermeister und viele Punkte in Klein-Krotzenburg, auch das geplante neue Rathaus, bei dem die Politiker offenbar wieder nicht so weit gedacht haben: „Klaa-Krotzeborsch hoat dann en scheene Bau, awwer drin sitze dut en Haaschter, un des iss schlau!“ Tusch und Auszugsmarsch, eine tobende und singende Menge: „Wir feiern Fassnacht hier in Haaschtadt“.

beko

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