Apotheker wollen Geld für Service

Kommentar: Risiken und Nebenwirkungen

Von Peter Schulte-Holtey Fachkundiger Extra-Rat in der Apotheke - für den müssen Patienten vielleicht bald eine Gebühr zahlen. Wenn es nach dem Apothekerverband geht, sollen bestimmte Intensiv-Beratungen kostenpflichtig werden.

Auf den ersten Blick hört sich dies nach einem interessanten Projekt an. Die Apotheker wollen sich ja zusammen mit dem behandelnden Arzt mehr um Patienten kümmern, mit Rat und Tat zur Seite stehen. In Zeiten, in denen Mediziner immer weniger Zeit für ihre „Kunden“ haben, könnte dies tatsächlich ein plausibler Schritt sein.

Doch Vorsicht, ! Der Plan birgt jede Menge Fallen für Versicherte. So könnte bei einem derartigen neuen Erlösmodell unter anderem die Qualität des Gratis-Informationsgesprächs in der Apotheke leiden.

Mit anderen Worten: Mit einem solch unausgegorenem Konzept werden Patienten erneut enorm verunsichert. Sie bekommen den Eindruck, dass es lediglich um ein neues Abkassiermodell in der Gesundheitsbranche geht.

Fest steht: Apotheken sind gesetzlich verpflichtet, zu beraten. Diese Beratung nun ausgerechnet bei älteren Kranken, die in intensiver ärztlicher Behandlung sind, kostenpflichtig anzubieten, ist eine erstaunlich schlechte Idee.

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