Dirndl und Lederhose sind lieb gewordene Pflicht

Germania-Oktoberfest verkürzt Wartezeit zwischen Kerb und Karneval

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Die Mädels hatten gut Lachen: Die Hände außer Betrieb und ein Tennisball zwischen den Köpfen – das erschwert das Tanzen der Männer erheblich. 

Musik jenseits der typischen Bierzelt-Kracher war der Hit beim Oktoberfest der Germania-Fußballer. Schon vor der Eingangstür des weiß-blau dekorierten Clubheims wurden die Hämmer geschwungen und Nägel in einem Baumstamm gedroschen.

Ober-Roden – Drinnen standen derweil die Schlangen an der Theke, hinter der die A-Jugend samt Trainern die Gäste nicht verdursten und das Team um Michael Hofmann sie nicht verhungern ließ.

Wie immer waren die urbayerischen Spiele der Hingucker des Abends. Zumal sich die Mann- und Frauschaften nicht lange bitten ließen, sondern sich zu Teams mit Namen wie „Runter vom Hauptplatz“ (die Aktiven), „Moin, Moin“ (die Zeltlager-Crew), „Das Bier gewinnt“ (die Mannschaft des Après-Ski-Komitees), „Der letzte Rest“ (die Kicker der 2. und 3. Mannschaft) oder „Gruppe Katja“ zusammenfanden.

Die Organisation hatten Christine und Jolina Falk gut im Griff, unterstützt wurden sie von der TG-Garde. Robin Pradel moderierte das Bühnengeschehen. Das startete mit zusammengebundenen Schuhbändeln – zumindest bei jenen Paaren, die versuchten, ohne Benutzung der Hände mit einem Tennisball zwischen ihren Köpfen zu tanzen.

Großes Gelächter löste ein Wettkampf aus, bei dem die Teams an ihrer Rückseite angebundene Luftballons allein durch die Wucht des Aufpralls zum Platzen bringen mussten. Den Abschluss bildete das immer wieder gern bewunderte Maßkrug-Stemmen – mit acht Sekunden Zeitgutschrift für die Mitglieder des (nur hier immer gerne so abgestempelten) schwachen Geschlechts. Vier Gruppen, durchwegs sehr oktoberfestlich gekleidet in Dirndl und Krachledernen, kämpften sich durch alle Spiele. Als Sieger konnten sich zu guter Letzt „Der letzte Rest“ fühlen, die vor „Moin, Moin“ und „Runter vom Hauptplatz“ den Pokal und so manches Siegerbier in Empfang nehmen konnten. Aber letztlich waren sie alle Sieger, denn sie hatten den Gästen und auch sich selbst ausgesprochen viel Vergnügen bereitet.

Vergnügen hatte auch Germania-Präsident Norbert Rink: „Gedacht war unser Oktoberfest als Ergänzung unserer traditionellen Veranstaltungen. Inzwischen ist es die sechste Auflage und wir feiern es im Gegensatz immer so, um unseren Spielern ein ausgiebiges Feiern zu ermöglichen. Bis zum nächsten Punktspiel sind sie dann wieder ausgeschlafen.“ Und außerdem verkürzt das Oktoberfest nach der Kerb das Warten auf die schon am Elften im Elften startende fünfte Jahreszeit. 

chz

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