Für Praktikum im Elferrat beworben

Reise in die bunte Welt der kfd-Frauensitzungen

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In farbenfrohen Kostümen nimmt der Elferrat das Publikum mit in die 70er Jahre.

Seligenstadt - „Denkt immer dran, bleibt froh und heiter – mit einem Lächeln geht’s leichter weiter!“ So eröffneten Nina Zöller und Emily Ebert als Clowns die kfd-Sitzungen. Nach dem Einzug des Elferrats begrüßte die gut gelaunte Sitzungspräsidentin Traudel Höfling die Gäste im Riesensaal und versprach eine fröhliche, abwechslungsreiche und kurzweilige Sitzung.

Unter den Klängen des Narrhallamarsches zogen Prinzessin Kathrin und Prinz Robert II. mit Pagen, Till und Minister bei der kfd ein und wurden begeistert empfangen. Nicht nur Prinzessin und Prinz sprachen an das närrische Volk, auch die beiden Pagen Nadja Rausch und Jenny Peikert unterstützten Prinzessin Kathrin mit launigen Worten: „Immerhin sind wir hier ja bei den Frauen.“ Zum Start des Sitzungsprogramms bezauberten die vier Solomariechen der Seligenstädter Fastnachtsfreunde (Chayenne Schmidt, Kimberly Hill, Lea Höfling und Ivana Jokic) das närrische Publikum und kamen ohne eine Zugabe nicht von der Bühne. „Was die Welt nicht braucht ...“ – darüber berichteten Julia Aulbach und Martina Kardas als Fernsehmoderatorin und Putzfrau. Mit ihrem live gesungen Lied zum Abschluss des Vortrags brachten sie die Gäste gänzlich auf ihre Seite.

Als bezaubernde Schlumber-Prinzessinnen in farbenfrohen Kostümen (unter der Leitung von Anna-Lena Stiebitz und Veronika Sommer) tanzten sich die jüngsten Tänzerinnen vom Heimatbund in die Herzen des Publikums. „Geschichten hört ihr aus unserem Städtche – Sache, die nicht stande im Heimatblättche“: Wenn die Moritat angekündigt wird, weiß fast jeder, was kommt. Kleine Anekdoten, auf gemalten Bildern dargestellt und musikalisch dargebracht von Anne-Bärbel Hufnagel, Daniela Göbel, Katrin Bauer, Klaudia Schrod und Janina Wolf. Über das schwere Leben einer Studentin, die eine Praktikumsstelle bei der Sellestädter Fassenacht sucht, erzählte Maria Nunez-Espallargas. Sie bewarb sich direkt auf der Sitzung bei der kfd als Praktikantin im Elferrat.

Themenseite zur diesjährigen Fastnacht

Direkt im Anschluss und zur Überraschung vieler kam Edith Sprey in diesem Jahr als „Orjelfraa“ auf die Bühne. Sie sang das Lied „Ich bin eine alte Orgelfrau“, und bereits nach der ersten Strophe sang das Publikum begeistert mit. Eine Rakete war der verdiente Lohn für diesen lustigen Vortrag. „Gardetanz in Perfektion – was jetzt kommt, das ahnt ihr schon!“ So kündigte Traudel Höfling die Garde 1 der Seligenstädter Fastnachtsfreunde an. Und es war eine Augenweide, was die 20 Tänzerinnen unter der Leitung von Lisa Wellner und Christien Büddefeld auf die Bühne brachten.

Die Sitzungspräsidentin bat, als besondere Überraschung, Christien Büddefeld (Prinzessin 2010) in die Mitte der Bühne. Dazu kamen ihre beiden Pagen Lisa Buschmann (Prinzessin 2015) und Kathrin Kemmerer (Prinzessin 2017). „So was hat es noch nie gegeben im Schlumberland“ – dass zwei Pagen aus einer Kampagne ihrer Prinzessin in das höchste närrische Amt folgen. „Des Trio auf die Bühne zu bringen, ich sag mit Bedacht – das hat noch nicht mal der Heimatbund fertig gebracht.“

Nach der Pause ging es weiter mit dem traditionellen Tanz des Elferrats, in diesem Jahr unter dem Motto 70er Jahre. Das Publikum klatschte begeistert mit, als die 14 Damen unter anderem zu Hits wie „Dancing Queen“ tanzten. Trainiert werden „Die Elfer“ von Antje Frenzel. „Mer muss net alles mache, nur weil’s jeder macht!“ – Unter diesem Motto erzählte Karin Fuchs ihre Erlebnisse beim Nordic Walking. „Ich wusste net, wie mir geschieht, und es war mer net klar – beim Nordig Walke läuft mer quasi mit vier Baa!“ Und wieder wurde eine Rakete gezündet, denn die Karin aus Krotzeborsch brachte den Saal zum Toben.

Archivbilder

KfD-Frauensitzung in Seligenstadt

Fantastisch, spritzig und mit viel Freude setzte die TGS-Tanzgruppe Showtime das Thema „Karneval in Rio“ um. Diese tollen Tänzerinnen werden von Sabine Matuschzyk trainiert. Es folgten die fröhlichen Weingeister vom Main mit bekannten Weinliedern, die das närrische Publikum begeistert mitsang. Die Welzemer Moamädcher, unter der Leitung von Wolfgang Funk am Akkordeon, begeistern seit Jahren und sind mittlerweile fester Bestandteil der Sitzung.

„Ein Mann zu suche ist net schwer – ein Mann zu finne, dagege sehr“, so kündigte Traudel Höfling die nächste Nummer an. Ayse war wieder da, und erzielte für ihre Suche nach einem Ehemann aus dem „Schulumberland“ eine Lachsalve nach der anderen. Standing Ovations für Lena Winter, die erstmals 2014 in dieser Rolle bei den kfd-Frauensitzungen auf der Bühne stand. Die TGM-Showtanzgruppe Experiences entführte das Publikum in die Welt des Zirkus. Ira Wenzel zauberte mit ihren Tänzern eine Geschichte auf die Bühne und leitete damit das Finale ein. Traudel Höfling bedankte sich bei allen Akteuren, den Helfern im Hintergrund und natürlich beim närrischen Publikum, bevor mit „Selig sei die Stadt genannt“ eine gelungene Sitzung zu Ende ging. (kd)

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