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Der lange Weg zum Bio-Label

glückliches Kind Bauernmädchen mit Herbsternte im Garten sitzen. Anbau von frischem Bio-Gemüse, natürliche gesunde Ernährung und Saisonarbeit Konzept.
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Wie aus konventioneller Landwirtschaft ein Bio-Betrieb wird

Seit Jahren steigt der Marktanteil von Bio-Produkten in Deutschland. Verbraucher und Politiker verlangen heute ein nachhaltigeres Wirtschaften. Die große Hoffnung zum Erreichen dieses Ziels ist die Bio-Landwirtschaft. Höhere Standards sollen die Umwelt schonen und das Tierwohl sichern. Doch der Weg von konventioneller Landwirtschaft zur Bio-Landwirtschaft ist schwierig. 

Produkte aus biologischer Erzeugung erhalten ein Bio-Label, wovon viele nebeneinander existieren. An ihnen soll der Verbraucher ablesen können, nach welchen Standards das Produkt erzeugt wurde. Im Supermarkt findet man das EU-Bio-Siegel, das Biokreis-Label, das Bioland-Label, das Label für Demeter-Produkte und andere Kennzeichnungen. Das Siegel mit dem niedrigsten Standard ist das EU-Bio-Siegel. Unter anderem wird der Einsatz von synthetischen Pflanzenschutzmitteln, die Fläche für Tierhaltung und die Dauer von Tiertransporten geregelt. Bis der Landwirt dieses Label für seine Produkte erhält, vergehen meist Jahre, in denen er nach Bio-Standards produzieren muss, aber für seine Produkte nur den bisherigen Preis erhält. Für viele Landwirte stellt diese Übergangsphase ein großes finanzielles Risiko dar. 

Damit sich die Verbraucher sicher sein können, dass weiterhin nach Bio-Richtlinien produziert wird, müssen die Betriebe regelmäßig kontrolliert werden. Begutachtet werden unter anderem die Betriebsgebäude, die Felder und bürokratische Aufzeichnungen. Das Demeter-Label hat erheblich höhere Standards als das EU-Bio-Siegel und damit auch mehr Kontrollbedarf. Ob sich der Aufwand lohnt, entscheidet letztlich der Verbraucher, indem er diesen mit höheren Ausgaben zu schätzen weiß.

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