Bewerbung

Wie Sie auf Kritik im Vorstellungsgespräch nie reagieren sollten

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Im Bewerbungsgespräch werden Personaler schon mal fies. Da heißt es, cool bleiben!

Personaler wenden oft fiese Tricks an, um Bewerber aus der Reserve zu locken. Einer davon ist, den Bewerber im Vorstellungsgespräch zu kritisieren - um seine Reaktion zu testen. 

Sie sitzen im Vorstellungsgespräch, haben die bisherigen Fragen eloquent gemeistert - und dann das: Ihr Gesprächspartner kritisiert Sie offen und geht auf Konfrontation! Doch wie reagieren Bewerber in einer solchen Situation am besten? 

Personaler kritisieren, um Reaktion zu testen

Um diese heikle Situation bravourös zu meistern, müssen Bewerber wissen, dass Personaler nicht ohne Hintergedanken auf Konfrontationskurs gehen. Denn mit dieser Taktik wollen Personaler lediglich sehen, wie der Bewerber reagiert: Wird er wütend? Gerät er ins Schwitzen? Oder bleibt er gelassen? 

Die wenigsten Kandidaten lassen sich nämlich im Vorstellungsgespräch in die Karten schauen, spulen äußerlich cool ihre Sätze ab, die Sie sich zu Hause zurecht gelegt haben. Da kann einen Kritik schon mächtig aus dem Konzept bringen. 

Video: Personaler verraten größten Fehler in einem Vorstellungsgespräch

Auch Andreas Pettersson, Geschäftsführer des Video-Monitoring-Unternehmens Arcules, testet Bewerber gerne mit dieser Methode. In einem Gastbeitrag für Quartz at Work beschreibt er dabei, was er von einem Bewerber erwartet, der im Bewerbungsgespräch kritisiert wird - und welche Reaktionen für ihn ein absolutes No-Go sind.

Kritik im Vorstellungsgespräch - diese Fehler sind fatal

Wenn Bewerber für eine Teamleistung kritisiert werden, sollten sie auf keinen Fall defensiv reagieren und den Kollegen oder dem Chef die Schuld geben, meint Pettersson. Das sei für ihn der schlimmste Fehler. "Dieser Kandidat ist jemand, der nicht versuchen wird, aus seinen Fehlern zu lernen und dazu neigt, nur positives Feedback anzunehmen", so der Experte. 

Ein weiterer große Fehler sei, Kritik in etwas Positives umzuwandeln, statt den Fehler zuzugeben. Und das nicht ohne Grund: "Das ist problematisch für Teams, die nach risikofreudigen Menschen suchen, die nicht davor zurückscheuen, sich ihren Fehlern zu stellen, um ein Ziel zu erreichen."

So reagieren Sie richtig auf Kritik vom Personaler

Statt um den heißen Brei zu reden und sich vor Fehlern zu drücken, sollten Bewerber bei Kritik lieber aufmerksam zuhören, kurz darüber nachdenken, und dann erklären, was sie daraus für die Zukunft gelernt haben. 

Für Petterson zeige diese Reaktion vor allem eins: "Diese Kandidaten haben wahrscheinlich die emotionale Reife, die sie benötigen, um in einer Umgebung erfolgreich zu sein, in der es normal ist, schnell zu versagen."

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Von Andrea Stettner

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