Neue Lachfalten garantiert

KFD-Frauen begeistern das Publikum im Riesensaal

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Die Welzemer Moa-Mädcher bringen den Riesensaal mit tollen Kostümen und Hits aus den 70er Jahren zum Toben.

Seligenstadt - Ein tanzender Elferrat, eine Prinzessin als Partymaus und eine Begegnung mit der Schenkungsfee: Die katholischen Frauen in Seligenstadt haben ihr Publikum mit zwei Sitzungen bestens unterhalten.

Soviel vorab, die Frauen der KFD überraschten Prinzessin Ruth und Prinz Stefan III. mit einer neu gedichteten Strophe ihres Liedes „Schön ist es hier bei uns am Maa“ und huldigten damit dem Seligenstädter Prinzenpaar auf ganz besondere Weise. Die Prinzessin verdrückte ein kleines Tränchen. Jetzt aber der Reihe nach. „Wir lieben die Selestädter Fassenacht, ob groß oder klein – hoch lebe die KFD von Selestadt am Main!“ So begrüßte Sitzungspräsidentin Traudel Höfling die vielen Gäste zu den beiden Frauensitzungen im Riesen. Nach dem Einzug der Tollitäten verzauberten die Stars und Sternchen des Heimatbundes den Saal. Die Mini- und Midi-Tanzgruppe unter der Leitung von Anna-Lena Stiebitz und Veronika Sommer kamen ohne eine Zugabe nicht von der Bühne. Auch das Kinderprinzenpaar der TGS, Nina und Bennet I., machte den Frauen seine Aufwartung.

„Die Haut heißt Haut, weil mer drauf haut!“: Edith Sprey als Dermatologin in der KFD-Bütt. 

„Manch lustige Geschichte aus em Städtche habbe se zu berichte. Auf Papier gepinselt und mit spitzer Zunge, wern die Geschichte vorgesunge“: Die Moritatensänger Klaudia Schrod, Anne-Bärbel Hufnagel, Daniela Göbel, Katrin Bauer und Janina Wolf begeisterten mit ihren lustigen Anekdoten das Publikum. Edith Sprey erzählte als Dermatologin, was es mit der Haut so alles auf sich hat. „Die Haut heißt Haut, weil mer drauf haut! Bei uns in Selestadt, da heißt das häächt, wenn mer uff die Haut druff schläächt“. Da blieb kein Auge trocken. Auch die beiden Solomariechen der Seligenstädter Fastnachtsfreunde, Lea Höfling und Ivana Jokic, standen nicht zum ersten Mal auf der KFD-Bühne und begeisterten das Publikum. Zur Überraschung vieler Zuschauer kam danach Kinderprinzessin Nina Zöller als Partymaus auf die Bühne. Die Jüngste in der Bütt erzählte die Geschichte, als ihre Eltern ein Wochenende im Urlaub waren. „Ich nahm mir aus em Kühlhaus vom Rind das Beste – ich wollt halt verwöhne meine Gäste!“ Ein gelungenes Bühnendebüt. Es folgten die Welzemer Moa-Mädcher, die in tollen Kostümen mit Hits aus den 70er Jahren das Publikum zum Toben brachten. Wolfgang Funk am Akkordeon begleitete die Truppe.

Nach der Pause startete das Programm mit dem traditionellen Tanz des Elferrats unter der Leitung von Antje Frenzel. Die Damen kamen in diesem Jahr farbenfroh und kunterbunt als Clowns auf die Bühne. Die Überraschung des Abends waren Pfarrer Stefan Selzer, Kaplan Ludwig Siemes und Gemeindereferentin Irmtraud Herr. Mit ihrem Vortrag als Rölf, Heinz und Schenkungsfee glossierten sie gekonnt das Jahr eins nach der 1200-Jahrfeier. So wurde dem närrischen Publikum mit einer Mischung aus Gesang und Vortrag präsentiert, was im Jahr 12+01 dem Städtchen alles geschenkt wird, wie zum Beispiel ein neuer Bürgermeister und ein neuer Pfarrgemeinderatsvorsitzender. Immer wieder eine Augenweide ist die Garde I der Seligenstädter Fastnachtsfreunde, mit Recht das Aushängeschild des Vereins. Unter der Leitung von Lisa Wellner und Christien Büddefeld zauberten die 21 jungen Damen einen Gardetanz der Spitzenklasse auf die Bühne. Auch diese Tänzerinnen kamen nicht ohne Zugabe aus dem Saal. Die zwei spanischen Schlumberschwestern Beatriz und Maria Nunez Espallargas erzählten als zwei Schlümpfemänner ihre Erlebnisse mit Frauen. Zu volle Handtaschen, nichts zum Anziehen und immer zu zweit aufs Klo, alle Klischees wurden aufgegriffen und gekonnt und sehr witzig in einen Vortrag verpackt.

KfD-Frauensitzung in Seligenstadt

Als bunte Harlekins kam die Tanzgruppe Showtime der TGS auf die närrische Bühne. Dieser perfekte Tanz wurde einstudiert von Sabine Großzinski. Was man alles gegen Falten tun kann, berichtete Lucie Post: Entspannungsübungen in der Kirche, Faltencremes mit Kaviar oder Restaurierungsarbeiten unter Anleitung ihres Mannes – am Ende war klar, Falten, die durch Lachen kommen, sind keine echten Falten. Und wenn man dem glauben darf, dann nahm das Publikum einige neue Lachfalten mit nach Hause. Vor dem Finale standen die Tänzerinnen der TGM unter der Leitung von Ira Wenzel mit ihrem Tanz „Indian Spirit“ auf der Bühne. Viel Applaus und Zugabe-Rufe waren am Ende das verdiente Lob. Zum Finale kamen alle Aktiven auf die Bühne. Sichtlich erleichtert bedankte sich Sitzungspräsidentin Traudel Höfling nicht nur bei allen Aktiven und Helfern, sondern auch beim Publikum. Mit den Worten „Was jetzt noch kommt, ist jedem bekannt – Selig sei die Stadt genannt!“ endete eine kurzweilige, fröhliche und abwechslungsreiche Sitzung.

kd

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