Kein Ende auf dem Kirchplatz

Strecke für den Fastnachtszug gekürzt

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Völlig verregnet und kalt war es am Fastnachtsdienstag vor einem Jahr. Dennoch waren viele Zuschauer zum Narrenumzug erschienen. Allerdings: Das sich normalerweise anschließende Straßenfest ist damals buchstäblich ins Wasser gefallen. Etwa eine Stunde nach dem Zugende waren die Straßen fast leer.

Heusenstamm - Der Fastnachtszug durch Heusenstamm findet statt, lautet die gute Nachricht für alle Narren der Schlossstadt. Die Strecke wird kürzer und das Ende wird nicht mehr auf dem Kirchplatz gefeiert, heißt die schlechte Nachricht. Von Claudia Bechthold 

Vor einigen Wochen war es nicht sicher, ob der närrische Umzug am Fastnachtsdienstag überhaupt zustande kommen würde. Zu wenige Gruppen und Vereine hatten sich dafür angemeldet. Doch nach mehreren Aufrufen liegen inzwischen genug Meldungen vor. Mit voraussichtlich 20 Nummern werden Heusenstamms Narren am Dienstag, 28. Februar, von 14.11 Uhr an durch den Alten Ort und den Neuen Alten Ort ziehen. Das hat die Stadtverwaltung jetzt bekannt gegeben. Allerdings gibt es zwei entscheidende Veränderungen: Der Umzug wird nicht wie bisher auf dem Kirchplatz enden. Und auch der Zugweg wird verkürzt. Gestartet wird weiterhin am Schloss. Durch die Schlossstraße und die Bürgermeister-Kämmerer-Straße geht es zunächst gen Süden.

An der Paulstraße biegen die Gruppen, Wagen und Musiker dann wie gehabt nach rechts ab. Von da geht es dann aber weiter nach rechts in die Feldstraße und über die Ludwig- und Eisenbahn- in die Frankfurter Straße. In Höhe der Adalbert-Stifter-Schule und Patershäuser Straße endet der närrische Lindwurm schließlich. Dort - und nicht mehr am Torbau und auf dem Kirchplatz - soll bei Musik und Verpflegung gefeiert werden. Auch die Prämierung der drei schönsten Zugnummern wird dort vorgenommen. Für die Musik sorgt die Metzgerei Ott. „Mit dieser Verlagerung starten wir den Versuch, die Närrinnen und Narren im genannten Bereich der Frankfurter Straße zu bündeln und so noch mehr Partylaune zu erzielen“, erläutert Karl-Heinz Kühnle, Fachdienstleiter Sport und Kultur im Rathaus. Der neue Zugweg sei mit Ewald Schreiner, einem der Initiatoren des Umzugs, und Heinz Hoos von den Funkenkanönschern besprochen, betont Kühnle zudem.

Der neue Weg für den Fastnachtszug: Vom Schloss bis zur Paulstraße, dann über Feld-, Ludwig- und Eisenbahnstraße bis zur Frankfurter, Höhe Patershäuser Straße.

Hauptgrund für die Verlagerung des Straßenfestes ist die Tatsache, dass sich der Gewerbeverein aus dem Engagement für die Fastnacht zurückgezogen hat. Bisher hatte die Werbegemeinschaft Frankfurter Straße einen Discjockey engagiert und dafür am Torbau einen Stand aufgebaut. Doch die Werbegemeinschaft hat mittlerweile mit dem Gewerbeverein fusioniert. Und dieser macht nichts mehr. „Wir konzentrieren uns auf unser Kerngeschäft, die Firmen in unserer Stadt zu fördern“, sagt der Vereinsvorsitzende Jochen Friedrich auf Anfrage. Im vergangenen Jahr habe der Verein die Aufgabe noch von der Werbegemeinschaft übernommen. Doch da habe man, wohl auch wegen des schlechten Wetters, rote Zahlen geschrieben, berichtet er. 2016 hatte es während des Umzugs heftig geregnet. Das sich an den Zug anschließende Straßenfest war schon nach kurzer Zeit beendet.

Archivbilder

Bilder: Umzug in Heusenstamm

„Danach haben wir überlegt, was das Fest mit unseren Aufgaben zu tun hat“, erläutert Friedrich. Man habe auch einen anderen Verein vorgeschlagen, der das Engagement der Werbegemeinschaft übernehmen sollte. Aber dieser habe sich nicht mit der Stadt einigen können. Daher sei schon im vergangenen Jahr die Absage beschlossen und der Stadt mitgeteilt worden.

Fußgruppen oder Kapellen (in Ausnahmefällen auch Motivwagen mit TÜV-Genehmigung), die bisher nicht angemeldet sind, aber gerne mitlaufen würden, können sich beim städtischen Fachdienst Sport und Kultur im Rathaus, Heike Gutjahr, 06104/607-1124, Fax 06104/607-1662, heike.gutjahr@heusenstamm.de, noch anmelden.

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