Kolpingfamilie und Chöre feiern bis in den frühen Morgen

49. Settchesball sorgt für Ekstase

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Die Settchen verarbeiteten in ihrem Showtanz das Motto des Abends: „Die Settchenwelt im Zirkuszelt“.

Eppertshausen - Der 49. Settchesball der Kolpingfamilie Eppertshausen sowie der Eppertshäuser Chöre St. Valentin und St. Sebastian hat am Sonntagabend unter dem Motto „Die Settchenwelt im Zirkuszelt“ die Massen in die Bürgerhalle gelockt. Von Jens Dörr 

Mit 700 Besuchern blieb deren Zahl zwar leicht hinter der des Vorjahres zurück; die gelöste, friedliche Stimmung und die Ausdauer vieler Fastnachter machten dies aber mehr als wett.

Schon um halb zehn führte Georg Becker alias Jerome van Baker, Frontmann von Van Baker & Band, die erste Polonaise durch den Saal an.

Wer am Morgen danach Bürgerhalle oder Vorplatz betrat, entdeckte kaum noch Spuren der großen Sause: Zwar hatten die Narren bis halb vier in der Früh gefeiert, doch gegen halb neun war der große Saal schon wieder besenrein. Obwohl dem ein oder anderen Helfer nach mehr als sieben Stunden des bunten Balltreibens sicherlich so langsam die Füße wehtaten, machte das Veranstaltertrio mit seinen Kräften noch in der Nacht klar Schiff. „Eine Handvoll Leute kam extra zum Aufräumen und Abbauen um vier Uhr morgens zu uns in die Halle“, freute sich gestern Mittag Marcus Schledt, der Vorsitzende der Kolpingfamilie.

Der hatte am Vorabend wie hunderte andere eine herzlich-närrische Atmosphäre bei Schlager- und Partymusik aufgesogen. „Von der Stimmung her war es super“, meinte Schledt und bezog das einerseits auf die gemeinsame Fete ohne größere Komplikationen mit zu extremen Alkoholkonsum oder gar Aggressivität in oder vor der Halle. Derlei spielte auf dem Settchesball keine Rolle. Andererseits durften sich Schledt und auch die Vertreter der zwei Chöre, die die Einnahmen des Balls unter sich dritteln, mit zunehmender Dauer des Abends auch hinsichtlich der verkauften Eintrittskarten entspannen. 500 Tickets waren vorab unter die Narrenschar gebracht worden, wobei man eine etwas höhere Zahl erhofft hatte. Da am Abend selbst aber noch relativ viele Besucher auch zu späterer Stunde hinzukamen, war der Zuspruch aus Schledts Sicht mit rund 700 Feierfreudigen letztlich in Ordnung.

Ob der Altersschnitt der Gäste wieder etwas unter dem des Vorjahres lag, als es den Machern durch eine leichte Modifizierung des Konzepts gelungen war, gegenüber den Vorjahren eine bessere Durchmischung der Generationen zu schaffen, ließ sich objektiv kaum beurteilen. Offensichtlich war lediglich, dass Teens und Twens den Settchesball quantitativ deutlich dominierten.

Mit verschiedenen Bändchen und strengen Kontrollen am Eingang unterteilten die Macher die Gäste aufs Neue in die Gruppen der 14- und 15-Jährigen (kein Alkoholausschank an diese Gruppe, für die um Mitternacht Schluss war), der 16- und 17-Jährigen (nur Bier und Sekt, Open End) sowie der Volljährigen. Auch diese klaren Spielregeln nutzten dem harmonischen Beisammensein.

Musikalisch heizten wie schon im Vorjahr die Schlager- und Partygruppe Van Baker & Band ein, die sich wie angekündigt mit einer Sängerin verstärkt hatten. Bereits um halb zehn führte Frontmann Georg Becker alias Jerome van Baker die erste Polonaise durch den Saal. Nach Mitternacht legte Philipp Binöder alias DJ Vim auf.

Dazwischen sorgten die Settchen für Ekstase: Schon bei den ersten Hüftschwüngen gerieten die Zuschauer völlig aus dem Häuschen, feuerten die Tänzerinnen und ihre persönlichen Favoritinnen lautstark an. Das genossen die meist um die 20 Jahre alten Frauen sichtlich, und auch Trainerin Esther Kraus (die selbst mitgetanzt hatte) durfte in doppelter Hinsicht durchschnaufen. Die Settchen hatten in ihrem Showtanz das Motto des Abends mit clownesken Outfits und einer Einlage mit bunten Schirmen sehenswert berücksichtigt und durften sich auf der Bühne vor einem schunkelnden Saal zu „ihrem“ Settchen-Lied noch einmal richtig feiern lassen.

Bilder vom 49. Settchesball in Eppertshausen

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