kfd-Frauen warten mit vielen närrischen Ideen auf

Wenn Staanem den Knerrn die Zähne zeigt

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Hatte einen viel umjubelten Auftritt als Schrottauto-Besitzer: Pfarrer Lukasz Szafera.

Steinheim - „Willste in Staanem was kaufe, musste bis zum Rondo laufe“, reimten Goethe und Schiller alias Maria Illert und Christa Grünbecken. Auch die großen Dichter schauten am Montagabend beim Närrischen Kreppelkaffee der kfd-Frauen der Pfarrei St.

Johann Baptist im Kardinal-Volk-Haus vorbei. Die Dichter erklärten, es tue „lang schon weh, wenn ich durch die Staanemer Vorstadt geh“. Sie vermissen das Café Heimer, die „Tuch-Julle“, Metzgerei und Gastwirtschaften, aber vor allem die Parkplätze, erinnern sich Goethe und Schiller bei ihrem Steinheim-Neuzeit-Besuch noch gern an die „gute alte Vorstadt-Herrlichkeit“.
Mehr als 100 bunt kostümierte Damen genossen die kfd-Frauenfastnacht, die seit mehr als 80 Jahren mit einfallsreichen Gesangsauftritten und fastnachtlichen Spitzfindigkeiten für Hochstimmung sorgt. Für das weibliche Narrenherz hatte sich die Damenriege der Pfarrei St. Johann Baptist einen tollen Mix an Vorträgen ausgedacht, angereichert mit reichlich Lokalkolorit.

Rita Blümel überreichte den Akteuren die Kfd-Fastnachtsorden und führte wortgewandt durch die Fastnachtsschau, bei der auch ein Auftritt von Pfarrer Lukasz Szafera nicht fehlen durfte. „Aber bitte mit Weihrauch“, schmetterte der Kfd-Vorstand zu einem Udo Jürgens-Hit („Aber bitte mit Sahne“) und ritt in Messdiener-Gewändern Attacken aufs Zwerchfell.

Lieferten einen der Höhepunkte der kfd-Frauenfastnacht im Kardinal-Volk-Haus: Maria Illert und Christa Grünbecken als Goethe und Schiller.  

Viel Applaus und Lob gab es auch für Martina Kress und Katrin Vogt, die bei ihrer Premiere als Stadtführerinnen dolmetschend Steinheim unter die Lupe nahmen. Denn in Steinheim, wo die Äppelwoistreet beginnt, verschwinden die Butcher (Metzgereien). Und während der Einzelhandel seit Jahrzehnte zurückgeht, nimmt die Zahl der Zahnärzte zu, hat das Duo analysiert. „Und das ist gut, denn damit kann Staanem den Knerrn aus Klanaam so richtig die Zähne zeigen“. Und: PGR, so die beiden Stadtführerinnen, stehe nicht für Pfarrgemeinderat, sondern sei die Abkürzung für „Pastorales Gourmet Restaurant“. Wer’s nicht wusste, der weiß es jetzt...

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Zum weiteren Anstieg des Stimmungspegels trug auch Pfarrer Lukasz Szafera bei, der einfallsreich und mit geschliffenem Vers sein altes Auto verschrotten möchte, aber auch den Segen für eine neue TÜV-Plakette erbittet.

Unter der vortragenden Damenschar war mit Waltraud Reiter, geborene Merget, extra für ihren „Clementine-Vortrag“ auch eine in der Holledau verheiratete Steinheimerin aus dem tiefsten Bayern angereist.

Die zur Frauenfastnachts-Schau einzig zugelassenen männlichen Vertreter waren heuer außer Pfarrer Lukas Szafera, nur „Sträfling“ Sven (Technik) und Dietmar Herrmann, der immer wieder mit seinem Akkordeon zum Schunkeln einlud. (hoh)

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