Kaffeefahrt mit vielen Höhepunkten

Närrische Singstunde der Harmonie Hainstadt

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Stilecht: Die Damen der Harmonie Hainstadt ließen die 60er Jahre wieder aufleben.

Hainstadt – Wegen steigender Kosten und stagnierender Beiträge hat sich der Gesangverein Harmonie Hainstadt entschlossen, bei der Närrischen Singstunde auf eine vielversprechende Werbe- und Kaffeefahrt zu setzen.

Der Verein vergab den Auftrag an einen „Sponsor“, das bekannte Unternehmen „Bruch und Dalles“. Die beiden Starverkäufer Gerhard Fertig und Erika Merz, die sich bereits in den vergangenen Jahren als wahre Überredungskünstler bewiesen, gaben bei der Singstunde am Samstagabend in der Sporthalle wieder alles, um den Umsatz zu steigern, moderierten spritzig und humorvoll. Unter dem Motto „Wir verkaufen vom Einkochgrobbe bis zum Federbett - und ihr kauft’s! Ob ihr’s braucht oder net“! überzeugten die beiden Verkäufer alle Probanden.

Selbstverständlich gaben sich auch das Prinzenpaar Roland I. und Sina I. sowie die Kindertollitäten Julian und Mira die Ehre, im Gefolge die Fastnachtsfreunde St. Wendelinus und Vertreter der Sportvereinigung Hainstadt. Die Tanzgruppe „Spirits“ (Choreografie Tanja Winkler und Stefanie Harrer) zauberte eine gelungene Darbietung unter dem Motto „World of magic“ auf die Bühne. Auch der Auftritt der Gruppe „Footloose“ um Trainerin Julia Maikranz wurde mit viel Applaus bedacht. Zurück aus den Galaxien, mit dem richtigen Outfit, stimmungsvoller Musik aus den 60ern und sogar einer Badewanne präsentierte sich die vereinseigene Tanzgruppe unter Leitung von Silke Bartke. Monika Bräutigam erinnerte mit dem Lied „Die Wanne ist voll“ - gefüllt mit Joachim Gensert - an die unvergessene Helga Feddersen.

Wie man ein Bügelbrett zum wichtigen Requisit einer Tanzvorführung machen kann, bewies die Männergruppe unter Leitung von Ellen Mühlhauser. Sein Büttendebüt gab Karlheinz Hock als Projektchorsänger und erzählte Erlebnisse aus dieser Zeit. Im Anschluss gab er mit Christa Fertig ein Ehepaar, das am Frühstückstisch über ihr Klassentreffen vom Vorabend sprach. Erstaunlich, wieviel Eifersucht im fortgeschrittenen Alter noch möglich ist.

Der Frauenchor der Harmonie Hainstadt ging auf Reisen und gelangte bis ins benachbarte Klein-Krotzenburg. Dort gab es auf einem Bauernhof manches zu erleben.

Dass männliche Rentner Stoff genug für einen Vortrag liefern, zeigten Ellen Mühlhauser und Helma Hock, die die Einrichtung einer Männertagesstätte (Mäta) priesen. Das Ehepaar Funk strapazierte einmal mehr die Lachmuskeln des Publikums. Sie als Kirchenmaus, die im Küster einen rettenden Engel fand, und er als Redner, der eigentlich überhaupt nicht wusste, was er sagen sollte, dennoch die richtigen Worte fand. Begeistert war das närrische Volk von Gisela Schwarting, die als 100-Jährige auf die Bühne stürmte. Die Mitglieder des Jungen Chores überraschten mit einer gelungenen Show, in der sie Berufe vorstellten, die größte Achtsamkeit erforderten.

Angekündigt mit einem Gedicht frei nach Heinz Erhardt, das von einer Chorprobe erzählt, betrat die Boygroup des Vereins unter der Leitung von Bertram Funk die närrische Bühne. Eine gemischte Truppe aus dem Männerchor überzeugte mit beachtlicher Stimmgewalt. Schließlich muss einer dafür sorgen, dass „Die närrische Singstund’“ auch gelebt wird!

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Der Frauenchor des Vereins unternahm in diesem Jahr einen Ausflug zu einem Bauernhof nach Krotzeborsch. Gemeinsam mit Volker Kolle, der den Chor leitete, lernten sie viel Vieh und Geräte kennen. Dabei erinnerte auch die „Runkelroiwweroppmaschine“ an den kürzlich verstorbenen Dieter Adam. Resümee der Frauen zum Abschluss des Vortrages: „Alles was wir woll’n auf Erden, wir woll’n keine Gigags werden“. Noch einmal drehten die Starverkäufer Gerhard Fertig und Erika Merz so richtig auf. Kultfiguren wie Anna Krostewitz und Lisbeth Breidenbach waren plötzlich wieder gegenwärtig. (zbo)

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