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Offenbach Stadt und Kreis – Die Weichen für die Zukunft stellen

Silhouette eines alten Schiffskrans vor dramatisch überfärbtem Himmel
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Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Erneuerbare Energien, Klimawandel, Müllvermeidung, neue Verkehrskonzepte - die Zahl der Herausforderungen ist groß und neue Wege sind gefragt. Vieles hat sich in den vergangenen Jahren bereits getan. So nutzen immer mehr private und gewerbliche Immobilienbesitzer Regenwasser, Photovoltaikanlagen zur Stromgewinnung, Solaranlagen für die Warmwasserbereitung oder setzen auf moderne und klimaneutrale Holzpellet- oder Hackschnitzel-Heizungen - auch in Stadt und Kreis Offenbach. 2019 wurden zum Beispiel 46 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms aus Erneuerbaren Energien gewonnen - ein neuer Rekord. 

Doch Nachhaltigkeit und Umweltschutz spielen nicht nur auf nationaler und globaler Ebene eine entscheidende Rolle, sondern auch im ganz privaten Alltag. Die vielen Wochenmärkte und Direktvermarkter bieten regionale, frische und saisonale Produkte - oft in Bio-Qualität -, die keine langen Transportwege zurücklegen müssen, Kunden greifen auf den guten alten Einkaufskorb statt der Plastiktüte zurück und immer häufiger zu unverpackter Ware, Supermarktketten bieten zigfach verwendbare Beutel für Obst und Gemüse an, immer mehr Menschen nutzen innerorts das Fahrrad und längst gibt es biologisch abbaubare Verpackungen. Auch die nachträgliche Dämmung älterer Gebäude ist mittlerweile weit verbreitet, schont die Umwelt und auf Dauer auch den Geldbeutel. So kann jeder einen kleinen Teil zu einer lebenswerten Zukunft beitragen. 

Eine ganz große Rolle spielt in Sachen Umweltschutz das Thema Nahverkehr. Der Radschnellweg von Darmstadt nach Frankfurt wird schon bald Wirklichkeit, ein weiterer Schnellweg von Hanau nach Frankfurt durch Mühlheim und Offenbach ist in der Diskussion. Die Stadt Offenbach setzt mit ihrem Projekt Bike Offenbach auf Fahrradstraßen, bis 2021 sollen sie neun Kilometer lang sein. Bike+Ride-Anlagen sind an S-Bahn-Stationen entstanden, immer mehr öffentliche Ladesäulen für Elektromobile aller Art werden in allen Kommunen aufgestellt und E-Autos und -Fahrräder können bequem und kostengünstig ausgeliehen und genutzt werden. Allein in Offenbach gibt es derzeit sechs Stationen und seit August bietet zum Beispiel auch die Maingau Energie in Seligenstadt zwei E-Golfs und drei elektrische Lastenräder zur Ausleihe an. Die Offenbacher Busflotte ist zum Teil schon emissionsfrei unterwegs und im Ostkreis hat die Kreisverkehrsgesellschaft 2019 ein ganz neues Verkehrskonzept gestartet: den Hopper. In Seligenstadt, Hainburg und Mainhausen können die sechs Elektro-Fahrzeuge an festen Standorten ausgeliehen und wieder abgegeben werden. 

All das ist nur ein Teil dessen, was sich in den vergangenen Jahren getan hat und weiterhin tut. Es zeigt aber deutlich, dass mit neuen Ideen und oft auch kleinen Schritten viel erreicht werden kann. 

Text: Kai Cezanne

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