Weltherztag 2019

Die Luft bleibt weg? Darum sollten Sie Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht unterschätzen

Achten Sie auf die Symptome, um frühzeitig eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erkennen.
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Achten Sie auf die Symptome, um frühzeitig eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erkennen.

Mit Herzschwäche ist nicht zu spaßen. Doch vielen Deutschen ist die Krankheit kein Begriff - geschweige denn die Symptome. Wir klären auf.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland ein weit verbreitetes Volksleiden, das viel zu selten Aufmerksamkeit bekommt. Die meisten Menschen könnten nicht einmal die Symptome einer Herzschwäche nennen oder diese selbst an sich erkennen – dabei kann Vorbeugung Leben retten.

Deshalb will die World Heart Foundation zum Weltherztag am 29. September in Zusammenarbeit mit Herzstiftungen und kardiologischen Fachgesellschaften aus mehr als 100 Ländern weltweit das Thema Herz-Kreislauf-Erkrankungen verstärkt in den Fokus rücken.

Herzschwäche erkennen: Erschreckend wenig Deutsche wissen über Symptome Bescheid

Eine repräsentative Umfrage von Kantar Emnid* hat ergeben, dass fast die Hälfte der Deutschen sich unter dem Begriff Herzinsuffizienz nichts vorstellen kann. Fast ein Drittel von ihnen weiß nicht, welche Symptome mit der Herzschwäche einhergehen. Dabei sterben pro Jahr mehr als 338.000 Menschen an der Krankheit. Zum Weltherztag am 29. September 2019 wird es also Zeit, sich mit den Symptomen von Herzinsuffizienz auseinanderzusetzen, um im Notfall schnell reagieren zu können.

Herzinsuffizienz: Das sind die Hauptfaktoren, die das Herz schädigen

Verschiedene Faktoren können bei Menschen eine Herzinsuffizienz verursachen: Dazu gehört unter anderem die koronare Herzkrankheit. Hier haben sich die Arterien im Alter oder auch durch chronischen Entzündungen verhärtet. Infolge dessen lagern sich Plaques an den Wänden ab – auch Arteriosklerose genannt. Die Herzkrankgefäße können das Herz nicht mehr mit genügend sauerstoffreichem Blut versorgen, sodass es geschwächt wird.

Neben der koronaren Herzkrankheit kann einer Herzschwäche auch ein geschädigter Herzmuskel, Bluthochdruck, eine Herzklappenerkrankung, Herzrhythmusstörungen oder ein angeborener Herzfehler zugrunde liegen.

Symptome für Herzschwäche: Wann Menschen hellhörig werden sollten

Bei den meisten typischen Symptomen von Herzschwäche ziehen Betroffene nicht immer die richtigen Schlüsse. Atemnot wird in der Regel mit Lungenproblemen wie Asthma oder als Folge von langjährigem Rauchen in Verbindung gebracht. Tatsächlich ist eine gesteigerte Atmung aber auch ein Hinweis auf eine Herzerkrankung.

Weitere Symptome für Herzschwäche sind Wassereinlagerungen, bei denen sich Füße und Beine wie geschwollen anfühlen. Ein schwaches Herz hat zudem Auswirkungen auf den persönlichen Elan und Leistungsfähigkeit. Wer unbemerkt an einer Herzerkrankung leidet, fühlt sich oft antriebslos und erschöpft. Müdigkeit und Appetitlosigkeit werden zum Alltag. Auch bei einer Gewichtszunahme oder bei vermehrtem Wasserlassen in der Nacht sollten Sie aufmerksam werden.

Schützen Sie Ihr Herz durch einen gesunden Lebensstil

Um das Risiko auf Herzinsuffizienz zu minimieren, sollten Sie einen aktiven Lebensstil pflegen. Dazu gehört regelmäßige Bewegung und Sport sowie eine gesunde Ernährung. Von Vollkornprodukten bis hin zu viel Gemüse und Obst sollte der Ernährungsplan ausgewogen ausgerichtet sein. Auf rotes Fleisch, Alkohol und Zucker sollten Sie hingegen lieber verzichten. Auf diese Weise minimieren Sie Risikofaktoren wie Übergewicht. Auch das Rauchen sollte gänzlich unterlassen werden, um Ihr Herz vor Erkrankungen zu schützen.

Dieser Artikel ersetzt nicht den Gang zum Arzt. Erhärtet sich bei Ihnen der Verdacht auf Herzschwäche, suchen Sie unbedingt Ihren Hausarzt auf. 

*Für die repräsentative Umfrage hat Kantar Emnid im August dieses Jahres 1.021 Deutsche rund um das Thema Herzinsuffizienz befragt.

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