Beliebtes Hausmittel

Ingwer: Wunderknolle kann für manche Menschen gefährlich werden

Eine aufgeschnittene Knolle Ingwer auf dunklem Untergrund.
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Ingwer gilt als wahres Wundermittel. Doch für manche Menschen kann das beliebte Hausmittel gefährlich werden.

Gegen Halsschmerzen, Schnupfen oder gegen Magenschmerzen: Ingwer ist ein echtes Allround-Talent. Doch bestimmte Personen sollten sich vor der scharfen Knolle in Acht nehmen.

Als Shot, Tee, Gewürz oder im Essen: die leuchtend gelben Fasern der ansonsten unscheinbaren Wurzel verleihen vielen Gerichten eine zitrisch-frische, würzige Note. Die scharfe Knolle ist dabei nicht nur lecker, sondern auch eines der meistverbreiteten Hausmittel*. Ingwer enthält wertvolle Vitamine und Antioxidantien. Das Wundermittel hilft nicht nur gegen Halsschmerzen und Schnupfen, sondern regt auch die Durchblutung und den Stoffwechsel an. Doch bei bestimmten Personen kann Ingwer starke Beschwerden auslösen. Und auch zu viel der Knolle kann zu gefährlichen Nebenwirkungen führen.

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1. Ingwer nicht empfehlenswert für Menschen mit empfindlichem Magen

Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte Ingwer besser meiden. Denn Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Völlegefühl, Übelkeit, Blähungen können durch den Verzehr verstärkt oder ausgelöst werden. Grund ist eine gesteigerte Produktion von Magensäure, die durch die im Ingwer enthaltenen ätherischen Öle ausgelöst wird. Auch die Schärfe verträgt nicht jeder.

2. Menschen mit empfindlichen Schleimhäuten sollten mit Ingwer vorsichtig sein

Auch Menschen, mit empfindlichen Schleimhäuten sollten bei Ingwer vorsichtig sein. Denn die scharfe Wurzel kann im Rachen und Mund Reizungen auslösen sowie Schmerzen verursachen. Vor allem um hoch konzentrierte Varianten, wie etwa einen Ingwer-Shot, sollte man dann einen großen Bogen machen.

3. Während der Schwangerschaft ist mit Ingwer Vorsicht geboten

Da Ingwer durchblutungsfördernd und stimulierend wirkt, kann der Verzehr während der Schwangerschaft Wehen fördern. Die Wurzel hat außerdem blutverdünnende und gerinnungshemmende Effekte. Wenn Sie schwanger sind, sollten Sie Ingwer also nur in geringen Mengen und unter Absprache mit ihrem Arzt zu sich nehmen – sonst gilt der Verzehr als bedenklich bis riskant. Im schlimmsten Fall kann es zu einer Fehlgeburt kommen. Vor allem zu Beginn der Schwangerschaft raten Gynäkologen und Hebammen oft von Ingwer ab. Ist der Geburtstermin allerdings schon erreicht, können Sie Ingwertees in Absprache mit Ihrer Hebamme als wehenförderndes Mittel nutzen.

4. Kurz vor einer Operation: besser keinen Ingwer

Wegen der bereits genannten blutverdünnenden und gerinnungshemmenden Effekte sollten Sie kurz vor einer Operation darauf verzichten, Ingwer zu sich zu nehmen.

5. Ingwer bei Menstruationsbeschwerden

Der Verzehr von Ingwer kann Menstruationsbeschwerden wie Unterleibsschmerzen noch verstärken. Auch die Blutung selbst nimmt durch den Ingwer-Konsum zu. Während Ihrer Periode sollten sie die scharfe Knolle also meiden.

Auch wenn Sie zu keiner dieser Personengruppen zählen, sollten Sie Ingwer nie im Übermaß zu sich nehmen. Experten raten, täglich nicht mehr als 50 Gramm Ingwer zu sich zu nehmen. Bei Erkältungssymptomen reicht es, ein kleines Stück in den Mund zu nehmen, es zu lutschen und vorsichtig daraufzubeißen. Nach einer Minute kann es wieder ausgespuckt werden. (cw) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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Wussten Sie's? Acht Mythen über Schnupfen - und was hilft

Irrtum Zwei: Am häufigsten steckt man sich in U- und S-Bahnen an. Die Erkältungsviren werden durch alles verbreitet, was mit dem Mund oder Nase eines erkälteten Menschen in Berührung kommt. Wer zum Beispiel an einer Türklinke mit Erregern in Kontakt kommt, bringt die Viren selbst zum Ziel.
Irrtum Drei: Antibiotika helfen ­immer. Antibiotika vernichten nur Bakterien, Schnupfenerreger sind jedoch meist Viren. Nur selten kommt zusätzlich eine bakterielle Infektion hinzu, zum Beispiel eine Halsentzündung durch Streptokokken.
Irrtum Vier: Viel trinken hilft viel. Für die Idee, dass Flüssigkeit helfen könnte, den Schleim zu lösen, fehlt jeder wissenschaftliche Beweis. Hausmittel wie Wasserdampf inhalieren, Bettruhe und Brustwickel helfen, Schnupfen leichter zu überstehen.
Irrtum Fünf: Schnäuzen ist besser als Nase hochziehen. Wer den Schleim in der Nase hochzieht, saugt ihn auch aus den Nebenhöhlen und entsorgt ihn im Magen. Beim Schnäuzen wird er nicht nur ins Taschentuch, sondern auch die Nebenhöhlen gedrückt. Dort bildet er einen Nährboden für Erreger.
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