Babys und Kinder vor klirrender Kälte schützen

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Prof. Dr. Nader Godjani

Frische Luft ins gesund, doch die derzeit anhaltende klirrende Kälte kann sich bei Kindern und vor allem Säuglingen auch negativ auf die Gesundheit auswirken. Daher sollten Eltern unbedingt auf ausreichenden Wärmeschutz achten, so Prof. Dr. Nader Gordjani vom Klinikum Offenbach.

"Es ist momentan dermassen kalt bei uns, dass sich Babys im Kinderwagen oder in Babyschalen sehr schnell unterkühlen ", warnt Prof. Dr.  Gordjani, Chefarzt der Kinderklinik am Klinikum Offenbach. "Daher sollten Säuglinge momentan immer gut geschützt  am Körper getragen werden, wenn  es nach draussen geht. Körperwärme ist der beste Schutz.” Und der Experte empfiehlt weiter: "Säuglinge verlieren sehr viel Wärme über den Kopf, der im Verhältnis zu Erwachsenenproportionen überdimensioniert ist. Daher sollte auf eine warme Mütze ebenso geachtet werden wie auf die Extremitäten, die oft weniger geschützt sind als der Stamm. Unruhe und weinen können auf Schmerzen von Händchen und Füsschen hinweisen. Einen guten Schutz bieten auch für die Kinderwagen Lammfellunterlagen oder LF-Säcke."

Nicht ohne Mütze, Schal und Handschuhe

Generell sollten Eltern darauf achten, dass ihre Kinder nur gut geschützt das Haus verlassen. Eine warme Mütze, Handschuhe und Schal gehören jetzt unbedingt dazu. "Zwiebellook ist jetzt die beste Devise", so Prof. Gordjani. "Mehrere dünne Schichten übereinander wärmen optimal, wobei die äußerste Schicht winddicht sein sollte."

Was tun bei Unterkühlung?

Zittern, Blässe und bläuliche Lippen können erste Anzeichen einer Unterkühlung sein. "Gegen Unterkühlung helfen warme Decken Getränke, am besten mit etwas Zucker", empfiehlt Prof. Gordjani. " Und dann bei Zimmertemperatur langsam aufwärmen lassen."

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