Jetzt erst recht

FSV-Fastnachter: Freude aufs Sitzungs-Comeback

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Neue Tänze einstudiert haben für die Sitzung am 1. März die FSV-Tanzgruppen (hier das Männerballett).

Münster – Endlich wieder Fastnacht bei der FSV Münster: Nach dem wohl härtesten Jahr für die närrische Abteilung innerhalb der Freien Sportvereinigung feiert sie mit ihrer Sitzung am 1. März ihr Comeback. Von Jens Dörr

2018 hatte die FSV aufgrund eines Streits mit der Gemeinde um die Art der Nutzung der Kulturhalle kurzfristig abgesagt. Umso heißer sind die Karnevalisten der „Freien“ nun auf ihren Auftritt am üblichen Freitag des Fastnachts-Wochenendes. Dann wollen sie ab 19.11 Uhr wieder ein fünfstündiges Programm auf die Bühne bringen. „Bei uns hat sich die Einstellung breit gemacht: Jetzt erst recht!“, sagt Yvonne Wudonig vom Fastnachtsausschuss der FSV. „Denn das Bedauern nicht nur bei unseren Aktiven war im letzten Jahr groß. Auch von außen haben wir viel Zuspruch bekommen – von den Zuschauern, die sich schon Karten gekauft hatten, und von anderen Vereinen, bei denen einige unserer Tanzgruppen auftreten durften.“

Damit haben einige FSV-Aktive das für 2018 Einstudierte trotz des Ausfalls der eigenen Sitzung bereits öffentlich präsentiert. „Deshalb übernehmen wir auch nicht einfach das Programm von 2018 in dieses Jahr“, so Wudonig. Insbesondere die Tanzgruppen haben neue Tänze erarbeitet. Dabei haben inzwischen zwei Nachwuchsgruppen der FSV fusioniert: Die FSV-Kids und die Dancing Divas treten als Einheit auf.

Stichwort Nachwuchs: Mit Leni Ries wird der Münsterer Verein auch wieder einem jungen Talent die Chance in der Bütt geben. Das Risiko ist überschaubar: Leni Ries, die schon 2018 für die große FSV-Bühne geplant war, zeigte im Vorjahr kurzerhand auf der FKK-Fastnacht in der Aula der Pfarrgemeinde St. Michael, dass in ihr der Schalk schlummert. Neben Stammgast und Hochkaräter Andreas Kraus versprechen die „Freien“ eine weitere starke Büttenrednerin von außerhalb, deren Namen aber noch nicht verraten werden soll.

Von außerhalb Münsters kommen auch wieder die Guggemusiker der Hochstädter Lärmbelustigung in die Kulturhalle. Dort werden nach ihrer Jubiläumstour zum Elfjährigen im Vorjahr außerdem die Münsterer Hinnergassebuwe für Stimmung sorgen. Ansonsten kommen jedoch fast alle Spaßmacher und Tänzer aus den Reihen der FSV. Durch die Sitzung führt als Präsident wie gewohnt Kersten Grimm.

Archivbilder

Bilder: Sitzung der FSV Münster

Konflikte in Sachen Bewirtung dürfte es diesmal keine geben. Die Gemeinde lässt dem Verein weitgehend freie Hand, einen neuen Pächter für das Kulturhallen-Bistro gibt es aktuell noch nicht. Für den Service an den Tischen kooperiert die FSV wieder mit der Kellnervereinigung, deren Mitarbeiter sie am Umsatz beteiligt. Für die Stunden nach Sitzungsende plant die Freie Sportvereinigung wieder eine Party mit DJ an der Bar im Kulturhallen-Foyer.

Laut Yvonne Wudonig werden die Eintrittskarten im Vorverkauf bislang „gut nachgefragt“. Dennoch sind Tickets (zum Preis von 14 Euro) an den Vorverkaufsstellen in Münster (Schreibwaren Haus sowie Pokale am Rathaus) erhältlich.

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