Corporate Design: So wird Ihr Unternehmen unverwechselbar

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Farben, Schriftarten, Bildsprache – all das gehört zu einem Corporate Design.

Selbst wenn Sie nur einen Handarbeits-Shop bei Dawanda oder einen Hundesitter-Service betreiben: Als Unternehmer brauchen Sie ein Corporate Design, um erkennbar und unverwechselbar zu sein. Mit diesen sieben Tipps gelingt der erste Eindruck!

Gerade einmal 1,7 Sekunden braucht das menschliche Gehirn, um sich ein Bild von einem Menschen zu machen. Mit Unternehmen ist das nicht anders. Farben, Schriftarten, Bilder – das alles registrieren wir unbewusst und fällen unser Urteil: Seriös? Kompetent? Oder dubios? Damit Sie überhaupt die Chance bekommen, mit Ihrer Dienstleistung oder Ihrem Produkt zu überzeugen, muss der erste Eindruck stimmen. Mit den folgenden sieben Tipps gelingt es Ihnen.

1. Überlegen Sie, welche Botschaft Ihr Corporate Design transportieren soll

Bevor Sie ein Design – etwa für ein Logo – in Auftrag geben, müssen Sie sich genau darüber im Klaren sein, welche Botschaft Sie transportieren möchten. Ohne ein solches Briefing kann kein Designer arbeiten. Beantworten Sie dafür schriftlich möglichst knapp und präzise die folgenden Fragen:

  • Was ist mein Angebot?
  • Wer ist meine Zielgruppe?
  • Was sind meine Werte?
  • Wie unterscheidet sich mein Unternehmen von der Konkurrenz?

2. Nutzen Sie bei schmalem Budget Design-Plattformen

Zum Glück müssen Sie weder reich noch selbst Design-Experte sein, um Ihrem Unternehmen einen einheitlichen Look zu verleihen. Über Design-Plattformen wie 99designs, designcrowd oder designenlassen können Sie Designwettbewerbe ausschreiben, bei denen Sie am Ende nur Ihren Favoriten bezahlen. So kommen Sie für weniger als 300 Euro an ein schickes Logo. Denken Sie daran, dass Ihr Logo auch in schwarz-weiß und sehr klein noch gut zu erkennen sein sollte – das spielt etwa bei Mitgebseln oder dem Favicon eine Rolle. Letzteres ist das winzige Symbol, das in der Adresszeile eines Webbrowsers links von der Internetadresse angezeigt wird und mittlerweile auch online erstellt werden kann.

3. Legen Sie Schrift, Farben und Bildsprache fest

Ausgehend vom Stil Ihres Logos legen Sie nun die anderen Designelemente fest: Ihre Hausschrift, Ihre Farben, Ihre Bildsprache. Alle Elemente sollten zueinanderpassen, damit ein einheitliches Bild entsteht. Wenn Sie für Ihren Teddybären-Shop ein nostalgisches Logo in Brauntönen verwenden, können Sie auch Fotos in Sepiatönen und eine verschnörkelte Schriftart wählen. Für einen Laptop-Reparaturservice sind moderne Farben und eine klare Schrift geeigneter.

4. Schreiben Sie einen Gestaltungsleitfaden

Notieren Sie sich die einmal festgelegten Designelemente in einem Gestaltungsleitfaden und verpflichten Sie eventuelle Mitarbeiter, diesen einzuhalten. Lassen Sie dabei etwas Spielraum. Allzu starre Vorgaben sind oft nicht praktikabel, etwa, weil der Kugelschreiber-Hersteller keine cyanblauen Stifte im Angebot hat.

5. Erstellen Sie Vorlagen

Erstellen Sie mit Ihren Design-Elementen Vorlagen für Briefpapier, Rechnungen, Visitenkarten und so weiter. Das wirkt nicht nur professionell, Sie sparen mit solchen Vorlagen auch viel Zeit.

6. Setzen Sie beim Website-Design auf Schlichtheit

Für das Design Ihrer Website gilt: Keep it simple. Alle gängigen Content-Management-Systeme bieten bereits fertige Layout-Vorlagen zur Auswahl. Entscheiden Sie sich für ein schlichtes Layout, das auch auf mobilen Geräten gut aussieht. Achtung: Widerstehen Sie visuellen Spielereien wie blinkender Schrift oder Animationen. Ihr Kunde sucht in der Regel einfach nur eine Lösung für sein Problem – nichts sollte ihn davon ablenken.

7. Seien Sie mutig

Bei allen Regeln und Vorgaben gilt: Trauen Sie sich, Persönlichkeit zu zeigen und schwimmen Sie auch einmal gegen den Strom. Wenn alle in Pastell schwelgen, setzen Sie bei Ihrem Corporate Design auf Schwarz-Weiß oder Neon. Wenn alle überbelichtete Fotos im Instagram-Stil posten, probieren Sie es mit Zeichnungen. Denn im Gedächtnis bleibt nur, wer sich von der Masse abhebt.

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