Närrische Sitzung der KFD

Heute haben die Frauen das Sagen

+
Temperamentvoll und feurig: Tanz des Elferrats unter dem Motto „Eviva Espana“.  

Seligenstadt - Fantasievolle Tänze, fröhlicher Gesang und unterhaltsame Vorträge prägten das vierstündige Programm der beiden KFD-Frauensitzungen im Riesensaal.

Eröffnet wurde die närrische Show der katholischen Frauen von der Garde V der Seligenstädter Fastnachtsfreunde. Die Kleinsten waren stolz, das erste Mal auf einer großen Bühne zu stehen und einen Orden mit nach Hause nehmen zu dürfen.
„Vorhang auf und Bühne frei, lasst den Elferrat herei’!“ Mit diesen Worten gab die kleine Letizia Winter den Startschuss für den Einzug des Elferrats. Sitzungspräsidentin Traudel Höfling begrüßte gut gelaunt die zahlreichen Gäste und bat direkt danach das Prinzenpaar mit Pagen, Till und Minister bzw. Ministerinnen (die Prinzessinnen aus dem Jahr 2016 und 2017) in den Saal. Prinzessin Tina übernahm Zepter und Mikrofon und bat ihren Prinzen Gerald I., sich hinten anzustellen, immerhin haben „heute hier die Frauen das Sagen“.

Danach begann die kurzweilige und stimmungsvolle Sitzung mit dem Matrosen-Tanz der Spotlights vom Heimatbund. Das Publikum forderte direkt eine Zugabe. „Uffbasse - wenn die Kuh fängt an Flüssiges loszulasse, und schnell begreife, und im Falle eines Falles Augen und Mund zukneife!“ - Witzig und pointenreich erzählte Julia Winkler von ihrer Zeit auf der Alm.

Mama hat immer das letzte Wort: die spanischen Schlumberschwestern Beatriz und Maria.

„Zimterää, die Moritat kimmt!“ Wenn die Moritat angekündigt wird, weiß fast jeder, was kommt: kleine Anekdoten, auf gemalten Bildern dargestellt und musikalisch dargebracht von Anne-Bärbel Hufnagel, Daniela Göbel, Katrin Bauer, Klaudia Schrod und Janina Klein. „Flotte Musik, acht gelenkige Beine, wisst ihr, was jetzt kommt, wisst ihr, was ich meine?“ Ohne Frage eines der vielen Glanzlichter der Sitzung, die vier Solomariechen der Seligenstädter Fastnachtsfreunde, Chayenne Schmidt, Kimberly Hill, Lea Höfling und Ivana Jokic. Sie bezauberten das närrische Publikum und kamen ohne eine Zugabe nicht von der Bühne.

Sehr zur Freude des Publikums erzählten Nina Zöller und Emily Ebert von ihrem ersten Job als Bühnenmädchen auf der KFD-Sitzung. Dazu gehörte auch der Besuch der Elfer-Tanzprobe, über die sich dann kräftig lustig gemacht wurde. „Freut euch, ihr Leut, sie ist wieder da - freut euch auf die Orjelfraa“. Stehender Beifall für Edith Sprey, die als Orjelfraa mit der Geschichte über einen „Fulder“ das Publikum von den Stühlen riss.

Sie ist wieder da: Edith Sprey als Orjelfraa.

Was passiert, wenn das Altersheim Ausgang hat, zeigte die TGM-Tanzgruppe Experiences: Dann wird nämlich zu heißen Hard-Rock-Klängen getanzt. Nach der Pause ging es weiter mit dem traditionellen Tanz des Elferrats, temperamentvoll und feurig unter dem Motto „Eviva Espana“. Trainiert werden „Die Elfer“ von Antje Frenzel. Die zwei spanischen Schlumberschwestern Beatriz und Maria Nunes Espallargas sorgten dann für viel Freude mit ihrem Vortrag über ihre Mama. „Klar ist ohne Frage - Mama hat immer es letzte Wort zu sage!“ Sicherlich hat sich die eine oder andere Mama in dem Vortrag wiedererkannt. Jedenfalls gab es langen Beifall für diese lustige, aber auch nachdenkliche Rede.

Direkt danach folgte ein weiterer Höhepunkt der Frauensitzung, die Garde I der SFF. Die Zugabe, live gesungen von Nadia Rausch und Bernd Büddefeld, war der krönende Abschluss dieses Auftritts. Die Welzemer Moamädcher entführten nach Bella Italia. Spätestens bei „Chianti-Wein“ tobte der Saal, und die Sängerinnen durften ebenfalls nicht ohne Zugabe von der Bühne.

Bilder: Sitzung der kfd-Frauen

Und dann kam es Mariesche – mit Online-Einkaufstipps ihrer besten Freundin Erna. Rakete und nicht enden wollender Applaus. Auch Carola Staab aus Krotzeborsch brachte den Saal zum Toben. Die jungen Damen der TGS-Tanzgruppe Showtime kamen in diesem Jahr aus dem Wilden Westen und zeigten einen temporeichen und bezaubernden Tanz.

Das Finale gestaltete das „Ani(mations)-Team“ des Basilika-Zeltlagers. Bei „Setz die Kapp auf“ kamen alle Aktiven auf die Bühne und sangen und tanzten mit. Traudel Höfling dankte allen Akteuren, Helfern und dem Publikum, bevor mit „Selig sei die Stadt genannt“ eine gelungene Sitzung zu Ende ging. (kd)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare