Ende einer 64 Jahre alten Tradition:

Faschingsparty Quartier Latin für dieses Jahr abgesagt

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Symbolbild

Frankfurt - Ende einer 64 Jahre alten Tradition: Das Quartier Latin, die große, immer hoffnungslos ausverkaufte Faschingsparty der Studentenschaft der Goethe-Universität, fällt in diesem Jahr aus.

Wie der Allgemeine Studierenden Ausschuss (AStA) heute bestätigte, sind in erster Linie Sicherheitsbedenken der Grund für den Schritt. Das alte Hörsaalgebäude sei dem enormen Ansturm der Gäste nicht mehr gewachsen und dafür ungeeignet, der AStA und die Universität seien von der Organisation der Veranstaltung völlig überfordert. Der stellvertretende AStA-Vorsitzende Bengican Gülegen bezeichnete das Quartier Latin als „überfüllte, kaum zu bändigende Massenveranstaltung und Massenbespaßung ohne jeglichen kulturellen Anspruch“. Auch äußerte er Kritik an der Art der Verkleidung. Diese sei zum Teil niveaulos und sexistisch gewesen. Zudem sei der Eintrittspreis von 18 Euro beziehungsweise 12 Euro für Studierende zu hoch. Bis zur Faschingssaison im nächsten Jahr will die Universität ein neues Konzept für die Studentenparty vorlegen.

Dann soll eine professionelle Firma die Garderobe abwickeln. Auch will man bei der Veranstaltung, zu der zuletzt über 3000 junge Leute auf den Bockenheimer Campus kamen, den gestiegenen Anforderungen an die Sicherheit mehr Rechnung tragen. Schon bisher begleiteten Polizei, Security-Leute und Sanitäter das Fest. Das „Quartier Latin“ war für den 9. und 10. Februar geplant. (mic)

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