Besser nicht schonen

Experte verrät: So erkennen Sie sofort eine Herzschwäche

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Wer sich wochenlang schlapp fühlt und unter Herzrasen leidet, sollte sich vom Arzt durchchecken lassen.

Etwa 1,8 Millionen Deutsche leiden an Herzschwäche bzw. Herzinsuffizienz. Diese kann sogar lebensgefährlich werden. Wie Sie sie erkennen können, lesen Sie hier.

Die Grippe- und Erkältungswelle ist längst vorbei – für viele ist das Gröbste überstanden. Dennoch gibt es manche, die noch Wochen danach von "Nachwehen" geplagt sind. Sie beklagen sich über Kurzatmigkeit, Herzrasen oder fühlen sich insgesamt einfach nicht mehr fit genug.

Herzinsuffizienz: Diese Krankheiten gehen ihr meist voraus

Wenn auch Sie zu diesen Kandidaten zählen, dann empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen und sich durchchecken zu lassen. Es könnte nämlich das Herz sein, so Professor Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Diese Anzeichen können schließlich auf eine chronische Herzschwäche (Herzinsuffizienz) deuten.

Diese tritt nicht nur - wie meist angenommen - bei älteren Menschen auf, sondern kann auch bei Jüngeren in Folge von Vorerkrankungen entstehen. Diese sind:

  • Bluthochdruck
  • Herzinfarkt
  • Herzklappenerkrankung
  • Schlaganfall

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Experte: Herzinsuffizienz kann lebensgefährlich werden

Diese Herzkreislauferkrankungen können unter anderem dazu führen, dass der Herzmuskel nicht mehr so elastisch ist, um genügend Blut aufzunehmen. Dies wiederum sorgt dafür, dass die lebenswichtigen Organe nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt werden. "Normalerweise pumpt es fünf bis sechs Liter Blut in Ruhe und bis zu 15 Liter bei Belastung durch den Körper", so Meinertz. "Bei Patienten mit Herzschwäche sind es manchmal nur noch 2,5 Liter."

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Das sei alarmierend – vor allem, wenn so das Gehirn nicht mehr richtig mit Sauerstoff versorgt wird. Um einer Herzschwäche entgegen zu wirken, ist es daher wichtig, die entsprechende Ursache herauszufinden und schnellstmöglich richtig zu behandeln.

Therapie bei Herzschwäche: Medikamente, Sport - oder eine OP?

Eine Therapie kann entweder aus einer Behandlung durch individuell abgestimmte Medikamente wie ACE-Hemmer oder Betablocker bestehen, die die Herzleistungsfähigkeit fördern. Aber auch regelmäßige Bewegung, unter Absprache mit einem Facharzt, ist ratsam. "Früher dachten wir, man müsste das Herz schonen. Heute wissen wir: Je mehr es geschont wird, desto mehr baut es ab", erklärt Meinertz weiter.

Wenn allerdings ein verengtes Herzkranzgefäß oder eine Herzklappenerkrankung dahinter stecken, wird wohl eine Operation oder ein Katheter-Eingriff fällig. So wird der Blutfluss wieder optimiert – und das Herz kann wieder besser arbeiten.

Bitte beachten: Die Tipps in diesem Artikel sind KEIN Ersatz für einen Arztbesuch. Falls Sie Beschwerden haben, sollten Sie immer auch Ihren Hausarzt aufsuchen, um mögliche Risiken auszuschließen.

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jp

Vorsicht: So erkennen Sie sofort einen Herzinfarkt

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