Zwei Sitzungen Anfang Februar

„Normale Kampagne“ beim FV Eppertshausen

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Auch in diesem Jahr ist die FVCA-Tanzgruppe „Knackfrisch“ gesetzt. Im vergangenen Jahr waren die Tänzerinnen als Piratinnen auf der Bühne im Einsatz.

Eppertshausen - Nach zwei ereignisreichen Jahren hintereinander freut sich die Karnevalsabteilung des FV Eppertshausen nun auf eine „normale Kampagne“. Doch auch in diesem Jahr soll es bei den Sitzungen am 2. und 3. Februar ein paar Besonderheiten geben. Von Jens Dörr 

Im vergangenen Jahr zelebrierte der FVCA Eppertshausen als ziemlich selbstständige Karnevalsabteilung des Fußball-Vereins sein 44-jähriges Bestehen – und wie er Eppertshausens organisierte Narretei feierte. Neben den regelmäßigen Aktivitäten erhielt der FVCA einen Ehrenplatz im Dieburger Fastnachtsumzug und stellte am 11.11. eine fünfstündige „Helau-Nacht“ mit Beiträgen und Aktiven der zurückliegenden viereinhalb Jahrzehnte auf die Beine. „Wir sind alle durch und durch Fastnachter“, sagt Jochen Ries, Elferrats-Ausschuss-Vorsitzender des FVCA. „Eine normale Kampagne kommt uns jetzt aber auch mal gelegen.“

Wurde 2017 verabschiedet und wird in diesem Jahr nicht mehr auf den FVCA-Sitzungen auftreten: Willi Müller, dessen Paraderolle der „Arme Kerl“ war.

Schließlich war nicht nur das vergangene Jahr, sondern auch 2016 außergewöhnlich. Damals wurden die Eppertshäuser „Hessens bester Kappen-Klub“ und präsentierten Auszüge ihres Sitzungsprogramms im Hessenfernsehen. Intensive Zeiten also, die hinter dem FVCA liegen. Doch das bedeutet nicht, dass für die anstehenden Sitzungen am 2. und 3. Februar – stets der Höhepunkt der Kampagne – der Schlendrian einkehren soll. Die Vorbereitungen laufen längst auf Hochtouren, ein großer Teil der Eintrittskarten ist bereits an den Jeck gebracht – und ein paar Besonderheiten wird es in diesem Jahr ebenfalls geben.

Denn gleich zu Beginn der Sitzung werden die Zuschauer in der Bürgerhalle ein anderes Gesicht in der Bütt sehen als in den beiden Vorjahren: Ries kündigt für die anstehenden Sitzungen einen neuen Protokoller an. 2016 hatte Eppertshausens evangelischer Pfarrer Johannes Opfermann die Aufgabe von Hans Müller übernommen, der zuvor viele Jahre lang scharfzüngig wie unterhaltsam lokales und globales Geschehen zusammengefasst hatte. Wer der neue Protokoller sein oder ob es gar ein Comeback von „Bosse-Hans“, der auch auf der „Helau-Nacht“ noch einmal mit begeisternden Zeilen in die Bütt gestiegen war, geben wird, will Ries aktuell noch nicht verraten.

Ebenso geheim bleibt vorerst, wer der absichtlich nebulös angekündigte „Überraschungsgast aus der Frankfurter Fastnacht“ sein wird. Nicht mehr dabei ist diesmal der 2017 ausgeschiedene Redner Willi Müller.

Zum zweiten Mal in zwei Gruppen unterteilen sich wegen des großen Zulaufs die jungen „Funny Dancers“. Generell bleibt der FVCA aber auch nach der Jubiläumskampagne seinem Ansatz treu, die Sitzungen praktisch komplett mit Eigengewächsen zu bestreiten. Was bei sämtlichen Tanzgruppen beginnt, auch auf die Wortvortragenden zutrifft und ebenso auf die vielfältigen Aufgaben hinter den Kulissen.

Dort wird an den zwei Abenden unter anderem das für Umbau und diverse Handreichungen zuständige Bühnenteam ins Schwitzen geraten. Die Sitzungen in knapp einem Monat könnten aber auch für Willi Trux einmal mehr eine große Herausforderung werden: Der Eppertshäuser wollte sich nach dem Jubiläumsjahr eigentlich als Sitzungsregisseur zurückziehen und einen Nachfolger an die Aufgabe heranführen. Ganz so schnell wie es geplant war, lässt sich dies nun offenbar doch nicht realisieren.

Jubiläumssitzung der FVCA in Eppertshausen: Bilder

Sitzungspräsident bleibt Jörg Helfmann, mit dem zehn weitere Männer den Elferrat bilden. „Die Gesichter dort wechseln während eines Abends aber mehrfach“, erläutert Jochen Ries. „Weil einige aus dem Elferrat teils selbst am Programm mitwirken, teilen sich die elf Sitze insgesamt 21 Personen auf.“ So werde die närrische Reihe im Hintergrund durchweg besetzt.

Mit der Zahl der bereits verkauften Tickets ist Ries derweil äußerst zufrieden: „Es läuft super. Für Samstag war der Andrang riesig.“ Die zweite Sitzung am 3. Februar ist inzwischen komplett ausverkauft. Für die Premiere am Freitag, 2. Februar, gibt es hingegen noch rund 150 Tickets, überwiegend der Kategorie B (13 Euro), teils aber auch noch der Kategorie A (16 Euro).

Die Freitagssitzung beginnt um 19.11 Uhr, die Samstagssitzung um 18.33 Uhr. „Zwei Sitzungen sind für uns genug“, verdeutlicht Ries, dass keine Ausweitung geplant ist.

Erhältlich sind die Karten bei der Volksbank Eppertshausen. Welche Plätze noch genau frei sind, verrät ein ständig aktualisierter Plan auf der Internetseite www.fvca-eppertshausen.de.

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