Fiesta Mexicana im Sambadrom

Toller Fastnachtsabend der Germania 03 mit Wermutstropfen

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Rock-Pop-Jazz-Chor der Germania 03 mit Roland Wolf (im Vordergrund): „Endlich ist Fassenacht“.

Seligenstadt – Mit rhythmischen Ramba-Samba-Klängen, Gesang und feurigem Showtanz feierte die Germania 03 ihren Fastnachtsabend.

Der Riesensaal verwandelte sich nach Konzept und Regie von Roland Wolf in ein Sambadrom, als die eindrucksvolle „Ramba-Samba“-Bateria der TGS zusammen mit der Showtanzgruppe „Experiences“ den Gästen zum Einzug mächtig einheizte. Trat doch die Gruppe in attraktiven Sambakostümen und stattlichem Federkopfschmuck auf. Dazu zeigten - hoch oben auf der Bühne - vier SFF-Tänzerinnen ihr Können. Dabei entschied sich erst in letzter Minute, ob die Sitzung stattfinden würde. Moderator Sven Garrecht musste kurzfristig absagen, und Regisseur Roland Wolf suchte verzweifelt nach einem Ersatz.

Zum Glück befand sich Bernd Büddefeld vom Heimatbund unter den Gästen und war spontan bereit einzuspringen. So konnte mit dem Song „Endlich ist Fassenacht“ des glänzend aufgelegten und temperamentvollen Rock-Pop-Jazz-Chors der Germania mit seiner Dirigentin Judith Bergmann die Show beginnen. Zuerst erhielt die Tanzgarde der TGS im sehenswerten schwarzen Piraten-Look und dem Tanz „Fluch der Karibik“ viel Applaus, bevor die Prinzengarde des WBB-Balletts, das Seligenstädter Prinzenpaar in den Saal geleitete. Prinz Alexander I. und Prinzessin Lena wurden vom Rock-Pop-Jazz-Chor mit dem Hit „Copacabana“ begrüßt.

Aus Händen des Prinzenpaares nahmen Annette Wallisch für ihre fleißige Vorstandsarbeit und Dirigent Friedhelm Bloos für sein besonderes Engagement den Heimatbundorden entgegen. Ohne ein Spiel zu bewältigen, durften Prinzenpaar und Hofstaat die Bühne nicht verlassen. Sie dekorierten als Team Kreppel und verteilten diese ans närrische Publikum.

Danach begeisterte Jörg (Hubsi) Rieland von den SFF mit dem Vortrag des Schlagerklassikers „Fiesta Mexicana“, ehe Roland Wolf als Geschichtenerzähler dem närrischen Publikum Lachanfälle bescherte.

Als nächster Höhepunkt brachte das Gstanzl-Duo Gerhard Kemmerer und Joe Garrecht mit seinem „Oktoberfest in Rio“ die Stimmung zum Kochen. Ein Wermutstropfen war die Ankündigung Kemmerers, er verabschiede sich nach 50 Jahren aus der Germania-Fastnacht. Unter den Klängen des Liedes „Das gibt es nur in Selistadt“ wurde er mit einem Narhalla-Marsch verabschiedet.

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Die Gruppe „Experiences“ zeigte mit ihrem Tanz „Alegria“ viel Lebensfreude, bevor der „Kleine Chor“ der Germania mit dem Lied „La Bamba“ begeisterte. Wie es einem bayerischen Bergbauern (Peter Knapp) nur gelingen konnte, die Bühne zu erstürmen, sorgte für Erstaunen und Gelächter. Nach dem ebenfalls überaus gelungenen Auftritt von Ali Peitz als Urlauber beeindruckte die SFF-Showtanzgruppe mit einem fantasievollen Zirkus. Auf der Bühne hatten sich inzwischen die Straßenmusikanten „Los Schmarotzos“ eingefunden. Es war begeisternd und lustig zugleich, über welche aktuellen Themen wie Straßensperrungen und Parkplatzsorgen selbst Südamerikaner informiert waren und ihre Lieder darüber zum Besten gaben.

Die Fastnachtssänger der Germania verabschiedenden sich mit einem lachenden und weinenden Auge, da ihr Dirigent, Arrangeur und Ratgeber Friedhelm Bloos zum letzten Mal mit auf der Bühne stand. Mit dem farbenfrohen Papageientanz des Germania-Männerballetts, das zum Finale vom Prinzenpaar der Zellhäuser Fastnacht, Tobias I. und Lisa II., besucht wurde, endete ein abwechslungsreicher, unterhaltsamer Fastnachtsabend.

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