Klatschtanten, Klostersänger und die letzten Mohikaner

Welzem wie es singt und lacht - Vier Stunden Germania-Fassenacht

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Die „Gemischte Gutzjer“ präsentierten Klostergesänge und ein Potpourri aus „Sister Act“.

Klein-Welzheim - Unter dem Motto „Welzem wie es singt lacht, auf geht’s zur Fassenacht“ standen bei der großen Wiesegiggl-Gala der Sängervereinigung Germania vier Stunden bester Unterhaltung auf dem Programm. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Unter der Leitung des bewährten Sitzungspräsidenten Markus Albert ging bei der Sängervereinigung Germania Klein-Welzheim eine fast vierstündige Narrenshow über die Bühne. Ob Tänze, Büttenreden oder Gesangsbeiträge - das Publikum hatte Riesenspaß und feierte ausgelassen im „Auditorium Welzheimium“. Unter tosendem Beifall und einem dreifachen „Welzem, Germania, Helau“ begrüßte das Narrenvolk sein neues Dreigestirn, angeführt vom ehrwürdigen „Ritter von der Wasserborsch“ (Manfred I. Como) und umringt von seinen beiden Liebligkeiten, der holden „Bäuerin Welzheimia“ (Erika I. Winter) und dem entzückenden „Jungfräulein Germania“ (Lena I. Emge).

Nach einer kurzen Ansprache der Tollitäten hieß es „Bühne frei“ für die Tanzgruppe 2 der TuS. Unbeschwert fegten die kleinen Tänzerinnen als Trolle über die Bühne, alles hervorragend einstudiert von Jaqueline May. In archaischen Kriegerinnenkostümen gab die Tanzgruppe „Diamonds“ aus Klein-Krotzenburg ihr Debüt im Welzheimer Bürgerhaus. Ein Augenschmaus, was das toll kostümierte Ensemble (Trainerin ist Sabrina Salg) vorführte.

Begeisterten das Publikum: die Trolle der TuS-Tanzgruppe 2.

Sie darf bei der Germania nicht fehlen: Gerda Müller. Dieses Mal in Begleitung von fünf Jungs (Fabiano Grimm, Nicolai Klein, Joshua May, Peter Oftring und Jona Stegmann) auf der Bühne, brachte sie die Stimmung, musikalisch begleitet von Wolfgang Funk, mit Fastnachtslieder zum Kochen. Zu einem Ausflug ins All nahmen die Tänzerinnen der „Girlies“ von den Fastnachtsfreunden St. Wendelinus aus Hainstadt das Publikum mit. Als „Chef der Familie stellte sich der Vorsitzende Peter Stegmann vor. Dass er da die Rechnung ohne seine Frau und Kinder gemacht hat, stellten die Zuhörer im Laufe seines Vortrages fest. Sein Debüt gab das Männerquartett „Crystals“ aus Klein-Krotzenburg mit einem bayrischen Burschentanz. „Bella Italia“ - unter diesem Motto animierten die Welzemer-Moamädcher mit Wolfgang Funk am Schifferklavier zum Schunkeln und Mitsingen. In Hochform präsentierte sich das Kalauer-Duo Stefan Stegmann/Karli Müller, die als Urlauber die ersten „Ui-jui-jui-au-au-au“-Gesänge ernteten.

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Zehn Mädchen der Tanzgruppe TuS1 wirbelten nun über die Bühne - seit Jahren das Aushängeschild der TuS boten sie, einstudiert von Jaqueline May, als Cheerleader einen Showtanz und viel Unterhaltung. Neuigkeiten vom Verein? Da gab es viel zu berichten von Christa Kuhn und Sigrid Weigold im tollen Zwiegespräch zweier Klatschtanten. Mit Klostergesängen, einem Potpourri aus Sister Act und Stimmungsliedern wussten neun Sängerinnen und Sänger der „Gemischte Gutzjer“ zu überzeugen. Höhepunkt des Abends war Fassnachts-Urgestein Stefan Stegmann, der mit seinen Erfahrungen als „Nachtwächter“ so manche Intrige, Lüge und Klüngelei aufdeckte und die Lachmuskel in Wallung brachte. Den Schlusspunkt setzten das TGS-Männerballett als „letzte Mohikaner“ im Wild-West Look unter den wachsamen Augen von Sabine Ehmig. Das Finale endete mit der Nationalhymne: „Welzem bleibt Welzem, und da gehörn mer hie, mir sin und bleibe Welzemer und Schlumber wern mer nie“. (zbo)

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