„The Royals“ und „Vielflieger“ Ralf

Harmonie Froschhausen: Fastnacht und Feste feiern könne Frösch’

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Den Wilden Westen nach Froschhausen brachten die Cowgirls und Cowboys der Minigarde.

Froschhausen – „Froschhausen feiert Tag und Nacht - egal, was kommt - die Fassenacht!“ Kein Motto passt in diesem Jahr besser zur Fastnacht in Froschhausen, die wohl in die Geschichte eingehen wird.

Alleine deshalb, weil Prinz Markus verletzt mit Krücken auf die Bühne kommt, Prinzessin Laura ihn stützen muss. Der Gaudi im Bürgerhaussaal tat das allerdings keinen Abbruch, und nach der Begrüßungs-Zeremonie konnten beide auf ihrem Thron hinter dem Elferrat Platz nehmen und das Spitzenprogramm verfolgen, das die Verantwortlichen der Harmonie wieder einmal zusammenstellten.

Mit Kinderliedern starteten die „Knackfrösche“ unter der Leitung von Irmela Maurice und betreut von Tanja Rückert und Silke Mahr, gefolgt vom Gardetanz der Minigarde (geleitet von Nicole Niedermeier und Jenny Malsy) und Midigarde (Leitung: Melanie Böres und Nadine Rizzo). Spätestens jetzt freute sich Sitzungspräsident Jürgen Kiehl mit seinen Elfern auf dem neuen LED-Elferrats-Podium über ein aufmerksames Publikum, das im Laufe des Abends noch vielfach aktiv werden sollte.

Doch erst mal das neue Prinzenpaar der Saison willkommen heißen und den Prinzen bedauern, der sich im Skiurlaub beim Rodeln verletzte und direkt von der Operation in die Fastnachtssaison startete.

Trinkgewohnheiten von Prinzessin Laura

Als „Prinzessinnen-Vorkoster“ berichteten Ex-Prinzessin Marlene Holler und Prinzessin-Freund Jonathan Neuß im Weingut „Schädel & Dönfeld“ über die Trinkgewohnheiten von Prinzessin Laura, entschieden sich für den 93er Backesfelder, der nicht nur gesprächsbeschleunigend sein dürfte. Noch schnell der Tipp „Was Du heute kannst entkorken, das verschiebe nicht auf morgen“, und sogleich sorgte das Klaa-Krotzeborjer Korz-Lang-Fett-Quartett mit Frontmann „Geoff“ als Muntermacher für Stimmung im Saal und lockte jetzt schon die Froschhäuser Narren „uff die Stühl“.

Allerhand zu protokollieren gab es für die „Kreiselfrösch“ der Liederfreunde, Johannes Ditzinger und Peter Rennert, obgleich sie die Herren Trump und Putin mit Publikums-Zustimmung ignorierten. Lokale Themen gaben die beiden zum Besten, ob Lortz, Mofaclub oder Kapellenplatz-Kreisel, registrierten einen vollen Erfolg der GfP bei den Hessenwahlen (immerhin schnellte die neue „Glasfaser-Partei“ in wenigen Wochen von null auf 40 Prozent) und verrieten, dass René Rock fast Minister geworden wäre (der Minister „fer de klaane Mann“).

Fußball war Thema, aber auch - man höre und staune, in einer Fastnachtssitzung - Todesanzeigen: „Ist die Faltencreme, die 20 Jahre jünger macht, für 19-jährige Frauen tödlich?“

Prinzengarde mit perfektem Tanz

Eigentlich wollten die „Kreiselfrösch“ auch noch einen Witz über die Bahn machen, (uffbasse!) „aber sie wussten nicht, ob der ankommt“.

Nach dem perfekten Tanz der Prinzengarde, trainiert von Nadine Rizzo, dem Empfang des Liederfreund-Kinderprinzenpaares Elias (Wilhelm) und Lara (Bodensohn) sowie dem Zwiegespräch der Männer-Kenner Kira Baacke und Natascha Ditzinger, zeigte die Minigarde auf eindrucksvolle Weise, dass der wilde, wilde Westen gleich hinner Sellistadt anfängt, in einem kleinen Ort Froschhausen gleich bei der Autobahn. Ein Schautanz vom Feinsten von den Kleinsten als Cowboys und Cowgirls in Quaacktown-City. Leitung, wie kann es anders sein: Nicole Niedermeier und Jenny Malsy.

Plötzlich extreme Jubelstürme im Saal: „Helau, ihr Frösch, jetzt sinn mer do, es Prinzenpaar aus Sellestadt.“ Prinz Alexander und ihre Lieblichkeit Prinzessin Lena machten ihre Aufwartung, danach konnte nur noch trockener, geschliffener Humor mit vielen Gags zwischen den Zeilen die Stimmung noch weiter anheizen und das Zwerchfell der Narren stimulieren: Als „Vielflieger“ berichtete Erstflieger Ralf Knöpp von seiner Reise nach Mallorca, die er sich mit seiner Frau durch einen Lottogewinn leisten konnte, und die Frauen am Tisch, die „auch mal gerne in der Zeitung stehen wollten“, konnten sich nicht mehr halten vor Lachen. Klar bei den Kontakten des „Vielfliegers“ mit dem Chauffeur des Flugzeugs mit der gelben Armbinde mit drei Punkten, dem Steh-Wart oder der Kellnerin. Und selbst beim Trinkspruch wusste Ralf Knöpp noch einen draufzusetzen: „Es gibt Dinge, die man über Wein, aber nicht über Frauen sagen sollte: Es gibt Bessere!“

Galasitzung der Harmonie Froschhausen: Bilder

Schnell noch nach dem Trommel-Intro von Simone Link und Sabine Holler das Männerballett, das als Krieger aus Japan kam, allerdings von „Fröschinne“ trainiert: Marlene Holler und Prinzessin Laura Sticksel.

Pause und danach gleich die etwas andere Fastnachtssitzung, gekonnt dargeboten von den „Harmonisten“ unter der musikalischen Leitung von Johannes Wallbaum, mit „Mister Seligenstadt“ in einer besonderen Bütt’ und drei singend-spielenden „Alatschis“.

Nicht zu toppen, dachten viele, doch es ging weiter mit dem sagenhaften Schautanz der Midigarde „The Royals“, die den Saal rockten, die Masse begeisterte unter der Leitung von Melanie Böres und Nadine Rizzo.

Keine Kosten und Mühen gescheut und die Aktiven des „Schlagerbooms“ vom Heimatbund nach Froschhausen geholt hat die Harmonie mit Maite Kelly (Lisa Buschmann), Roland Kaiser (Wolfgang Hillenbrand) und Helene Fischer (Jenny Malsy) samt Tänzer (Simon Kraus, Thomas und Philipp Reigl) und Kamerafrau Nicole Fecher, moderiert von Florian Silbereisen (Mischa Buschmann). Andrea Wallisch kam als „Außerirdische“ vom All auf die Erde, und Carmen-Eva Schwarz rockte danach mit der Band „Kurt Korfu“ den Saal, bevor Thomas Blumör als Handwerker so einiges aus dem wahren Leben zu berichten wusste und abschließend anmerkte: „Mir brauche net nur Studiengänger, sonst wart ihr all noch viel, viel länger!“ Als „Kosaken“ beschloss die Tanzgruppe „Dance for Harmonie“ (Leitung Jenny Malsy und Viktoria Wagner) eine super Schau, die einmal mehr verdeutlichte, was Schlumber-Prinz Alex sagte: „Fastnacht und Feste feiern könnt ihr Frösch halt!“ (zte)

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