Fastnachtsabend der Gesellschaft der Freunde

Zungenbrecher und viel Zimtärä

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Die Moritäter Gunter Rausch, Manuel Wettig und Lutz Lang wussten wieder sehr humorvoll über Ereignisse in Seligenstadt zu berichten.

Seligenstadt - Ein Feuerwerk der guten Laune zündete die Gesellschaft der Freunde im ausverkauften Riesensaal. Pointenreiche Büttenreden, Gesangsdarbietungen und tolle Tanzgruppen sorgten für fastnachtliche Hochstimmung. Das Spiel mit dem Prinzenpaar Prinzessin Kathrin und Prinz Robert zählte zu den Höhepunkten des vierstündigen Programms.

Bei einem Männerchor ist es natürlich kein Wunder, dass die verschiedenen Tanzgruppen besonders bejubelt wurden. Mit den „Diamonds“ und der „Dance Company“ kamen junge Damen aus Klein-Krotzenburg ins Schlumberland. Vor heimischem Publikum traten das Heimatbundballett II, die Showband der TGS und das Wagenbauer-Männerballett auf. Sie alle kamen nicht ohne Zugabe von der Bühne. Sitzungspräsident Udo Sommer, der gewohnt souverän durch das Programm führte, kündigte gleich zu Beginn den Protokoller an. Jürgen Zöller glossierte als „Turmmännchen“ pointenreich Geschehnisse aus dem Vereinsleben und der Stadt. Und was das Turmmännchen noch nicht preisgegeben hatte, wurde später durch die Moritäter Gunter Rausch, Manuel Wettig und Lutz Lang mit viel „Zimtärä“ offenkundig.

Mit lang anhaltendem Applaus begrüßte das närrische Volk seine Regenten in der fünften Jahreszeit. Ex-Prinz Stefan Emge prüfte die Redegewandtheit der Tollitäten, die dabei ebenso viel Spaß hatten wie das Publikum. Das Dreigestirn mit Alexander Hartmann, Gerhard Hilgers und Bernhard Post brachte dann Ohrwürmer Kölscher Fastnacht umgetextet aufs Schlumberland zu Gehör. Stehend schunkelten und sangen die Zuschauer mit. Die drei Claudias (Kraus, Post und Winkler) träumten als Prinzessinnen von einem gemeinsamen Rosenmontagszug und vom Heimatbundorden, den sie sich redlich verdient hätten.

Die vor und nach der donnerstäglichen Singstunde stark frequentierten Gaststättenbesuche nahmen die Stammtischsänger zum Anlass, sich selbst ein wenig auf die Schippe zu nehmen. Stimmgewaltig unter der Leitung von Chorleiter Klaus Vetter am Klavier brachten sie dabei den Saal zum Mitsingen. Zum Nachdenken und gleichzeitig zum Schmunzeln brachte dann Heinz Schreiner die Freundeschar als angehender Vorruheständler. Der routinierte Fastnachter zeigte die Vor- und Nachteile dieses Lebensabschnitts gekonnt auf. Nach gut vier Stunden Narretei erklang zum Finale die „Seligenstädter Nationalhymne“. Die Freundebar war bis in die frühen Morgenstunde gut besucht.

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