Nicht ohne meine Socken!

Es sind zwar Liebestöter schlechthin, aber ohne Socken zu schlafen, ist für manche Frau schier undenkbar. Schließlich sind es immer mindestens acht gefühlte Grad zu kalt, egal wie hoch die Heizung gedreht ist.

Die vergangene Woche hat mit ihren sibirischen Temperaturen da wohl noch einen drauf gesetzt, die Socken und der gemütlich warme – wenn auch nicht gerade verführerische – Frottee-Pyjama sind nicht mehr wegzudenken. Es wird sich in die Decke gekuschelt und an allen Seiten schön verpackt – und Männer müssen dafür Verständnis haben. Schließlich frieren Frauen einfach schneller. Und das ist nicht einfach so daher gesagt. Denn es sind vor allem die Muskeln, die vorm Frösteln schützen. Als am besten durchblutete Körpergewebe dienen sie sozusagen als unsere innere Heizung. Wenn uns kalt wird, spannen sie sich an. Nur die Hände und Füße werden bis zu acht Grad  (!) kühler als der Rest. Also kein Wunder, oder?!

Es ist sogar wissenschaftlich belegt, dass Frauen bereits bei höheren Temperaturen frieren als Männer, der Unterschied liegt bei fünf Grad. Die Begründung: Frauen besitzen weniger Muskeln. Ob es hilft, mehr Sport zu treiben? Hmm?! Also an alle Männer, die die Wintermonate mit Socken und Frottee nicht mehr aushalten, motiviert eure bessere Hälfte zum Sporteln, ob in oder außerhalb des Schlafzimmers. Und bitte vermeidet jeglichen Streit und zeigt der Liebsten auf keinen Fall die kalte Schulter in der kalten Jahreszeit, denn: Ein Experiment von Psychologen der Uni Toronto zeigt, dass Menschen, die sich von anderen ausgeschlossen fühlen, einen Raum als kälter empfinden als die, die sich akzeptiert wissen. Wer sich einsam fühlt, schätzt die Temperatur im Durchschnitt um vier Grad kälter ein als jemand, der sich wohlfühlt. Und am wohlsten fühlt man sich doch in trauter Zweisamkeit, bei der Socken und Pyjama keine Rolle spielen …

barbara.wellmann@op-online.de

Rubriklistenbild: © op-online.de

Kommentare