Weihnachtsgruß

Frau hat seltsame Augeninfektion - Ärzte entdecken Erstaunliches

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Eine Frau öffnet eine Weihnachtskarte - und erlebt den Albtraum ihres Lebens.

Eine Frau glaubt, eine Hornhautinfektion im Auge zu haben. Doch es kommt alles anders - und sogar noch schlimmer als erwartet. Die Ursache scheint unglaublich.

Dass Weihnachten so für sie endet, hätte eine Britin wohl nicht erwartet – sie musste schließlich in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die 49-Jährige litt unter einem geröteten und geschwollenen Auge.

Als sich die Ärzte des "Singleton Hospital" um die Frau kümmerten und Tests mit ihr durchführten, war der Schock erstmal groß: Die Frau war auf dem rechten Auge bereits fast blind.

Der behandelnde Arzt ging davon aus, dass sie wohl an einer Herpesinfektion der Hornhaut erkrankt sei – auch als Herpes-simplex-Keratitis bekannt.

Was ist eine Herpes-simplex-Keratitis?

Dabei handelt es sich um eine Infektion der Hornhaut mit dem Herpes-simplex-Virus. Meist befällt dieser die Hornhautoberfläche, in seltenen Fällen ist auch das Hornhautstroma (die tieferen Schichten der Hornhaut) und sogar die Iris betroffen. Symptome sind:

  • Fremdkörpergefühl
  • Tränenträufeln
  • Lichtempfindlichkeit
  • Gerötete Augen
  • Verschwommene Sicht

Oftmals werden Betroffene einer Herpes-simplex-Keratitis mit antiviralen Medikamenten behandelt. Erfolge sind meist innerhalb von drei Wochen zu sehen.

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Das steckt hinter der rätselhaften Augeninfektion der Patientin

Doch glücklicherweise entschieden sich die Ärzte, das Auge der 49-jährigen Patientin nochmals unter einem stärkeren Mikroskop genauer anzusehen – und entdeckten dabei etwas Glitzerndes. Da erinnerte sich die Betroffene wieder, was geschehen war.

Des Rätsels Lösung: Die Frau hatte eine Weihnachtsgrußkarte geöffnet, in der sich Glitzer befand. Ein Partikel davon musste wohl ins Auge geflogen sein und dort die Hornhaut verletzt haben. Dies führte schließlich zu einer Entzündung des Auges.

Auch diese Frau litt an einer seltenen Augeninfektion - der Grund ist haarsträubend.

Und in der Tat: Nachdem die Ärzte den Fremdkörper entfernt und die infizierte Stelle mit Antibiotika behandelt hatten, wurde die Frau wieder vollständig gesund. Ihre Ergebnisse haben sie nun im medizinischen Fachblatt "BMJ Case Reports" veröffentlicht.

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jp

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