Warum über Darmkrebs reden?

Seit 10 Jahren steht im Frühjahr Deutschland im Zeichen der Darmkrebsvorsorge. Der Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebsleiden in Deutschland und jedes Jahr werden über 70.000 Frauen und Männer neu als von dieser Krankheit betroffene bekannt.

Mehr als 27.000 Frauen und Männer sterben jedes Jahr an den Folgen der Darmkrebserkrankung. Der Darmkrebs fordert damit jedes Jahr mehr als fünf Mal so viele Menschenleben wie der Straßenverkehr. Dieses ist deswegen so tragisch, weil die meisten der Betroffenen noch leben würden – wären sie früher und besser über die Krankheit und ihre Verhinderung informiert gewesen. Keine andere Krebserkrankung kann so sicher und einfach vermieden werden. Der Vortrag wird deshalb über die Möglichkeiten der Früherkennung von Darmkrebs, die Durchführung der Früherkennung und die damit verbundenen Vorgehensweisen, über Erfahrungen, Sorgen und Ängste mit der Früherkennung von Darmkrebs berichten.

Seit vielen Jahren gibt es in Deutschland als Kassenleistung Früherkennungsmaßnahmen zum Darmkrebs. Die Zwischenbilanz nach 8 Jahren ist eindrucksvoll. Bei mehr als 300.000 Menschen in der Bundesrepublik wurden Vorläuferstufen des Krebses entdeckt und durch rechtzeitige Entfernung etwa 100.000 Krebsfälle verhindert. Auch für Stadt- und Landkreis Offenbach könnten so jedes Jahr mehrere hundert Menschenleben gerettet werden. Aus diesem Grund wird dieser Vortrag alle Fragen um die Früherkennung von Darmkrebs beantworten, den Austausch von Erfahrungen, Sorgen und Ängsten ermöglichen und damit einen wichtigen Beitrag zur persönlichen Daseinsfürsorge leisten.

Referent: Prof. Dr. Andreas Zielke

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