Pfiffige Geschenk-Tipps unserer Redakteure

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Um den vorweihnachtlichen Stress ein wenig zu reduzieren, geben Mitarbeiter der Redaktion Dietzenbach in dieser Kolumne Geschenk-Tipps.

Persönlich und originell

Gutscheine sind keine wirkliche Überraschung und auch nicht originell.

Vor Weihnachten beginnt mal wieder das große Geschenkesuchen. Präsentiert von Parfüm-, Mode- und Elektronikmarken. Die Menschen hetzen durch die Gassen, drängeln an meterlangen Schlangen vor den Kaufhauskassen, um ein möglichst tolles Geschenk aufzutreiben. Der Wille ist da, aber die Wenigstens schaffen es, etwas wirklich Originelles zu finden. Doch was kommt wirklich gut an, etwa Parfüm unterm Weihnachtsbaum? Selten hat man die Gelegenheit, seiner Partnerin zu sagen, dass sie übel riecht. Doch gegen den weihnachtlichen Duftmix aus Gänsebraten und Gebäck kommt ein solches Lüftchen sowieso nicht an. Persönlich ist das Ganze ebenfalls nicht, wenn die Freundin wie tausend andere Frauen riecht. Jenen, die auf die universelle Allzeitlösung „Gutscheine“ bauen, sei gesagt: Nein, das bringt es auch nicht. Wenn man jemandem eine wirkliche Überraschung machen möchte, zeigt man dies nicht mit einem Schnipsel Papier. „Wow, ich bin also 30 Euro wert.“ Gemeinsame Erlebnisse sind dagegen eine bessere Wahl – sofern Sie den Kalender Ihrer Lieben auswendig kennen. Sonst können spontane Urlaubsbuchungen schnell zu den unerfüllten Träumen wandern. Empfehlungen, die an Heiligabend ein Lächeln aufs Gesicht zaubern, wollen die Mitarbeiter der Dietzenbach-Redaktion fortan in dieser „Geschenkt“-Kolumne geben. Praktische Ideen für Oma und Opa, Mama und Papa, Bruder, Schwester, Freund oder Freundin, Bekannte oder Kollegen. Damit das Fest auch wirklich ein frohes wird... KHANG NGUYEN

Bewährtes hält länger

Warum nicht ein „richtiges“ Buch verschenken?

Geschenke für Freunde: Smartphones, Flatscreens, Ultrabooks, Blu-Ray-Player – es muss nicht immer das Neueste sein, aber jeder hat doch Freude an den kleinen technischen Spielereien im Leben. Sei es der schnelle Zugriff auf Musik, ein gemütlicher Filmabend oder die Möglichkeit, immer und überall auf Informationen zuzugreifen oder mit seinen Freunden zu chatten. Die Technik hat ihre Reize. Leider kosten diese Spielereien aber auch viel Geld und kommen daher als Weihnachtsgeschenk nur eher selten in Frage. In dieser modernen Zeit, in der wir leben, ist der Griff zum Buch dann doch manchmal noch etwas Besonderes.

Also, gemeint ist ein richtiges Buch, kein E-Book, sondern ein Buch zum darin Blättern und mit diesem angenehmen Geruch beim ersten Aufschlagen. Zudem sind Bücher vor allem dann ein tolles Geschenk, wenn man einen Teil des Inhalts bereits aus dem Fernsehen kennt und etwas sucht, das schon beim kurzen Reinlesen ein Lächeln auf die Lippen zaubern kann. Wie etwa das „Playbook“, der „Bro Code“ sowie der „Bro Code für Eltern“ aus der TV-Serie „How I met your mother“. Die ersten beiden sind immer ein tolles Geschenk für Freunde, Letzteres vor allem für Paare, die mit dem Gedanken spielen, bald Nachwuchs zu bekommen oder auch schon mittendrin sind. Meine persönliche Empfehlung liegt hier jedoch bei den englischen Varianten. Unabhängig von der TV-Serie gibt es auch noch ein Pendant für Freundinnen – den „Chick Code“. Katzenliebhaberinnen können sich darüber hinaus an „Bob, der Streuner“ erfreuen. Wenn die kaufbaren Waren jedoch keinen richtigen Anreiz bieten und eher der Drang besteht, etwas Selbstgemachtes zu verschenken: Wie wäre es mit einem Adventskalender? Verschiedene Süßigkeiten in Papier einwickeln, Zahlen darauf schreiben und in einer Pappkiste platzieren. Dazu noch schön bekleben oder bunt anmalen, und fertig ist der selbst kreierte Begleiter durch den Monat – der garantiert für überraschte Gesichter im Freundeskreis sorgt. DANIEL KOLB

Heldin in allen Lebenslagen

Mütter sind doch unsere Heldinnen in allen Lebenslagen, die etwas Besonderes verdient haben.

Geschenke für die Mutter: Schmuck oder Küchenutensilien an die eigene Mutter zu verschenken, ist längst nicht mehr das Wahre. Geschenke sollen doch glücklich machen. Ob ein neuer Kochtopf ein Lächeln ins Gesicht zaubert, wage ich zu bezweifeln. Gerade Mütter sind doch unsere Heldinnen in allen Lebenslagen, die etwas Besonderes verdient haben. Worüber sie sich immer wieder freuen, sind selbst gemachte Dinge. Da ist es schon fast egal, um was es dabei genau geht. Besonders zu schätzen wissen sie kleine Aufmerksamkeiten, die in der Küche entstanden sind.Wie wäre es denn mit einer Flasche selbst gemachtem Eierlikör? Einfache und schnelle Rezepte gibt es unter anderem auf chefkoch.de, und das dauert im Durchschnitt nur 30 Minuten. Die Glasflasche kann dann zusätzlich mit einem gebastelten Etikett dekoriert werden. Das Ganze sieht nicht nur gut aus, sondern kommt auch von Hand, äh Herzen. Eine persönliche Alternative wäre, gemeinsame Zeit zu verschenken. Über einen „Mutter-Tochter/Sohn-Tag“ freut sich jede Mama. Verpackt in einer schönen Karte, kann sie sich auf ihre individuellen Lieblingsbeschäftigungen freuen. Wie wäre es mit einem Essen im Restaurant, einem Spaziergang durch den Park und anschließend Kino? Dazu noch eine feste Umarmung und ein „Danke für alles“ – ich wette, dass sich Mama darüber am allermeisten freuen wird. TANJA DUDA

Doppelt so schnell wach

Über ein Tässchen frisch gebrühten Espresso freut sich auch die Schwester.

Geschenke für den Bruder: Das Weihnachtsgeschenk für den ausgewachsenen Bruder gleicht einem verkorksten Überraschungsei: nicht zum Naschen, aber überraschend muss es sein. Und zum Spielen. Dabei darf es in seinem Anspruch die Lego-Bausätze von damals nicht unterschreiten. Ein mögliches Präsent: der Mini-Raketenwerfer mit USB-Anschluss. Seine vier fingergroßen Schaumstoffgeschosse lassen sich über den Computer steuern und mit einem Klick in alle Richtungen abfeuern. Ob im eigenen Zimmer oder im Büro – einmal unter Beschuss geraten, übersehen Eindringlinge das „Bitte klopfen“-Schild bestimmt nie mehr. Brüdern, die gerne lange schlafen und danach trotzdem schwer wach werden, zaubert der Mini-Espressokocher für die Herdplatte ein müdes Lächeln ins Gesicht. Er vereint Klassik und Design, zusammengeschraubt werden muss er auch. Die Version, die über zwei Röhren direkt zwei daruntergestellte Tassen befüllt, macht doppelt so schnell wach. Wem eine Portion reicht: Über ein Tässchen frisch gebrühten Espresso freut sich auch die Schwester. KATHARINA HEMPEL

Kino oder Therme

Geschenke für die Schwester: Was sich jüngere Schwestern so wünschen, lässt sich meistens durch einfaches Fragen herausfinden. Dann wissen sie zwar schon ungefähr, was für sie zu Weihnachten unter dem Baum liegt, aber das macht ja nichts. Freuen tun sie sich auf jeden Fall. Bei älteren Schwestern ist die Sache aber leider nicht so einfach. Entweder sie haben schon alles oder keine Idee oder die gewünschten Dinge sprengen den preislichen Rahmen des kleinen Bruders. In dieser Situation ist womöglich etwas Selbstgemachtes die beste Lösung. Hat die Schwester womöglich einen oder mehrere Lieblingsautoren oder -dichter?

Entspannender Thermenbesuch

Dann ließe sich doch eine Karte mit einigen Zitaten von diesen rund um das Leben füllen. Dies wäre persönlich, da der Bruder auf die Vorlieben der großen Schwester eingeht und sicher etwas, was sie nicht zwingend erwartet. Dazu vielleicht noch ein wenig Geld für einen vom Arbeitsalltag entspannenden Thermenbesuch ihrer Wahl oder eine Einladung zu einem Bruder-Schwester-Essen in einem Restaurant, in dem ihr die Speisen gut schmecken. Falls das zu viel Aufwand ist, wird sie sich auch über einen gemeinsamen Kinobesuch freuen. Wobei hier zu beachten ist, dass es auch ein Film sein sollte, bei dem sich beide nicht langweilen. Dann sollte einem angenehmen Weihnachtsfest nichts mehr im Wege stehen. DANIEL KOLB

Süße Präsente aus der Küche

Geschenke für Oma und Opa: Meine Großeltern haben wirklich alles, was sie brauchen – kaufen kann ich also nichts. Tatsächlich naschen sie hin und wieder gerne etwas, deshalb mache ich ihnen selbst Pralinen. Die sind nicht teuer oder besonders aufwendig, dafür aber kreativ und – sofern sie gelingen – richtig lecker. Hergestellt habe ich sie auf drei unterschiedliche Weisen, und das war gar nicht mal so schwierig. Wer es sich ganz leicht machen möchte, rührt einfach eine Pralinenmasse zusammen, die über Nacht erkalten muss und und füllt sie in eine Silikon-Form. Dann werden die kleinen Konfekte herausgelöst und in Kakaopulver gewälzt.

Ebenso simpel ist die Variante, bei der man eine Masse anrührt, im Kühlschrank erkalten lässt und sie am darauffolgenden Tag mit der Hand zu Pralinenkugeln formt. Wer gerne tüftelt und handwerkliches Geschick mitbringt, kann sich aber auch über das Internet oder Fachgeschäfte Pralinen-Hohlkugeln besorgen. Diese müssen mit einem Spritzbeutel befüllt und die Öffnungen anschließend mit Kuvertüre geschlossen werden. Ob Punkte, Streifen oder Nussgarnitur – der Kreativität sind beim Verzieren keine Grenzen gesetzt. Ich habe mich für die Klassiker Marc de Champagne, Irish Cream und Kokoskugeln sowie weihnachtliche Lebkuchen-Pralinen entschieden. Verschiedenste Rezepte findet man auf chefkoch.de. Natürlich eignen sich diese Pralinen nicht nur für Oma und Opa, sondern auch als kleine Überraschung für Freunde und Bekannte, die man an Weihnachten nicht leer ausgehen lassen möchte. LARISSA WAGNER

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