Retter auf vier Pfoten

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DRK Rettungshundestaffel Babenhausen

Sie heißen Anka, Motte, Hailey, Maxi oder Konny, und wenn sie zum Einsatz kommen, hält sie nichts auf. Unermüdlich geht es durch Tunnel, über steile Leitern oder Trümmerfelder, bis sie die verschüttete oder vermisste Person gefunden haben.

Die Termine der Vorführungen auf der Gesundheitsmesse können Sie dem Aktionsprogramm entnehmen.

Die Rede ist von der Rettungshundestaffel des DRK Babenhausen. Im Rahmen der Gesundheitsmesse Offenbach stellen Hundeführer und Rettungshunde dieser Staffel in zwei Vorführungen im Aktionsbereich ihr Können unter Beweis. Die Teams geben einen Einblick in ihre Arbeit und ihr Training, und vielleicht gibt es sogar das eine oder andere „Opfer“, das sich gerne von einem der Hunde suchen und retten lassen möchte. Natürlich bietet sich dabei auch die Gelegenheit, mit den Hunden und ihren Herrchen/Frauchen direkt in Kontakt zu kommen und sich über die Hunde und ihre Ausbildung im Rettungsdienst zu informieren.

DRK Rettungshundestaffel Babenhausen

Die Rettungshundestaffel Babenhausen wurde 1993 als erste DRK-Rettungshundestaffel in Hessen mit damals 8 Hunden gegründet. Die Rettungsteams kommen immer dann zum Einsatz, wenn eine Person vermisst wird und man einen Anhaltspunkt hat, in welchem Gebiet sich die Person aufhalten könnte. Das können Unfallopfer sein, die im Schock umherirren, demente Personen, die vom Altersheim nach Hause laufen wollen oder auch vermisste Kinder. Meist verlaufen diese Einsätze ganz unspektakulär und von der Bevölkerung weitgehend unbemerkt. Doch für die gesuchte Person können sie lebenswichtig sein, zum Beispiel bei suizidgefährdeten Personen. Darüber hinaus war die Rettungshundestaffel des DRK Babenhausen beteiligt an der Suche nach Julia aus Gießen und nach Jacob von Metzler. Auch beim Gasunglück 1999 in Alsbach an der Bergstraße und bei einer Gasexplosion 2001 in Reinheim kamen die Hunde zum Einsatz.

DRK Rettungshundestaffel Babenhausen

Diese Einsätze stellen hohe Herausforderungen an die Teams. Die geprüften Rettungshunde müssen ständig auf höchstem Ausbildungsstand gehalten werden. Unbeirrt müssen sie über Leitern laufen, durch Tunnel klettern oder sich durch Trümmer ihren Weg suchen – immer nur ein Ziel vor Augen: die vermisste Person. Dafür wird etwa zehn Stunden pro Woche trainiert. Hinzu kommt dann noch die theoretische Ausbildung des Hundeführers. Dieser muss fit sein in Sanitätskunde, um die Opfer erst versorgen zu können, in Karten- und Kompasskunde, um sich in dem Suchgebiet, insbesondere bei Nacht zurechtzufinden, in Funkkunde, um sich mit den anderen Helfern im Einsatz verständigen zu können und in Erste Hilfe am Hund, um einen verletzten Hund versorgen zu können.

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