Der einzige Planet mit Bier

Karneval Klubs Disharmonie begeistert mit Witz und Akrobatik

Ein großes Fest der Fastnacht feierten die Zuschauer mit der Disharmonie im ausverkauften Saal der TSV-Halle. FotoS (3): DICKE
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Ein großes Fest der Fastnacht feierten die Zuschauer mit der Disharmonie im ausverkauften Saal der TSV-Halle. 

Auf dem „Highway to Helau“ haben die Aktiven des Karneval Klubs Disharmonie (KKD) mit dem Publikum ausgelassen in der TSV-Halle gefeiert.

Heusenstamm –  So zogen die Sitzungspräsidenten Mechtild Kilian-Schädlich und Dieter Heberer passend zum Motto auf einem Roller in den Saal ein – als Rockerpärchen.

Container statt Schlossmühle zur Kinderbetreuung zählten zu den Themen, die zu Beginn „Protokoller“ Dominik Ohlig aufgriff. Der „Kids Klub“ der Disharmonie tanzte, angeleitet von Nicole Grundel und Timo Hartmann, zu Ohrwürmern („Ich will "nen Cowboy als Mann“) früherer Jahre. Akrobatisches erster Qualität boten anschließend die TSV-Cheerleader „Patriots“, trainiert von Vanessa Zausch-Popp und Steffen Germann.

Als „Aktivist“ Dirk Reiser mit einem „Rettet die Erde“-Schild die Bühne stürmte wurde es wieder politisch. Er kritisierte unter anderem die Klimapolitik der Bundesregierung und machte sich über FDP-Chef Christian Lindner lustig. Seine Forderung: „Heute müssen wir handeln. Die Erde ist der einzige Planet mit Bier.“

In einer Arztpraxis fand sich die neue Gesangsgruppe „Stammspieler“ mit Klaus Endlich, Thomas Hartmann, Ralf Rebel, Alex Schnurr und Thomas Bell wieder. Sie berichteten zum Vergnügen der Gäste von „traumatischen Krankheitserlebnissen“.

Der einzige Planet mit Bier, die Erde, muss gerettet werden, meinte „Aktivist“ Dirk Reiser. FotoS (3): DICKE

Höhepunkt und absoluter Hingucker war einmal mehr die Choreografie der Prinzen, trainiert von Magrit Scheibe. Dazu wurde es im Saal komplett dunkel. Die Prinzen erschienen in beleuchteten LED-Anzügen auf der Bühne und lieferten zu Liedern von Michael Jackson („Beat It“, „Billie Jean“) eine beeindruckende Show ab.

Stimmungsvoll, feucht fröhlich und lustig wurde es mit den vier „Prosecco-Kehlchen“ Heide Schwab, Nicole Grundel, Martina Hartmann-Abbas und Steffi Acri. Mit Adeles „Hello“, aus dem „Helau“ wurde, und „Piccolo Amore“ wurde die Stimmung in der Halle weiter aufgeheizt. Bei Helene Fischers „Herzbeben“ gab es kleine Probleme mit der Technik, welche die Damen jedoch mit viel Witz überbrücken konnten. Insgesamt war der Auftritt ein großer Erfolg.

Rockerpärchen auf dem „Highway to Helau“: Sitzungschefs Dieter Heberer und Mechtild Kilian-Schädlich. FotoS (3): DICKE

Bei den anschließenden „Kurznachrichten aus Heusenstamm“ mimte Ralf Rebel, musikalisch unterstützt von Matthias Wildhirt, den Nachrichtensprecher und nahm die Kommunalpolitik aufs Korn. Das Heusenstammer Schloss gleiche dem Dornröschenschloss mit einem Unterschied: „Die Insassen im Heusenstammer Schloss schlafen immer noch.“

Die Choreografie von „Spring Break“ der „Pink Ladys“ brachte die Menge in der TSV-Halle zum Stehen und Mittanzen. Verantwortlich für den Tanz war Jana Krostewitz.

Bekannte Stimmungslieder gaben „dm“ – Dieter Heberer und Matthias Wildhirt – zum Besten, bevor die Heusendales den Saal mit ihrem Auftritt „rockten“. Heide Schwab und Steffi Acri haben die Choreografie geleitet.

Mit der „Silbernen Flamme“, der deutschlandweit dritthöchsten Auszeichnung für verdiente Karnevalisten, wurden an diesem Abend Mechtild Kilian-Schädlich und KKD-Vorsitzender Matthias Kilian ausgezeichnet.

Zum Schluss der Sitzung spielte die Kneipen-Band des TSV Blasorchesters, die gemeinsam mit allen Aktiven auf die Bühne kamen. Präsidentin Mechtild Kilian-Schädlich bedankte sich bei den Zuschauern, den Aktiven, aber auch bei allen, die fleißig im Hintergrund gearbeitet hatten. Nach dem offiziellen Ende der Sitzung spielte weiterhin die Kneipen-Band, außerdem öffnete die Sektbar ihre Pforten.

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VON TIM VINCENT DICKE

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