Wie hängen Blutdruck und Salz zusammen

Kochsalz – Freund oder Feind?

Kochsalz ist ein über viele Jahrhunderte teuer gehandeltes Luxusgut gewesen, erlaubt es doch die Konservierung und Geschmacksveränderung von Speisen. Kochsalz (chemisch Natriumchlorid) stellt auch die größte Menge der im Blut gelösten Salze dar.

Normalerweise kontrollieren die Nieren sowie körpereigene Hormone den Spiegel von Kochsalz und anderen gelösten Salzen im Blut. Bei erheblichem Kochsalzüberschuss im Blut können die Nieren die Ausscheidung von Kochsalz in den Urin oft nicht schnell genug adäquat steigern, so dass zur Ausrechterhaltung der Salzkonzentration im Blut Wasser aus dem Gewebe in die Blutbahn gezogen wird. Dieses Phänomen resultiert in erhöhtem Blutvolumen und Blutdruck.

Referentin: Prof. Dr. Kirsten de Groot

Wie ausgeprägt der Blutdruck steigt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel wissen wir, dass ältere Menschen und Menschen mit Diabetes besonders anfällig für Kochsalz-bedingte Blutdrucksteigerungen sind. In der evolutionären Entwicklung hat der Kochsalzspiegel im Blut der Menschen sowie die Häufigkeit des Auftretens von Bluthochdruck erheblich zugenommen.

Die Einschränkung der diätetischen Kochsalzzufuhr kann erheblich dazu beitragen, den Blutdruck zu senken oder die Zahl der für die Kontrolle eines Bluthochdrucks erforderlichen Tabletten zu reduzieren. Dies erfordert Kenntnis darüber, wo wir – häufig versteckt – Kochsalz mit dem Essen zu uns nehmen. Vorverarbeitete, konservierte Nahrungsmittel enthalten viel Kochsalz als Konservierungsstoffe, so dass die eigene Zubereitung von Nahrungsmitteln und Vermeidung von Zusalzen ein wichtiger Weg zur Reduktion der Kochsalzaufnahme (von im Mittel in Deutschland 10 g /Tag auf 2 g/Tag) darstellt.

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