Neue Erkenntnisse über Epilepsie

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Forscher der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben Neues zur Entstehung von Epilepsie herausgefunden.  Bestimmte Transportproteine im Gehirn sind vermindert, so dass die Signalverarbeitung zwischen den Nervenzellen gestört ist, was zu Übererregbarkeit führt.

Epilepsie ist eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS). Surch eine Übererregbarkeit geben eine kleine Gruppe von Nervenzellen oft zu große Impulse weiter. Dadurch werden viele größere Nervenzellverbände gleichzeitig erregt, was zu einem epileptischen Anfall führen kann. Wie dies im einzelnen im Gehirn abläuft, haben Forscher der Charité im Journal of Physiology veröffentlicht.

Auslöser für Epilepsie gefunden

Rudolf Deisz und sein Team vom Institut für Zell- und Neurobiologie konnten den ursächlichen molekularen Mechanismus entschlüsseln. Bei der Epilepsie sind bestimmte Transporter im Gehirn beeinträchtigt, wodurch die Verteilung Ionen an den Nervenzellen gestört ist. Das beeinträchtigt die Weitergabe von Signalen und ermöglicht gesteigerte Nervenzellaktivität. Damit konnten die Forscher die bisher weit verbreitete Theorie zur Entstehung der Epilepsie widerlegen und zeigen, warum viele Epilepsie-Medikamente nicht wirken. Die Ergebnisse könnten neue Ansatzpunkte für die Entwicklung wirksamer Medikamente liefern.

Quuelle: Mediacalobserver

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