Viele tausend Besucher

Osterspaß im Wildpark erfordert Geduld

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An der Mal- und Bastelaktion auf der Festwiesen konnten die Kinder ihre Kreativität freien Lauf lassen.

Klein-Auheim -  Viele tausend Besucher aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet haben am Ostermontag bei schönstem Frühlingswetter den Feiertag beim schon traditionellen Familientag im Wildpark Alte Fasanerie verbracht. Von Dieter Kögel

Tiere erleben, Osterhasen und Eier suchen, Spielen und Picknicken waren angesagt.

Schon eine Stunde nach der Öffnung des Parks um 9 Uhr waren die Parkplätze am Haupteingang dicht. Nichts ging mehr im Bereich des Jagdschlösschens, und am Steinheimer Tor stauten sich die Besucherreihen viele Meter lang. Es brauchte schon etwas Geduld, um den Tieren und den anderen Freizeit- und Unterhaltungsangeboten näher zu kommen, für die Hessen Forst und die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Fördervereins für den Wildpark gesorgt hatten.

Auf das Verstecken von Ostereiern im gesamten Wildparkbereich war in diesem Jahr verzichtet worden. Zu eifrig waren in den vergangenen Jahren die Aktivitäten der früh Gekommenen, zu groß die Enttäuschung derer, die später dazustießen und nichts mehr fanden. Und außerdem gab es da noch die Krähen, die die versteckten Eier mit geübtem Blick oft noch vor den Menschen entdeckt und erbeutet haben. Um den Weg durch den Park dennoch attraktiv zu machen, gab es stattdessen einen „Häschenparcour.“ Entlang der Wege drapierte, bunte Hasensilhouetten mussten entdeckt und die betreffenden Standorte in die ausgehändigte Karte des Wildparks eingetragen werden. Neben einem Osterei als Lohn gab es dafür auch die Chance, eine Wildpark-Führung für die ganze Familie zu gewinnen. Kein Wunder also, dass kaum jemand ohne den Lageplan im Park unterwegs war.

Neben der Festwiese hatten Sabine Scholl und ihre Mitarbeiter von Hessen Forst alle Hände voll zu tun, um die abgesteckten Eiersuchflächen immer wieder aufzufüllen. Zwei Helfer in Osterhasenkostümen beschenkten die ganz kleinen Besucher mit Süßem aus den Körbchen.

Geduldig drehten die Ponys mit ihren jungen Reitern ihre Runden, gemütlich ließen es viele Besucher angehen, die das Angebot der Kutschfahrten durch den Wildpark annahmen. Hochbetrieb herrschte auch im Streichelzoo, wo der größte Hunger der Ziegen und ihres Nachwuchses angesichts des Überangebotes an Futter schon recht schnell gestillt war. Streicheleinheiten wurden aber auch so gerne von den Vierbeinern angenommen.

Die Festwiese, sie war am Ostermontag zur Spielwiese geworden. Osterhasen aus Pappe basteln, Malen, Ausschneiden waren an den Tischen möglich, Bewegung und Geschicklichkeit war auf dem Rasen gefragt. Dort trugen die Kinder konzentriert das Ei auf dem hölzernen Kochlöffel über die abgesteckte Distanz, absolvierten eine markierte Strecke mit Sackhüpfen und hatten schließlich die aus Pappe geschnittene Silhouette eines Wolfes mit Tannenzapfen zu treffen. Ein großer Spaß für die Kleinen, die für ihre Bemühungen natürlich nicht leer ausgingen.

Frühlingsbilder und Ostermotive unserer Leser

Derweil köchelte im großen Bottich vor dem Infozentrum bereits die deftige Suppe, die der Förderverein anbot. Kaffee und Kuchen gab es als Nachtisch. Wissenswertes über die Bienen und eine ganze Reihe Produkte aus Wachs, Honig und Pollen gab es am Stand von Imker Georg Dremel, der auch immer bei den Bienenaktionstagen in der Fasanerie anzutreffen ist. Es wurde allerhand geboten im Wildpark. Es war für viele auch eine Entschädigung für eine anstrengende Anreise. Denn um die Mittagszeit war das Angebot an Parkplätzen erschöpft und an der Zufahrt zum Wildpark stauten sich die Autos der Besucher bis fast zur Autobahnabfahrt.

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