Närrische Zeit

Bilder: Erfolgreicher Rathaussturm in Jügesheim

Erster Akt der Straßenfastnacht: Nach dem samstäglichen Geläut der Kirchenglocken stürmen die Narren traditionell das Rathaus. Und genauso traditionell wie erfolglos bietet der Magistrat ihnen die Stirn.
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Erster Akt der Straßenfastnacht: Nach dem samstäglichen Geläut der Kirchenglocken stürmen die Narren traditionell das Rathaus. Und genauso traditionell wie erfolglos bietet der Magistrat ihnen die Stirn.
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Erster Akt der Straßenfastnacht: Nach dem samstäglichen Geläut der Kirchenglocken stürmen die Narren traditionell das Rathaus. Und genauso traditionell wie erfolglos bietet der Magistrat ihnen die Stirn.

Jügesheim - Nun ist die Stadtkasse ausnahmsweise mal einigermaßen gefüllt, und schon bringt das Prinzenpaar zum Rathaussturm Geld mit. Eine wahre Narretei? Keineswegs. Prinz Sebastian und Prinzessin Sabrina hatten während der ganzen Kampagne für die vom Gewittersturm „Bernd“ arg gebeutelten Jügesheimer Grünanlagen gesammelt und die Spende am Samstag dem Bürgermeister überreicht. 1 222 Euro kommen der Aktion „Town-Baum“ zugute. Rathausverteidiger Hoffmann will davon eine Prinzenpaar-Allee pflanzen. Zuvor hatte er die Fastnachter eindringlich aufgefordert, sich gegen Terrorismus, Rassismus und Hass zu stellen. 

Die vielen hundert Besucher auf dem Hermann-Sahm-Platz honorierten diesen Appell mit viel Beifall. Und sie zeigten, dass sie trotz allem Entsetzen über den Anschlag von Hanau nicht dem Trübsal verfallen wollen. Die von Prinz Sebastian II. und Prinzessin Sabrina II., dem Jugendprinzenpaar Louis-Poul und Lea-Sophiell und dem scheidenden Sitzungspräsidenten Peter Otto angeführten KSK-Fastnachter bliesen den Stadtoberen gehörig den Marsch. 

Doch wie alle Jahre wieder hielt die papierbezogene Rathaustür dem Sturm nicht stand, der Magistrat kapitulierte, und das Prinzenpaar samt Gefolge übernahm die Macht bis Aschermittwoch. Fürs Warm Up an einem windigen Samstagnachmittag waren einmal mehr Frank Rebel, Andreas Held und ihre „Trottwa-Lersche“ zuständig. Die kümmerten sich auch ums musikalische Cool down, nachdem die Fastnachtsoffiziellen das Bürgermeisterbüro besetzt hatten.

VON MICHAEL LÖW

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