Kostümsitzung des Sickenhöfer Karnevalvereins

Viele Narreteien und eine Schildbürger-Anmutung

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Das närrische Publikum fühlte sich bestens unterhalten und trug zur Unterhaltung bei.

Sickenhofen – Um Schlag 19. 11 Uhr ertönt in der Friedel-Wiesinger-Halle der Narhallamarsch und der Elferrat marschiert, begleitet von der Kapelle „Sunshine-Duo“ und der Garde, auf die Bühne des bunt geschmückten Saals. Von Walter Kutscher 

Sitzungspräsident Achim Frankenberger begrüßt in der ausverkauften Halle das närrische Volk. In seinem Vortrag im Stile eines Protokollers berichtet er über lokale und weltliche Ereignisse. Danach ging es Schlag auf Schlag weiter. Der Gardetanz riss mit schmissigen Rhythmen das närrische Volk von den Sitzen. Dann kamen auch schon Fastnachtsregenten aus Babenhausen. Prinzessin Marie I. und Prinz Christoph I. erschienen in Begleitung der Prinzengarde und des CVB Vorsitzenden Klaus Fengel in die Friedel-Wiesinger-Halle und wünschten lustige Unterhaltung und amüsante Stunden.

Die mittlere Garde des Sickenhöfer Karnevalvereins erntete tosenden Applaus für ihre Pa-rodie auf „007 – James Bond“.

Wer glaubte, einmal durchschnaufen zu können, irrte, denn Petra Giesel alias Hiltrud Hufnagel aus Hanau entzückte mit ihren irrwitzigen Ausführungen zu Horrorgeschichten und den Folgen von Flatulenzen das Publikum. Danach kam die kleine Garde zum Zug und nahm die Zuschauer mit auf eine Reise in die 1950’er Jahre. Mit Rock’n’Roll und passendem Outfit wirbelten die sechs Mädels über die Bühne. In die Bütt stiegen dann Mechthild und Annemarie aus Münster, die im Zwiegespräch über die Dinge des Alltags sinnierten.

Gardetänze sind der Höhepunkt der Sickenhöfer Fastnacht. Sie wechselten sich mit Büttenreden ab, wobei das närrische Volk sich besonders freute, wenn die Garden des SKV 1978 – und hier insbesondere die Kinder und Jugendlichen – auf die Bühne kamen und ihre lange einstudierten Tänze und Darbietungen gekonnt präsentierten. So stand dann die mittlere Garde auf der Bühne und führte die Zuschauer mit einem Medley in das Reich von James Bond.

Zwei vollschlanke Stewardessen von „Jumbo-Airlines“ (Hannelore Heid und Jasmin Klein) aus Sickenhofen berichteten dann über Probleme, die in engen Flugzeugsitzen und schmalen Toilettentüren auftreten können. Danach krachte es richtig in der ganzen Halle: 30 Musiker der Offenbacher Stadtgarde boten mit Pauken und Trompeten Guggemusik vom Feinsten. Zu bekannten Melodien kochte die Stimmung im Saal. Zum Abschluss der ersten Hälfte wirbelte Tanzmariechen Talea Hautmann über die Bühne und verbog ihre Gliedmaßen grad so wie ein Gummimensch.

Die Fastnachter durften sich dann für die zweite Hälfte des Abends stärken. Das Küchenteam vom SKV um Koch Ernst Mosen servierte allerlei Schmackhaftes: Vom Lachsbrötchen und Käsewürfel bis zu Pizzabrötchen und Laugenbrezel war für jeden Geschmack etwas dabei.

Fast wie in Schilda mutete es an, dass während der Renovierungsarbeiten in der Halle eine Zugangstür zwischen Bühne und dem Nebenraum, wo sich die Akteure vorbereiten, zugemauert wurde. Der noch bleibende Zugang mündete direkt an der Sitzreihe des Elferrates. Doch die Handwerker des SKV bastelten kurzerhand ein Türchen in die Dekoration und lösten damit das Problem.

Bilder: Sitzung des SKV in Sickenhofen

Nach der Pause stand Nachwuchstalent Colin Murmann aus Eppertshausen in der Bütt und erntete mit seinem Auftritt als Messdiener großen Beifall. Weiter ging es mit der Starlettes, die unter dem Motto „Espania Olé“ südländische Rhythmen präsentierten und bei der Zugabe mit dem Klassiker „Macarena“ die Leute von den Sitzen riss.

Es folgte die Musikgruppe „Dentalos“ aus Griesheim, die mit ihren Songs die Stimmung weiter aufheizte. Beim Männerballett jagte die Polizei eine Bande von Panzerknackern und ohne Zugabe kamen die gestandenen Mannsbilder nicht von der Bühne.

Die Münsterer „Hinnergassebuwe“ ließen es mit ihrer Musik noch mal richtig krachen, ehe die große Garde traditionell den Abschluss des Programms bildete. Beim Finale bevölkerten noch mal alle Teilnehmer die Bühne und unzählige bunte Luftballons schwebten von der Decke in den Saal.

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