Ein letztes Bad in der Menge

Beim Sprendlinger Umzug werden die Narren von der Sonne verwöhnt

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Die Wilden Wachteln boten zuckersüße Aussichten: Die Frauen liefen als Candy Canes durch die Sprendlinger Straßen.

„Unglaublich, das ist ja Götzenhainer Wetter zum Sprendlinger Umzug“ – merkt Bianca Göckes von der SG Götzenhain augenzwinkernd an. 

Sprendlingen – Die Gardemädchen der SGG freuen sich ebenso wie die Bimmbären, die Bremser oder der Sprendlinger Karnevalverein (SKV) über den überraschend blauen Himmel und den Sonnenschein zum finalen Umzug der Kampagne.

Mit 30 Nummern ist der Lindwurm gut besetzt, alle Dreieicher Faschingsgruppen geben noch mal richtig Gas mit Stimmung und Bonbons. Prinz Björn I. und Prinzessin Astrid I. genießen ein letztes Bad in der Menge: „Wir blicken auf eine tolle Kampagne mit ganz viel positiver Resonanz“, sagt die Prinzessin mit leicht rauer Stimme. Prinz Björn nickt: „Wir hatten ganz viel Spaß und werden das nie vergessen!“

Bester Laune: Die Neu-Isenburger Watze verbreiteten auf den gut besuchten Straßen gute Stimmung.

Unterstützt werden die Dreieicher Karnevalvereine beim Zug durch die Innenstadt unter anderem von Gästen aus Neu-Isenburg. Dazu zählen Watz, Oberlump und das Prinzenpaar Hans-Joachim II. und Beate I.. Spirit of Music aus Urberach hat sich dem Zug angeschlossen und auch ein paar tolle Gruppen aus Sprendlingen sind dabei: Darunter die Kerbmänner von 2017, angeführt von Kerbvadder Thomas Frosch, die mit reichlich dunkelblauen Gesichtern durch den Ort marschieren. Eine ganz große Gruppe mit Erzieherinnen, Eltern und Kindern stellt die Kita Schulstraße/Krippe Heckenborn. Unter dem Motto „Superhelden“ nutzen sie den fröhlichen Umzug gleich für zwei Botschaften: Den Kindern gehört die Zukunft und Erzieher sind Superhelden ohne Umhang. Sie bieten ein schönes Bild und der Auftritt ist auch als Werbung für den Erzieher-Job gedacht.

Doppelte Botschaft: Kinder, Eltern und Erzieherinnen machten Werbung für den Erzieher-Beruf und betonten, dass den Jüngsten die Zukunft gehört. 

Für Angi Laudert, Pressesprecherin des SKV, ist an diesem Nachmittag die Sicherheit besonders wichtig. „Ich finde es richtig, dass der Umzug startet. Denn unter diesem wirklich schlimmen Vorfall in Volkmarsen dürfen hier nicht alle leiden. Aber ein bisschen Unbehagen läuft heute mit“, gibt die Sprendlingerin zu.

Die Polizei hat die Einsatzkräfte erhöht, der Dienstleistungsbetrieb Dreieich/Neu-Isenburg kontrolliert die Zufahrten noch besser und auch das Rote Kreuz und die Feuerwehr sind mit mehreren Einsatzwagen in den Sprendlinger Straßen präsent. Nach dem stimmungsvollen Umzug, der seinen Höhepunkt an der Gabelung Frankfurter Straße/Offenbacher Straße hat, feiern die Faschingsvereine zum Abschluss noch den gemeinsamen Kehraus in Götzenhain.

VON NICOLE JOST

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