In Erbach, Hanau, Fulda und Wiesbaden

Bilder: Ostermärsche in Hessen

Ostermärsche in Hessen (2018): Bilder
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An Ostermarsch-Aktionen der Friedensbewegung haben sich in Erbach, Hanau, Fulda und Wiesbaden hunderte Menschen beteiligt.
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An Ostermarsch-Aktionen der Friedensbewegung haben sich in Erbach, Hanau, Fulda und Wiesbaden hunderte Menschen beteiligt.

An Ostermarsch-Aktionen der Friedensbewegung haben sich in Erbach, Hanau, Fulda und Wiesbaden hunderte Menschen beteiligt.

Die meisten kamen in Erbach beim Odenwald-Ostermarsch zusammen, wo sich nach Polizeiangaben 230 Menschen für ein Verbot aller Rüstungsexporte, die Bekämpfung von Fluchtursachen und die Aufnahme von Flüchtlingen einsetzten. Dem Aufruf zum ersten Limburger Ostermarsch folgten 150 Menschen.

Gut 120 waren beim Mainz-Wiesbadener Ostermarsch in der hessischen Landeshauptstadt dabei und etwa 100 in Fulda. "Wir sind Zeugen eines neuen, eines gefährlichen Rüstungswettlaufs mit Atomwaffen", kritisierte Regina Hagen vom Darmstädter Friedensforum zum Odenwald-Ostermarsch in Erbach und verwies auf jüngste Ankündigungen der Regierungschefs in Washington, Moskau und Pjöngjang. Von den weltweit 15.000 existierenden Atomsprengköpfen seien die meisten gewaltiger als die Bomben von Hiroshima und Nagasaki. Bisher vereinbarte Abrüstungsverträge würden wieder zur Disposition gestellt. "Das ist Wahnsinn, das dürfen wir nicht einfach so hinnehmen", sagte Hagen laut schriftlichem Redetext und rief zur Beteiligung an den bis 9. August geplanten Protesten gegen Atomwaffen im rheinland-pfälzischen Büchel auf.

Am Karfreitag hatten 200 Ostermarschierer in Bruchköbel bei Hanau mehr Geld für Bildung und Gesundheit sowie eine Kürzung der Militärausgaben gefordert. Die Teilnehmerzahlen der Ostermärsche bleiben auch in diesem Jahr weit hinter dem Höhepunkt zu Beginn der 1980er Jahre zurück. Der Sprecher der bundesweiten Informationsstelle Ostermarsch 2018, Willi van Ooyen, sprach am Samstag aber von einem leichten Aufwärtstrend bei den Teilnehmerzahlen. Er begrüßte, dass die Ostermärsche wieder stärker von den Gewerkschaften unterstützt würden. Hinzu komme die wachsende Sorge etwa wegen aktueller Entwicklungen wie der türkischen Offensive gegen die Kurden in Nordsyrien, sagte van Ooyen in Frankfurt am Main. Unter Hinweis auf deutsche Waffenlieferungen an die Türkei fügte er hinzu: "Da darf man nicht schweigen, wenn der Krieg wieder zur Normalität wird und die bundesdeutsche Politik so tut, als habe sie nichts damit zu tun." Der voraussichtlich größte Ostermarsch in Hessen ist für Montag in Frankfurt geplant. (dpa)

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