Zehn Tipps

Freibadsaison: So wehren Sie sich gegen lästige Wespen & Co.

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Im Sommer entspannt es sich am besten im Freibad im kühlen Nass. Doch Wespen können da einem gehörig den Tag vermiesen. Das muss nicht sein.

Endlich wieder Sommer, Sonne und Freibad: Doch bei der Hitze lauern dort fiese Wespen & Co. – und können den Besuch zur Stech-Falle machen. Hier ein paar Tipps. 

Wenn es über 30 Grad heiß wird, tut ein Sprung ins kühle Nass einfach nur gut. In Großstädten warten zahlreiche Freibäder auf Badegäste, die hier ein Paradies zum Planschen, Schwimmen und Sonnen finden.

Doch das genüssliche Baden im Freien kann ganz schnell zum bösen Alptraum werden – spätestens, wenn ganze Wespenschwärme um einen kreisen. Schließlich ist das nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich – besonders für kleine Kinder.

Daher ist es wichtig, bereits vor dem Besuch vorzubeugen – und passende Utensilien dabei zu haben, um allergische Reaktionen zu vermeiden.

Frau Prof. Dr. med. Regina Treudler, Dermatologin und Leiterin des Interdisziplinären Allergiecentrums LICA am Universitätsklinikum Leipzig, gibt Ihnen hier deshalb zehn Tipps, wie Sie trotz Wespen & Co. dennoch entspannt planschen können.

Bleiben Sie ruhig

Wenn eine Wespe Sie umschwirrt, verfallen Sie besser nicht in Panik. Das Herumfuchteln mit den Händen in der Luft, Aufspringen oder andere hektische Bewegungen machen die Wespen erst recht aggressiv. Folglich sollten Sie besser die Ruhe bewahren und sich langsam (davon)bewegen.

Tragen Sie helle Kleidung

Wer ins Freibad will, der möchte am liebsten so wenig wie möglich anhaben. Doch modische, farbige Bikinis und Badehosen sind für Wespen ein rotes Tuch. Werfen Sie sich lieber ein eng anliegendes, weißes Sommer-Top oder eine leichte, helle Tunika um. Der Grund dafür: Farben ziehen die Wespen magisch an – und auch in weiten Klamotten verfangen sie sich schnell.

Verzichten Sie auf Parfüm

Starke Gerüche sind ebenfalls eine Einladung an die gelb-schwarzen Biester – benutzen Sie daher besser ins Freibad keine parfümierte Sonnencreme oder andere intensive Düfte. Das gleiche gilt auch für Deodorants und Haarspray.

Laufen Sie nicht barfuß

Barfuß laufen ist zwar gesund – doch auf einer offenen Wiese sollten Sie sich das lieber zweimal überlegen. Der Grund: Bienen sind oft im Gras versteckt, auf der Suche nach Nektar. Da kann es schon mal passieren, dass Sie versehentlich hineintreten – schließlich stechen Bienen vor allem dann, wenn Sie sich bedroht fühlen. Den pulsierenden Schmerz merken Sie dafür umso deutlicher. Also besser: Sandalen, Flip-Flops & Co. auf dem Weg zum Kiosk oder Schwimmbecken tragen.

Trinken Sie mit einem Strohhalm

Hmmm, Cola! Das denken allerdings nicht nur Sie, sondern auch die lieben Wespen. Das zuckerhaltige Sprudelgetränk ist zwar eine leckere Erfrischung an heißen Tagen – aber wenn Sie darauf verzichten wollen, eine Wespe gleich mit zu verschlucken, sollten Sie besser aus einem Strohhalm trinken. Schließlich kann ein Stich in die Mundhöhle, Rachenraum oder sogar in den Hals lebensgefährlich sein. Tipp: Flaschen und Becher besser immer gut zuschrauben.

Seien Sie achtsam beim Essen

Ein Stück Wassermelone schmeckt gut und ist im Sommer richtig erfrischend – zu dumm nur, dass sich das auch Wespen denken. Besonders bei Obst sollten Sie aufpassen, dass Sie immer alles wieder gut abdecken oder in Ihre Badetasche zurückstecken. Und schauen Sie genau hin, was Sie gerade essen – nicht, dass bereits eine Wespe daran hängt, die Sie mit verspeisen.

Meiden Sie Mülleimer

Mülleimer im Freibad sind ein gefundenes Fressen für Wespen & Co. Schließlich vegetieren hier lauter gute Sachen im Überfluss vor sich her. Ihr Geruch zieht sie förmlich an. Daher empfiehlt es sich, diese zu meiden und Ihren Müll besser zuhause zu entsorgen.

Halten Sie Ihr Handy und Ihre Notfallmedikation griffbereit

Wenn Sie wissen, dass Sie gegen Bienenstiche allergisch sind oder merken, dass Ihr Körper danach komisch reagiert, sollten Sie so schnell wie möglich den Notruf wählen. Besonders bei auffälligen Symptomen wie Kurzatmigkeit, Hautausschlag oder Übelkeit sollten Sie umgehend handeln und den Notarzt anrufen. Halten Sie für etwaige Fälle stets Ihr Handy parat – und wenn Sie Allergiker sind, Ihre Notfallmedikation.

Bei Insektengiftallergie: Sagen Sie Ihren Freunden und Bekannten Bescheid

Wenn Ihnen bekannt ist, dass sie eine Insektengiftallergie haben, empfiehlt es sich, Freunden und Bekannten außerhalb Ihrer Familie ebenfalls davon zu erzählen. Klären Sie sie am besten zudem darüber auf, was diese tun können, wenn der Notfall wirklich eintritt.

Lassen Sie sich als Allergiker impfen

Die beste Vorbeugungsmaßnahme, die Sie sicherlich vorab tun können, wäre es, sich als Allergiker mit Insektengift impfen zu lassen. Dabei handelt es sich um die sogenannte spezifische Immuntherapie (SIT).

Dadurch lernt der Körper, gegen das Gift immun zu werden. Die Impfung soll schließlich einen effektiven Schutz vor lebensbedrohlichen Maßnahmen wie zum Beispiel einem anaphylaktischen Schock. Zudem können Sie sich darüber über www.initiative-insektengift.de informieren.

Lesen Sie hier in unserem großen Impf-Ratgeber weiter, welche Impfungen die Stiftung Warentest für Kinder, Eltern und Reisende empfiehlt.

Auch interessant: Wenn Eltern ihre Kinder nicht impfen lassen, dürfen diese nicht mehr in die Kita. Ist das gerecht?

Von Jasmin Pospiech

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