Festival für die Fastnacht

Gelungenes Ball-Jubiläum der Senatoren  

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Mit den Fingerspitzen auf der ehrwürdigen Kopfbedeckung des Ehrenpräsidenten Ludi Berdel schwören die neuen Senatoren (von links) Thomas Kroll, Thomas Leber, Serpil Sarikaya und (rechts) Conny Sippel den Eid auf den Lumpenmontag.

Neu-Isenburg - Der Ball der Senatoren gilt als einer der gesellschaftlichen Höhepunkte der Isenburger Fastnacht – und soll den Lumpenmontagsumzug finanziell sichern. Zur 50. Auflage fällt die Feier am Samstagabend in der Hugenottenhalle besonders glanzvoll aus, nicht nur was die Deko angeht. Vier neue Senatoren schwören diesmal den Eid auf die Iseborjer Fastnacht.

In elegante Roben und feinen Zwirn gehüllt legen Serpil Sarikaya, Conny Sippel, Thomas Kroll und Thomas Leber die Fingerspitzen auf den silbernen Zylinder und schwören im Angesicht der ehrwürdigen Kopfbedeckung ihren Eid. Dieser Moment der Vereidigung neuer Senatoren ist traditionell der Höhepunkt des Balls der Senatoren. Diesmal ist es der 50. seiner Art; zwar nicht unbedingt ein Fastnachtsjubiläum, aber natürlich trotzdem ein Anlass für Senatspräsident Harald Streb, mit seinen Senatoren gebührend zu feiern. Edel und festlich funkelt der Saal, silbern glitzernde Ballon-Monde mit der Jubiläumszahl 50 schweben unter dem Hallendach. Das Dekorationsteam um Renée Steinhaus hat ganze Arbeit geleistet. Und auch alle Besucher, die sich zu den Klängen der Band Kim & Kas im Takt auf dem Parkett bewegen, sind im edlen Zwirn erschienen.

Die begehrten Ballkarten können die Gäste nicht kaufen, ausschließlich die Senatoren laden zu der Veranstaltung ein. „Damit hat der Ball diesen exklusiven Charakter“, betont Streb. Den Lumpenmontag gibt es seit den 20er Jahren in Isenburg, seit den 60er Jahren wird er mit einem großen Umzug gefeiert, erinnert der Präsident an den Ursprung der Initiative der Senatoren. Im Februar 1968 veranstalteten die Unterstützer des Faschings den ersten Ball – damals noch im Grünen Baum. „Bis heute helfen wir, den Wagenbau, die Halle für die Umzugswagen und auch das Prinzenpaar zu finanzieren“, erläutert Streb.

Präsident Harald Streb (rechts) verleiht Landrat und Ex-Bürgermeister Oliver Quilling den silbernen Senatsorden Pro-Meritis für sein Engagement. Auch wenn er inzwischen in Dietzenbach arbeite – als Isenburger unterstütze er die heimische Fastnacht stets nach Kräften.

111 Senatoren sollen es immer mindestens sein – mit der Vereidigung der vier neuen sind es derzeit 112. Wobei das so nicht ganz stimmt: „Ich bin eigentlich schon seit drei Jahren dabei“, verrät Thomas Leber und lacht. Darum ist auf seiner Urkunde auch das Jahr 2015 datiert. „Ich war die beiden vergangen Jahre zum Skifahren. Jetzt passt es ja ganz gut, zum 40. Geburtstag der Huha und dem 50. Ball der Senatoren“, zeigt sich der Leiter des Veranstaltungstempels zufrieden. Für Serpil Sarikaya ist es eine Ehre, Senatorin zu sein. Sie feiere Fasching nicht groß, „aber es ist schön. diese Kultur und Tradition zu unterstützen“. Christel Reinhard-Streel und Ralf Schäfer werden für 22 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet, Hubert Fürst ist seit 33 Jahren dabei. „Wir haben heute mit Ehrenpräsident Willi Guckelsberger, Gerd Vonnegut und Horst Reichel sogar drei Gründungsmitglieder zu Gast“, freut sich Streb, der auch das Isenburger Prinzenpaar begrüßen kann. Die Tollitäten und die Gardemädchen der Schwarzen Elf bringen Faschingsflair auf die Bühne, zudem gibt es eine Lichtshow, futuristische Akrobatik und natürlich wird bis spät in die Nacht getanzt. (col)

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