Essstörungen: Frauen häufiger betroffen als Männer

Ob Bulimie, 'Fressattacken' oder Anorexia Nervosa - Frauen sind fünfmal häufiger betroffen von Essstörungen als Männer. Das belegte eine Studie der Universität Leipzig.

Zudem zeigte die Untersuchung von Studienleiterin Professor Anja Hilbert, die am Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) AdipositasErkrankungen in Leipzig Essstörungen erforscht, dass bei fettleibigen Frauen und Männern viel häufiger Essstörungen vorliegen als bei normalgewichtigen. Übergewicht und Fettleibigkeit entwickeln sich demzufolge offenbar viel stärker, wenn  Störungen im Essverhalten vorliegen. Sie gehen u.a. mit wiederkehrenden Essanfällen, ständigem nächtlichem Essen und oft auch einem sehr negativen Körperbild einher, so Professor Hilbert.  Zu viel Essen und zu wenig Bewegung sind folglich nicht immer die alleinigen Ursachen von Übergewicht. Daher sollte immer auch geklärt werden, ob eine Essstörung vorliegt, die zusätzlich psychotherapeutisch behandelt werden muss.

Junge Frauen besonders betroffen

Wie die Studie zeigte, waren Männer und Frauen aller Altersgruppen von Essstörungen betroffen. Allerdings waren jüngere Frauen und Männer zwischen 55 und 64 besonders betroffen. Ein Zusammenhang zwischen Essstörungen und Einkommens- oder Bildungslevel war nicht zu erkennen.

Quelle: Uni Leipzig

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