Sportlertreff in Tracht

800 Gäste feiern ausgelassen beim Oktoberfest des HSV

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Sie sind die Neuen: Die bayerische Band Saxdni um Franz Moosauer sorgte für Stimmung in der HSV-Halle.

Von der großen Wiesn in die HSV-Halle nach Götzenhain – dieses Motto galt nicht nur für die „neue“ Band Saxndi, die der HSV Götzenhain erstmals für sein zehntes Oktoberfest verpflichtet hatte, sondern auch für viele der rund 800 Gäste. 

Götzenhain – Nachdem die Isartaler Hexen im vergangenen Jahr im Rahmen ihrer Abschiedstournee in Götzenhain für beste Stimmung sorgten, musste man nach einer neuen Band Ausschau halten. „Da haben wir von der Hexen-Ulla diese Empfehlung bekommen und ich glaube, es war eine gute Entscheidung“, meint Waltraud Kalusa mit Blick auf die Stimmung in der HSV-Halle. Das Publikum ist begeistert, vor der Bühne ist es voll.

Franz, Adrian, „Ralle“, Thomas und Markus – die fünf Musiker der Band Saxndi aus Gottfrieding an der Isar – sorgen mit ihrer Mischung aus Partyhits, Chartbreakern und klassischen Festzeltklängen für Stimmung in der HSV-Halle, unter deren Decke stilecht weiß-blaue Bänder gespannt sind. Der Götzenhainer DJ E (Matthias Engler) lieferte die Musik für das entsprechende „Vorglühen“ und überbrückte die Pausen der Livemusik. Der Erfolg des HSV-Oktoberfests – das auch aus finanzieller Sicht für den Verein wichtig ist – kommt nicht von ungefähr. Das eingespielte Vorstandsteam hält alle organisatorischen Fäden in der Hand, doch es sind viel mehr helfende Hände gefragt. „Wir haben diesmal alle unsere Abteilungen, von den Bogenschützen bis zu den Rugbyspielern, angesprochen und sie halfen wirklich auch alle mit“, lobt Kalusa.

Erst mal ein Selfie: Die Aufmachung in Tracht musste natürlich in Erinnerungsfotos festgehalten werden.

Die vielen Gäste wissen, dass ihnen wieder ein besonderes Oktoberfest-Ambiente geboten wird. So tauschen die Basketballerinnen des SV Dreieichenhain an diesem Abend gerne ihre Trikots gegen schmucke Dirndl. Wie verwandelt präsentieren sich die feschen Oktoberfestmädels als starkes Team und feiern ausgelassen. „Wenn man hierher kommt, weiß man, was einen erwartet – und man trifft garantiert viele Leute aus der sportlichen Szene“, meint Spielerin Sandra Wurtinger. Ihre Eltern Rolf und Jutta haben sich ebenfalls fesch in Tracht gekleidet und tummeln sich inmitten des fröhlich feiernden Oktoberfest-Volkes. Ganze „Seilschaften“ von befreundeten Vereinen – wie aus Langen, Ober- und Nieder-Roden – sind ebenfalls in die oktoberfestlich geschmückte HSV-Halle nach Götzenhain gekommen.

Dirndl statt Trikots: Auch die Basketballer und Basketballerinnen des SV Dreieichenhain feierten ausgelassen in der HSV-Halle. Zum beliebten Oktoberfest des Vereins kommen traditionsgemäß viele befreundete Sportler. 

Für die Besucher ist es wieder einmal eine ziemlich perfekte Veranstaltung. Wer sich vergnügen will, kann dies „ausschweifend“ tun: Die einen tanzen fröhlich vor der Bühne, die anderen – je später der Abend – auch auf den Tischen. Da fliegen die kunstvoll geflochtenen Zöpfe der Damen umher und viele Herren lassen es wie „Holzhackerbuam“ auf den lederbehosten Oberschenkeln krachen. Das Bier, stilecht im Maßkrug serviert, findet reißenden Absatz. Gut beraten ist da, der vorher eine entsprechende Grundlage im Magen geschaffen hat. „Wir haben alles was zu einem Oktoberfest gehört“, sagt Waltraud Kalusa und zeigt auf knusprig gegrillte Hendl, Käseteller und Weißwürste, die ein Götzenhainer Metzger eigens für das HSV-Fest hergestellt hatte.

VON LEO F. POSTL

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